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Vor wenigen Jahren war der Vinho Verde noch ein Exot unter den Weißweinen, den man nur vereinzelt in deutschen Weinregalen erspähen konnte. Doch mit dem neuen Trend weg von schweren, üppigen Gewächsen, hin zu frischen, leichten Weinen wurde auch hier zu Lande der Vinho Verde aus dem Nordwesten Portugals entdeckt. Der leichtfüssige, finessenreiche und animierende Wein kommt gut an.
„Unsere Weine werden den Bedürfnissen einer neuen Weinliebhaber-Generation gerecht, die erfrischende und gleichzeitig ernstzunehmende Weine sucht. Und das nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über“, freut sich Bruno Castro Almeida, Marketing Leiter im Weinmarketinginsitut der Vinho Verde-Region, über die positive Entwicklung am deutschen Markt.
Vinho Verde – ein echter Allrounder
Vinho Verde wächst auf Granitböden, in einer Region, mit angesichts der südlichen Breite eher kühlem Klima, durchweht von den feuchten Brisen des Atlantiks. Dieses Terroir verleiht den Weinen mineralische Würze, geringen Alkoholgehalt (selten mehr als 12 % Alkohol, in vielen Fällen sogar weit darunter), erfrischende Säure und ein vielschichtiges Aroma. Sie eignen sich deshalb ideal als Aperitif, begleiten aber auch herrlich die leichte Sommerküche – Fisch und Meeresfrüchte oder Gemüse zum Beispiel.
„Vom Jahrgang 2011 erwarten wir uns ganz besonders frische und aromatische Weine. Der Austrieb war früh, wir rechneten mit einer zeitigen Ernte. Doch dann erlebten wir einen überraschend kühlen Juli und milden August. Die Trauben reiften langsam, bildeten bei rassiger Säure, intensive Aromen aus. Bei besten klimatischen Bedingungen, wurde im September gelesen“, erzählt Antonio Cerdeira, einer der Vorzeigewinzer in der Region. Ab Mai werden die Vinho Verde des aktuellen Jahrganges in Deutschland erhältlich sein. Die portugiesischen Winzer freuen sich darauf. Und wir deutschen Weingenießer dürfen auch gespannt sein.
Qualitativ hochwertige Weine von ausgewählten französischen Winzern gibt es bei Vigno, einer neuen Internetplattform, zu außergewöhnlich guten Preisen. Wir haben einen der dort angebotenen Weine verkostet – den Pernand-Vergelesses Clos Berthet Premier Cru aus dem Jahrgang 2007 vom Weingut Dubreuil-Fontaine.
Internernetschnäppchen, Deals und Auktionen sind in aller Munde. Erwähnt sei in diesem Zusammenhang beispielsweise Groupon, oder Daily Deal. Ein internationales Gründerteam aus Deutschland, Frankreich und England schickt sich nun an, sich dem Thema Wein zu widmen und hochwertige Weine über eine Dealplattform im Internet zu vermarkten. Seit der Vinexpo, der weltweit größten Messe für Wein in Bordeaux, können sich Online-Shopper über die neue (W)einkaufsmöglichkeit im Internet freuen. Bei Vigno haben auch Privatkunden die Möglichkeit, erstklassige Weine mit einer Ersparnis von teilweise mehr als 50%, direkt vom Erzeuger-Weingut zu kaufen. Bei den zeitlich limitierten Verkaufsaktionen kann Vigno die Verkaufspreise anderer Anbieter deutlich unterbieten. Vigno kooperiert dabei mit weltweit renommierten Weingütern und Winzern und setzt auf eine exklusive Auswahl, die sich vor allem an den hochrangigen Bewertungen der Weine durch Parker, Robinson und Gault Millau spiegelt.
Raphael Agasse, Einkaufsleiter und Sommelier von Vigno: „Wir suchen uns gezielt Weine und Champagner für unsere Verkaufsaktionen aus, für deren Qualität bekannte Sommeliers stehen und die auch wir bedingungslos empfehlen können. Viele Weine die wir anbieten, sind in Deutschland nur schwer zu bekommen, da sie nicht aus Frankreich exportiert werden. Deshalb sind die Weine nur in limitierten Stückzahlen bei Vigno erhältlich. Wer also bei unseren einzigartigen Aktionen zum Zuge kommen will, muss schnell sein.“
Wir von wein-lese.net haben einen der bei Vigno angebotenen Weine verkostet – den Pernand-Vergelesses Clos Berthet Premier Cru aus dem Jahrgang 2007 vom Weingut Dubreuil-Fontaine. Um es vorweg zu nehmen – das WeinLese-Urteil: Top!
Das Weingut Dubreuil-Fontaine, gelegen an der Cotes-dOr produziert auf 20 Hektar 20 Appellationen, von denen 8 Premier Cru und 4 Grand Cru sind. Das Weingut, das es bereits seit 1879 gibt und das Jahr für Jahr für die Qualität seiner Weine großes Lob erfährt, wird geleitet von Christine Gruère-Dubreuil
Der Pernand-Vergelesses Clos Berthet Premier Cru ist ein Weißwein höchster Qualität. Sehr trocken – wie man es von einem Pernand-Vergelesses aus der Bourgogne erwartet. Leicht mineralisch, dezente Kaffeenoten die vermutlich vom Holz kommen. Was die Frucht anbelangt: klar und in Richtung getrockneter Ananas. Dezente und schöne Säure, sehr ausgewogen und lang. Auch am zweiten Tag ist dieser Wein noch eine Wucht, vielleicht sogar noch ausgewogener als am ersten Tag. Insgesamt ist dieser Premier Cru eine klare Empfehlung und ein Geheimtipp, weil in Deutschland schwer erhältlich. Zur Zeit gibt es den Pernand-Vergeless nicht als Deal bei Vigno.de. Die Macher von Vigno haben uns aber versichert, dass er zeitnah bei Vigno wieder erhältlich sein wird. Wir freuen uns darauf.
Weißwein wird hauptsächlich auf zwei Arten erzeugt: durch klassisches Entrappen, Mahlen und anschließendes Pressen oder durch die so genannte Ganztraubenpressung. Der wichtigste Unterschied bei der Herstellung von Weißwein und Rotwein, die sich ansonsten sehr ähnlich ist, besteht darin, dass beim Weißwein nur der Saft der Trauben vergoren wird, beim Rotwein hingegen die Trauben samt Schale vergoren werden. Da die Farbstoffe der Traube in der Schale sitzen, ist es für Weißweine notwendig, den reinen Saft zu vergären.
In der Regel entweder im temperaturkontrollierten Stahltank, im traditionellen Holzfass oder im Barrique. Chardonnay beispielsweise entwickelt vor allem bei Barriquegärung sein ganzes Potenzial, Riesling dagegen im klassischen Holzfass oder im Stahltank. Nach der Gärung werden viele Weißweine einem Säureabbau unterzogen. Anschließend folgt entweder eine weitere Ausbauzeit, z. B. im Barrique oder auf den Hefen im Stahltank, oder der Wein wird direkt abgefüllt.
Welche „großen“ Weißweine gibt es auf der Welt? Die besten oder größten Weißweine zu benennen fällt schwer. Meinungen hierzu gehen weit auseinander. Natürlich gehören Rieslinge von Rhein oder Mosel dazu, sowohl in ihren trockenen wie auch in den lieblichen Varianten. Weiße Burgunder von den Spitzenlagen in Puligny oder Chassagne sind ebenso zu nennen wie einige Weißweine aus Marsanne sowie dem französischen und Schweizer Rhônetal. Weiter zählen dazu Grand-Cru-Weine aus dem Elsass, weiße Cuvées aus dem Friaul, eine Reihe von Chardonnays aus der Neuen Welt oder in erster Linie aus dem französischen Chablis. Neuseeland hat sich in den letzten zwanzig Jahren einen exzellenten Ruf für Sauvignon Blanc Weine aufgebaut.
Sommerzeit ist Grillpartyzeit. Zwanzig Gäste sind geladen, ganz rustikal die Biertische aufgebaut, den Grill platziert, das Fleisch und die Grillwürste eingekauft. Da fehlt nur noch der passende Wein. Bei der Anzahl an Gästen muss es ja nicht unbedingt ein Bordeaux für 30 Euro sein. Passt auch nicht zur Grillparty finde ich. Also ab ins Weindepot meines Vertrauens und die Frage gestellt: „Welchen einfachen Weißwein würden Sie mir zur Grillparty empfehlen?“. Die Antwort kam ziemlich spontan und überzeugend: den Le Tapie Blanc! Na gut, denke ich mir, eine Verkostung schadet nicht, Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Das Ergebnis der Verkostung: ein klares „Ja, den nehme ich!“. Wirklich überzeugend. Vor allem auch der Preis. Genau das richtige für das große Grillen!
Der Le Tapie Blanc kommt aus dem Südwesten Frankreichs vom Winzerverein Plaimont. Es handelt sich um einen einfachen Landwein der aus den Rebsorten Colombard und Ugni Blanc gekeltert wird. Für Weißweine wurde Colombard vor allem im Bordelais genutzt, zum Beispiel an den Côtes de Blaye und im Entre-deux-Mers, wo man diese Rebsorte aber immer nur als zweitrangig einstufte. Auch in anderen Ländern wurde Colombard als minderwertige Traube betrachtet – zum Beispiel in Kalifornien wurde Colombard deshalb geschätzt, weil die Erträge an säuerlichen Trauben umfangreich waren und gut mit anderen Sorten, zu in der Regel günstigen Weißweinen, verschnitten werden konnten. Umso erstaunlicher was Plaimont mit dem Le Tapie geschafft hat. Durch die Reduktion der Erträge wurden Trauben mit hohem Aromenpotenzial geschaffen. Aber auch bei der Vinifikation hat Plaimont neue Wege beschritten und damit einen frischen und fruchtbetonten Weißwein erzeugt.
Zum Wein: Die Farbe: Helles Strohgelb. Der Duft: Sofort steigen einem Zitrusnoten in die Nase. Frisch und fruchtig. Der Geschmack: Auch hier klare und erfrischende Zitrone. Exotische Früchte sind noch erkennbar. Die Frucht ist sehr intensiv. Bereits der erste Schluck begeistert . Eine deutliche Säure ist erkennbar – noch angenehm aber grenzwertig dominant. Speiseempfehlung: Eine klare Empfehlung zu leichtem Essen oder alternativ als Begleiter zur Grillparty an warmen Sommerabenden.
Fazit: Der optimale Wein zur Grillparty. Kein edler Tropfen aber ein frischer und sehr fruchtiger Weißwein der kalt getrunken werden sollte. Der Le Tapie wird nicht unbedingt besser wenn er warm wird – aber wer möchte bei warmer Lufttemperatur auch warmen Weißwein zur Grillparty trinken? Und: zum Preis von ca. 5 Euro eine absolute Empfehlung! Zusammenfassend: ein einfacher, günstiger, erfrischender und sehr fruchtiger Weißwein für den Sommer – einfach ideal als Begleiter zur Grillparty. Ich sage: Daumen hoch!
Die besten Sauvignon Blancs kommen aus Frankreich und Neuseeland. Lautet die gängige Meinung. Meines Erachtens kommen die besten Sauvignon Blancs eindeutig aus Neuseeland. Man denke nur an den Klassiker und die Benchmark was Sauvignon Blanc anbelangt: den Cloudy Bay. Der soll es heute aber nicht sein sondern ein anderer New Zealend Sauvignon Blanc – der Waipara Hills, Jahrgang 2008. Das Weingut Waipara Hills Estate gibt es erst seit 2001. Seit dem ersten Jahrgang konnte Waipara Hills allerdings schon viele nationale und internationale Preise und Medaillen abräumen und hat sich innerhalb kurzer Zeit viel Anerkennung erarbeitet. Waipara Hills gehört zu den hervorragenden Erzeugern in Neuseeland!
Die Trauben stammen aus dem Marlborough, dem Gebiet das für seine Topqualität bei Sauvignon Blanc Weinen bekannt ist. Diese Qualität resultiert aus dem Wechsel zwischen kalten Nächten, verursacht durch kalte Luft die vom Pazifik herüberweht, und warmen Sonnentagen – das Gebiet weist die längste Sonnenscheindauer aller Anbaugebiete Neuseelands auf.
Zum Wein: trocken, frisch, fruchtig, intensive Aromen, feine Säure! Schön ausgeprägt schmeckt man die klassischen Aromen eines guten Neue Welt-Sauvignon Blancs: Passionsfrucht, Stachelbeere. Süße Käuter und etwas Cassis. Gut ausgewogen. Ein sehr vielschichtiger Wein.
Passt zu: Sommersalaten, Spargel, zum Grillen oder auch als Aperitif.
Fazit: Es ist zwar kein Cloudy Bay aber auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Der Waipara Hills ist ein wirklich schöner und empfehlensweter Wein für Sauvignon Blanc Fans. Die 4-Stars-Medaille des Wineestate Magazins wurde nicht ohne Grund für diesen Wein verliehen. Der Preis ist mit ca. 12-14 Euro durchaus gerechtfetigt.
Der Sommer neigt sich dem Ende. Leider. Aber da die Temperaturen am Wochenende eindeutig nochmal zum Grillen animierten, habe ich doch nochmal den Grill angeworfen. Zum Grillen bevorzuge ich immer einen Weisswein. Wider manche Empfehlung. Ich glaube das liegt an den Temperaturen – wenn die Luft warm ist passt meines Erachtens ein gekühlter Weisswein besser als ein Rotwein – der dann im übrigen auch leicht gekühlt sein sollte. Ein Chardonnay sollte es sein – passt immer zum Grillen. Und zwar aus Deutschland. Nicht ganz so schwer, also nicht im Holz ausgebaut. Stattdessen eine Spätlese war die Empfehlung des Weinhändlers meines Vertrauens. Es wurde der Chardonnay Gau-Köngernheimer Vogelsang 2007 vom Weingut Meiser aus Rheinhessen. Der Website des Weinguts Meiser kann man entnehmen, dass es sich um ein über Generationen gewachsenen Familienbetrieb handelt. Trotz oder gerade wegen eines breiten Rebsortiments versteht die Familie offensichtlich ihr Handwerk – denn man hat sich mit Qualitätsweinen weit über die Grenzen von Rheinhessen hinaus einen Namen gemacht.
Nun also zum Wein:
Kühler Zitrus- mehr Pfirsichduft. Auch im Mund fruchtig, dazu Apfel und ganz leichte Kräuteranklänge, wirkt schlank und lebendig, rassige Säure, gute Balance, etwas Süsse, nicht sehr tief dafür charmant und aufregend. Viel Frucht im Nachhall. Kein schwerer Hammer wie ein im Barrique ausgebauter Chardonnay.
Mein Fazit: Super! Ein Wein ideal im Sommer und zum Grillen – fruchtig, frisch und sehr charmant. Ich hätte nicht gedacht, dass es solch einen Chardonnay in Deutschland gibt.


