Gute Nachrichten: unser Weinblog wein-lese.net ist für die Wahl des Superblogs 2011 nominiert! Zehn verschiedene Kategorien treten bei der Superblogswahl an und die drei bestplatzierten Blogs werden mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet! Vom 01. – 07. April 2011 ist die Abstimmungsphase in der alle fleißig für den Wein- und Lifestyleblog wein-lese.net voten könnt! Wir hoffen auf viel Unterstützung von allen Lesern und freuen auf einen tolle Platzierung! Votet für wein-lese.net ab dem 1. April!


Im Januar wurde in Berlin die Riesling Lounge im mesa Restaurant des Grand Hyatt Berlin am Potsdamer Platz nahe Brandenburger Tor und Reichstag eröffnet. 

Die auf Initiative des Deutschen Weininstituts (DWI) ins Leben gerufene Lounge hält für die Gäste eine große Auswahl von Weinen aus allen dreizehn deutschen Weinbaugebieten bereit. Neben Rieslingweinen und -sekten gibt es auch hervorragende Spätburgunder und Rotweincuvées.

Im mesa kommen die Gäste an regelmäßig stattfindenden Winzerabenden mit jungen und sympathischen deutschen Winzern ins Gespräch. Die Weinmacher stellen ihre besten Weine vor, während in entspannter Atmosphäre das mesa-Team um Restaurantleiter Steffen Sinnig deutsche Gerichte im Tapas-Stil serviert. Der Abend kostet 45,00 Euro pro Person inklusive Wein und Speisen nach Wahl des Küchenchefs.


Am Freitag, den 4. Februar 2011, machte Winzer Andreas Bender aus der Pfalz den Anfang. Außerdem nutzen in den kommenden Monaten weitere Winzer die Gelegenheit, ihre Weine persönlich zu präsentieren. Folgende Termine sind für dieses Jahr in der Riesling Lounge geplant:

29. April 2011: Weingut Dr. Heger/ Baden
13. Mai 2011: Juliusspital/ Franken
28. Mai 2011: Weingut Bercher/ Baden

24. Juni 2011: Münzberg/ Pfalz
8. Juli 2011: Weingut Horst Sauer/ Franken
22. Juli 2011: Weingut Beurer/ Württemberg
30. September 2011: Wagner-Stempel/ Rheinhessen
14. Oktober 2011: Battenfeld-Spanier/ Rheinhessen
28. Oktober 2011: Gerhard Aldinger / Württemberg
11. November 2011: Schloss Wackerbarth/ Sachsen
25. November 2011: Jochen Dreissigacker / Rheinhessen
9. Dezember 2011: Markus Schneider/ Pfalz

„Mit unseren Riesling-Lounges wollen wir die Weinfreunde in wichtigen Metropolen auf den Facettenreichtum unserer Vorzeigerebsorte aufmerksam machen und zum entspannten Genießen in angenehmer Atmosphäre einladen“, erläutert DWI-Geschäftsführerin Monika Reule und ergänzt. „Wir freuen uns, nach München und Köln nun auch in einer der ersten Adressen der Bundeshauptstadt präsent zu sein“.

Für das Grand Hyatt ist die Riesling Lounge eine optimale Ergänzung des Gastronomiekonzeptes des Hauses. Das Besondere an diesem Konzept ist, dass im mesa eine Auswahl leckerer deutscher Gerichte zum gemeinsamen Genießen in der Mitte des Tisches serviert wird. Mit dem Weinangebot unterstützt das Team um Restaurantleiter Steffen Sinnig die Regionalisierung der Küche und bietet eine gelungene Ergänzung zu den hervorragenden Speisen.

Wie kaum ein anderes Nahrungs- oder Genussmittel steht Champagner für Qualität und Exklusivität und dies nicht ohne Grund.

Was ist Champagner?

Champagner ist ein im französischen Weinbaugebiet Champagne – im Norden Frankreichs – hergestellter Schaumwein. Der Begriff ist dabei markenrechtlich streng geschützt. Nur Winzer, die im festgelegten Gebiet in der Champagne ihre Weine anbauen und strengen Herstellungsregeln und Qualitätskontrollen entsprechen, dürfen ihre Erzeugnisse als Champagner vertreiben. Darüber hinaus ist auch der bis 1994 erlaubte Herstellerverweis méthode champenoise – Champagnermethode – heute für die Hersteller anderer Schaumweine untersagt.

Das Weinbaugebiet Champagne

Das Weinbaugebiet weist mit der Verwaltungsregion Champagne-Ardenne zwar starke Überlappungen auf, ist ihr aber nicht völlig gleichzusetzen. Es ist gut 33000 Hektar groß und umfasst die vier Anbauzonen Montagne de Reims, Vallée de la Marne, Côte des blancs und Côte des Bars.

Für das Jahr 2015 ist eine Erweiterung geplant und somit steht für den Champagner ab diesem Zeitpunkt eine größere Anbaufläche zur Verfügung. Die drei Rebsorten, die man zur Herstellung des Champagners verwendet, sind Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay, die entsprechend der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit in der Champagne angebaut werden.

Die Herstellung des Champagners

Die Weintrauben werden handverlesen und mehrfach gepresst, doch nur der Most aus der ersten Pressung, die so genannte Cuvée, wird für hochwertigen Champagner verwendet. Die zweite und dritte Pressung enthält mehr Bitterstoffe, die als störend angesehen werden. In Holzfässern kommt es unter Zugabe von Hefe dann zur ersten Gärung, die einige Monate dauert. Es folgt die Assemblage, die Zusammenstellung mehrerer Cuvées, die den speziellen Charakter der einzelnen Champagnermarke ausmachen. Dann kommt es zur méthode champenoise, der Flaschengärung.

Diese wird durch Zusetzen von Liqueur de tirage ermöglicht, einer Mischung aus Zucker, Hefe und Wein. Da sich hierbei durch die Hefe Trübstoffe bilden werden die Flaschen danach gerüttelt und dann degorgiert. Beim Rütteln, befinden sich die Flaschen zunächst in waagerechter und später senkrechter Position, wobei sich die Trübstoffe im Flaschenhals sammeln. Dieser wird beim Degorgieren in ein Eisbad getaucht, der provisorische Kronkorken wird entfernt und der Überdruck in der Flasche sorgt dafür, dass der Eispfropfen aus der Flasche gedrückt wird. Die fehlende Flüssigkeit wird ersetzt, bevor die Flaschen abschließend verkorkt werden. Dann geht es in den Champagner Shop.

Im Hawesko Online Weinshop können Sie edlen Champagner online bestellen.

Das Weinland Südafrika wird mit rund 60 Ausstellern auf der diesjährigen ProWein in Düsseldorf vom 27. – 29. März vertreten sein. Themenschwerpunkt der Exportorganisation Wines of South Africa ist das neue Siegel „Sustainable Wine South Africa“ und die Vorstellung der ersten zertifizierten Weine aus nachhaltigem Anbau.

Südafrikas Weinwirtschaft präsentiert sich auf der diesjährigen ProWein farbenfroh und dyna­misch. Namhafte Markenanbieter wie z. B. die KWV sind neben zahlreichen individuellen Weinerzeugern und Vermarktungsorgani­sa­tio­nen, z. B. die Cape Legends, die mehrere Winzer repräsentieren, auf dem Messestand zu finden. Ergänzt werden die Klas­siker der südafrika­nischen Weinszene durch neue klangvolle Namen wie Sesfikile, Thandi, Thokozani, Thembi, Mhudi, Farmvalley. 

Mit dem Slogan „Vielfältig wie unsere Natur“ begründete Südafrikas Weinwirtschaft bereits 2004 ihre umweltorientierte Kampagne zum Schutz der einzigartigen Biodiversität in der Kapregion. In enger Kooperation mit Naturschützern und der Weinwirtschaft wurden weitreichende Maßnah­men zum Erhalt der natürlichen Ressourcen in das Wein­bauprogramm Integrated Production of Wine (IPW) aufgenommen. Das IPW erfüllt darüber hinaus die internatio­nalen Anforderungen der OIV (International Organisation of Vine and Wine) für nachhaltige Weinerzeugung und wird in Südafrika auf 95 Prozent der Rebflächen praktiziert.

Um ihre Ernsthaftigkeit zu dokumentieren, forcierten Südafrikas Winzer die lückenlose Rückv­er­folgbarkeit ihrer Arbeitsweise vom Weinstock bis zur Flasche. Zudem kennzeichnen sie als erstes Weinland ihre nachhaltig erzeugten Weine mit einem eigens geschaffenen Siegel Sustainable Wine South Africa. Als neutrale Kontrollinstanz fungiert das Wine and Spirit Board im Auftrag des südafrikanischen Landwirtschaftsministeriums. Das neue Siegel „Integrity & Sustainabiltiy“ (Rechtschaffenheit und Nachhaltigkeit) wurde als Alternative zum bestehenden „Wine of Origin“-Siegel entwickelt. Mit dem Weinjahrgang 2010 können die Winzer diese Zertifizierung beantra­gen. Su Birch, CEO Wines of South Africa, sieht in der Bereitschaft der Winzer, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen, einen wesentlichen Bei­trag zur Zukunftssicherung der Weinwirt­schaft. Sie ist optimistisch: „Es ist unsere gemeinsame Vision, dass mit dem Jahrgang 2011 rund 80 Prozent unserer Weine dieses Siegel tragen.“     Quelle: Südafrika Weininformation

Im Bohnenviertel im Herzen Stuttgarts liegt eines der ungewöhnlichsten aber auch charmantesten und angesagtesten Hotels und Restaurants der Stadt – das Hotel und Restaurant Zauberlehrling. Wer nicht gezielt hier herkommt, wird das schlichte Gebäude in einer stillen Seitenstraße am Olgaeck kaum finden. Aber so schlicht es von außen vielleicht wirken mag, so schick und fantasievoll ist das Hotel und Restaurant von innen.

Die Gäste haben die Möglichkeit, sich entweder in eines der designschicken Zimmer des Hotels einzuquartieren oder einfach nur zum Essen in den Zauberlehrling zu gehen, um die ausgefallenen Köstlichkeiten im Restaurant zu genießen. Axel Heldmann, der das Haus mit viel Liebe zum Detail führt, und sein Küchenchef Marcel Mente zeigen jeden Tag aufs Neue, weshalb der Zauberlehrling zu den angesagten Restaurants in Stuttgart gehört: weil dort Küche vom Feinsten zelebriert wird. Damit nicht genug – wer sich das Handwerk der Kochkunst selbst aneignen möchte oder nur einige „Zaubertricks“ lernen will, hat als „Zauberkochlehrling“ in den eintägigen Kochkursen des Hauses dazu Gelegenheit.

Wir haben uns mit Axel Heldmann unterhalten.

wein-lese.net: Herr Heldmann, beschreiben Sie doch mal in wenigen Worten ihr Hotel- und  Restaurantkonzept.

Axel Heldmann: Individuelle Wohlfühloase im Herzen Stuttgarts mit professioneller regionaler Kreativküche und vielen liebevollen Details für bewusst Genießende

wein-lese.net: Seit wann gibt es ihr Hotel bzw. Restaurant schon?

Axel Heldmann: seit 1993

wein-lese.net: Und die Idee? Wer hatte die?

Axel Heldmann: Das waren meine Frau und ich. Entstanden aus der Not der Namensfindung entwickelte sich aus Goethes Gedicht” Der Zauberlehrling ”, in dem die Strophen “Besen Besen seids gewesen” vorkommen, unser Zauberlehrling-Konzept (das Hotel hieß bei Übernahme in 1993 “Der Besen”).

wein-lese.net: Hat sich das Konzept während der Planungen so entwicklet oder hatten Sie das von Beginn an konkret vor Augen?

Axel Heldmann: Wir sind sehr aktiv, auch heute. Und stets in Wandlung – auch was das Konzept angeht.

wein-lese.net:  Lassen Sie uns mal ins Restaurant wechseln. Was kommt aus der Küche des Zauberlehrlings?

Axel Heldmann: Da gibt es moderne Interpretationen regionaler Küche , ebenso wie irisches Lamm, US Beef und bretonischen Hummer.

wein-lese.net: Vielleicht ein paar Worte zum Küchenchef?

Badischer Wein

Axel Heldmann: Marcel Mente ist ein hoch motivierter, akribischer und kreativer Küchenchef, der pointiert die richtigen Geschmackskombinationen aufruft.

wein-lese.net: Spielt Wein eine Rolle in Ihrem Gastrokonzept?

Axel Heldmann: Eine sehr große! 380 Positionen auf der Karte, ein begehbarer, klimatisierter Weinschrank sowie zu jedem Menü auch passende Weinvorschläge. Glasweise, mit Schwerpunkt auf heimischen Anbaugebieten.

wein-lese.net:  Wie haben Sie die Weinkarte konzipiert? 

Axel Heldmann: Die deutschen Weine sind fast ausnahmslos von mittlerweile befreundeten Winzern. Am Hof verkostet und gekauft – schon wegen der Anfahrtszeit ergibt sich als Schwerpunkt Deutschland und da hauptsächlich Baden-Württemberg. Aber auf allen Urlaubsfahrten werde ich nicht müde, mich für die Sache zu opfern und “durchzutrinken”.

wein-lese.net: Was ist denn ihr Lieblingswein zur Zeit?

Axel Heldmann: Im Winter: Quinta Casa Amarela , Douro ,Portugal. Und im Sommer: Weingut Aufricht, Bodensee.

wein-lese.net: Wie lautet Ihre Empfehlung für den perfekten Abend im Zauberlehrling?

Axel Heldmann: Zaubermenü mit Weinreise, anschließend übernachten im Zimmer “Mondschau”. Morgens “Honeymoon”Frühstück” ans Bett mit anschließend einem Gläschen Champagner auf der Dachterrasse.

Restaurant Zauberlehrling, Rosenstr. 38, 70182 Stuttgart

www.zauberlehrling.de

Und weiter geht es mit den Beiträgen im Rahmen der Serie “Weinwissen” – und zwar wollen wir die Frage beantworten “was ist die optimale Trinktemperatur für Wein”?

Die ideale Trinktemperatur

Nicht zu warm und nicht zu kalt – wer Wein genießen will, der weiß: auf die richtige Temperatur kommt es an, damit der gute Tropfen sein Bouquet voll entfalten kann. Übrigens: die Regel, Rotwein bei Zimmertemperatur zu servieren, stammt aus Zeiten vor Einführung Zentralheizung. Auch die Empfehlung, Weißwein aus dem Kühlschrank zu servieren, ist nicht in allen Fällen angebracht. Ein spritziger Soave wirkt bei 8 °C angenehm erfrischend, ein gehaltvoller im Barrique ausgebauter Chardonnay gibt sich bei dieser Temperatur eher verschlossen, hart und abweisend.
Generell gilt: Bei niedrigen Temperaturen tritt die Säure hervor, die Bitterkeit ist weniger spürbar und die Süße wirkt angenehm. Bei zu hohen Temperaturen hingegen schmecken die Weine bitter und der Alkohol wird dominierend. Deshalb empfehlen sich die folgenden Trinktemperaturen:

Weisswein

6-9 °C
Der natürliche, unvergorene Zucker der Süß- und Likörweine (Sauternes, Trockenbeerenauslesen) wirkt bei dieser Temperatur nicht klebrig.

9-10 °C
Schaumweine, Champagner und leichte, junge Weine (Soave), leichte Roséweine.

10-11 °C
Ideale Temperatur für alle trockenen, fruchtigen und säurebetonten Weißweine (Riesling, Sauvignon Blanc).

11-13 °C
Würzige und reife Weine, Champagner, Weißweine aus dem Barrique (Chardonnay), kräftige Roséweine.

13-15 °C
Halbtrockene und körperreiche Weine. Weißweine mit mehr als 13% Alkohol.

Rotwein

Temperaturen unter 10°C sind nicht zu empfehlen, da die sortentypische Ausprägungen und die Feinheiten des Weines verschwinden

11-14 °C
Junge, fruchtige Weine, Landweine, Beaujolais, können bei dieser Trinktemperatur ihr bestes Aroma ausbilden.

14-15 °C
Kräftige, gehaltvolle Weine entfalten zwischen 14 und 15 Grad temperiert, ihre aromatischen Stoffe voll (Merlot, Chianti, Tempranillo).

15-19 °C
Das Weinbouquet kommt bei dieser Temperatur voll zur Geltung bei Syrah, Cabernet, Barolo oder einem Amarone

über 19 °C
Diese Temperatur ist eher nicht zu empfehlen weil die Geruchsentwicklung dann sehr intensiv und die Verdampfung von Alkohol hoch ist, was man dann eher als unangenehm empfindet.

Wein optimal temperieren
Es liegt in der Natur der Dinge, dass sich Temperaturunterschiede ausgleichen. Wie schnell dieser Vorgang vor sich geht, hängt sehr von der Umgebungstemperatur ab. Gerade im Sommer kann dies Probleme bereiten, denn ein sommerlich warmes Glas ist der größte Feind eines jeden perfekt temperierten Weines. Da empfiehlt es sich, den Wein einige Grade kälter zu servieren.

Weiß- und Roséweine können problemlos einige Tage im Kühlschrank gelagert werden. Gehaltvolle Weine eine halbe oder ganze Stunde vor dem Genuss aus dem Kühlschrank nehmen.

Leichte, fruchtige Rotweine können wie Weißweine im Kühlschrank gelagert werden. Diese schmecken an einem warmen Sommertag leicht gekühlt sehr erfrischend. Gehaltvolle, kräftige Rotweine eine bis zwei Stunden vor dem Genuss in den Kühlschrank stellen.

Und wenn es einmal schnell gehen soll: Eine zu warme Flasche für kurze Zeit ins Tiefkühlfach legen. Eine zu kalte Flasche in angewärmtes – maximal handwarmes – Wasser stellen.

Diesem Thema hatte ich mich in einem anderen Post schon einmal ausgiebig gewidmet. Nichts desto trotz möchte ich an dieser Stelle im Rahmen der Serie „Weinwissen für Einsteiger“ noch einmal darauf eingehen.

Grundsätzlich gilt natürlich auch hier die Regel „es passt was schmeckt!“. Wenn man aber einige einfache Regeln berücksichtigt, tut man sich leichter bei der Auswahl passender Weine und erspart sich vielleicht die ein oder andere schlechte Erfahrung.

Die einfachste Regel lautet: Regional passt immer. Wenn ihr zu einem regionalen Gericht einen Wein aus der gleichen Region wählt, liegt ihr richtig. Speisen und Wein der gleichen Region verbindet die gemeinsame kulinarische Tradition sowie die gleichen klimatischen Bedingungen und können wunderbar miteinander kombiniert werden.

Weiter gilt: eine Speise und der passende Wein sollten die gleiche Stilhöhe haben. So passt zu delikaten leichten Aromen eines Essens eher ein feiner, leichter Wein, während ein schwererer, alkoholreicher Wein zu einem kräftigen Essen wie dunklem Fleisch die bessere Wahl ist. Gerichte mit vornehmlich sauren Aromen wie Zitrusfrüchten oder Tomaten harmonieren am besten mit einem säurebetonten Wein wie zum Beispiel einem Riesling oder Sauvignon Blanc.

Zum Dessert gibt es eine einfache Regel: Der passende Wein sollte mindestens ebenso süß wie das Dessert sein. Auch zu süßen Gemüsen, wie beispielsweise Karotten, passen reife, runde Weine wie ein in Eichenfässern ausgebauter Chardonnay besonders gut.

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Eine weitere Regel bezieht sich auf die Aromenkompatibilität. So passt ein Riesling beispielsweise weniger gut zu einer Süßspeise. Der Wein schmeckt in dieser Kombination eher sauer. Auch Salz und Tannin vertragen sich nicht besonders gut. Daher sollten Sie zu einem kräftigen Käse wie Roquefort nicht unbedingt einen schweren Bordeaux wählen. Getreu dem Motto: „Gegensätze ziehen sich an“ kann ein bewusster Kontrast jedoch auch sehr genussvoll sein. So kombinieren Kenner einen Süßwein wie Sauternes beispielsweise gerne mit salzigen Speisen wie kräftigem Käse.

Welcher Wein zu welchem Essen?

Steak & Roastbeef

Ob saftiges Steak oder Roastbeef: Zu dunklem, gebratenem Fleisch sind saftig-fruchtige bis intensive Rotweine mit Schwarze-Johannisbeer-Aromen wie beispielsweise ein Cabernet Sauvignon aus südlichen Gefilden, ein Tempranillo aus Spanien, ein Carmenere aus der neuen Welt die idealen Partner. Auch empfehlenswert könnte hier ein Rotwein aus Südfrankreich sein.

Dunkles Fleisch mit viel Soße

Zu Rouladen oder einem Rinderbraten harmonieren samtige Rotweine mit Erdbeeraromen wie z.B. Pinot Noir, Spätburgunder oder auch hier die Spanier aus Rioja und Navarra.

Spaghetti & Lasagne

Hier greift Regel Nr. 1: „Regional passt immer!“. Zu den italienischen Klassikern passen die typischen italienischen Rotweine wie Chianti, Barbera oder Barolo besonders gut. Auch samtig fruchtige bis tanninarme, mild-säuerliche Rotweine wie ein Merlot oder Beaujolais begleiten die italienischen Speisen hervorragend.

Ente, Gans & Wild

Würzig-warme Rotweine wie australischer Shiraz, Côtes du Rhone Villages aus Frankreich oder der Zinfandel aus Kalifornien ergänzen den kräftigen Geschmack von Ente, Gans und Wild aufregend mit ihren dichten Beeren- und Schokoladenaromen.

Garnelen & Meeresfrüchte

Zu Garnelen, Muscheln, Scampi & Co. passen knackig-frische bis säuerlich-pikante Weißweine wie Riesling, Pinot Grigio oder Sauvignon Blanc besonders gut. Aber auch samtig weiche Rotweine mit Beerenaromen wie ein leichter Spätburgunder / Pinot Noir harmonieren gut mit den delikaten Meerestieren.

Gegrillter und gebratener Fisch

Zu gegrilltem und gebratenem Lachs, Thunfisch oder Rotbarsch passt ein Chardonnay mit einem würzigen bis toastigen Aroma hervorragend.

Helles Geflügel- und Schweinefleisch

Auch mit hellem Geflügelfleisch wie Huhn oder Truthahn sowie mit Schweinefleisch harmonieren besonders die knackig-frischen bis blumig-aromatischen Weißweine, wie Riesling, Sauvignon Blanc oder Chardonnay. Doch auch samtig weiche Rotweine mit Beerenaromen wie Pinot Noir oder vielleicht sogar ein Rioja können gut zum hellen Fleisch passen.

Thailändische & chinesische Gerichte

Blumig-aromatische Weißweine, die intensiv duften und exotische Aromen haben, gehen mit der exotischen Asiaküche eine spannende Liaison ein. Ein Riesling beispielsweise passt gut zu Gerichten die auch Ingwer enthalten. Zu Sushi passt hervorragend ein Sauvignon Blanc aus der neuen Welt. Eine weitere Empfehlung – wer es edel mag – ist ein Amarone zu beispielsweise süß-sauren Gerichten aus Asien. Grundsätzlich empfehlen sich auch schwere Neue-Welt-Weine, z.B. aus Australien, zu asiatischen Gerichten mit dunklem Fleisch und Sauce.

Das wein-lese.net wünscht allen Lesern ein gesundes, frohes und erfolgreiches Jahr 2011. Und viele interessante Weinerfahrungen!

Weißwein wird hauptsächlich auf zwei Arten erzeugt: durch klassisches Entrappen, Mahlen und anschließendes Pressen oder durch die so genannte Ganztraubenpressung. Der wichtigste Unterschied bei der Herstellung von Weißwein und Rotwein, die sich ansonsten sehr ähnlich ist, besteht darin, dass beim Weißwein nur der Saft der Trauben vergoren wird, beim Rotwein hingegen die Trauben samt Schale vergoren werden. Da die Farbstoffe der Traube in der Schale sitzen, ist es für Weißweine notwendig, den reinen Saft zu vergären.
In der Regel entweder im temperaturkontrollierten Stahltank, im traditionellen Holzfass oder im Barrique. Chardonnay beispielsweise entwickelt vor allem bei Barriquegärung sein ganzes Potenzial, Riesling dagegen im klassischen Holzfass oder im Stahltank. Nach der Gärung werden viele Weißweine einem Säureabbau unterzogen. Anschließend folgt entweder eine weitere Ausbauzeit, z. B. im Barrique oder auf den Hefen im Stahltank, oder der Wein wird direkt abgefüllt.
Welche „großen“ Weißweine gibt es auf der Welt? Die besten oder größten Weißweine zu benennen fällt schwer. Meinungen hierzu gehen weit auseinander. Natürlich gehören Rieslinge von Rhein oder Mosel dazu, sowohl in ihren trockenen wie auch in den lieblichen Varianten. Weiße Burgunder von den Spitzenlagen in Puligny oder Chassagne sind ebenso zu nennen wie einige Weißweine aus Marsanne sowie dem französischen und Schweizer Rhônetal. Weiter zählen dazu Grand-Cru-Weine aus dem Elsass, weiße Cuvées aus dem Friaul, eine Reihe von Chardonnays aus der Neuen Welt oder in erster Linie aus dem französischen Chablis. Neuseeland hat sich in den letzten zwanzig Jahren einen exzellenten Ruf für Sauvignon Blanc Weine aufgebaut.

Da wir uns in den letzten Wochen viel mit Themen rund um die gehobene Gastronomie beschäftigt haben und Interviews mit bekannten Top-Sommeliers wie Hendrik Thoma und Evangelos Pattas veröffentlicht haben, wird es nun mal wieder Zeit, uns dem Wein zu widmen bzw. das Weinwissen etwas aufzupolieren. Schließlich ist Wein ein sehr anspruchsvolles Getränk und ein Mindestmaß an Wissen rund um den Wein ist notwendig, um ihn stilvoll genießen zu können. Wie tastet man sich aber als Einsteiger an dieses Thema heran? Welcher Wein passt zu welchem Essen? Wo einkaufen? Wann korkt ein Wein? Fragen über Fragen. Und mit den Antworten auf all diese Fragen wollen wir uns kontinuierlich in der nächsten Zeit beschäftigen. Folgende Themen rund um das notwendige Weinwissen werden wir auf wein-lese.net beantworten:


Wie wird Rotwein hergestellt?
Wie wird Weißwein hergestellt?
Wein kaufen – hilfreiche Tipps für die Auswahl des richtigen Weines.
Welches ist die optimale Trinktemperatur für welchen Wein?
Welches Weinglas passt zu welchem Wein und warum?
Wie führt man eine Weinprobe zuhause durch?
Wein und Essen – was passt zusammen?


Heute beginnen wir die „kleine Wein-Regelkunde“ mit Informationen zum Rotwein. Wie wird Rotwein eigentlich hergestellt und woher kommt beispielsweise die rote Farbe?

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Am Anfang der Rotweinherstellung steht die Ernte – das Lesen der Trauben. Die eigentliche Weinproduktion, das Vinifizieren, beginnt mit dem Entrappen und Mahlen der Trauben. Das Entrappen ist das Trennen von Stielen und Blättern. Beim anschließenden Maischen werden die Trauben gepresst, die Maische in Behälter geleitet, wo entweder eine Kaltmazeration stattfindet oder die Maische kurzfristig erwärmt wird, um die Farbausbeute zu verbessern. Die Gärung erfolgt in Kupfertanks oder Fässern und beginnt nach Beifügen von Hefe. Die Hefe dient als natürlicher Katalysator, um den enthaltenen Zucker in Alkohol umzuwandeln. Die Temperaturen während der Gärung erreichen nicht selten 40°C und mehr. Nach der Gärung wird der Rotwein zum Beispiel in Barriquefässern gelagert – diese bestehen oft aus Eichen- oder Buchenholz. Die Holzart hat starken Einfluss auf die geschmackliche Eigenschaft des Rotweins. Das Abfüllen und eine eventuell anschließende Lagerzeit in der Flasche machen den Wein verkaufsfertig. Die Herstellung von Rotwein und Weißwein unterscheidet sich: Rotweine werden im Gegensatz zu Weißweinen mit den Schalen vergoren. Der Alkohol wirkt hierbei als Lösungsmittel und entzieht den Schalen, den Stielen und den Kernen Farbe, Tannin und ihre aromatischen Bestandteile – so entsteht auch die rote Farbe und damit der Rotwein.
Wichtige und bekannte Rotweinsorten sind bspw. der Cabernet Sauvignon, der Merlot, und der Pinoit Noir (in Deutschland Spätburgunder genannt). Es gibt unzählige weitere Traubensorten bzw. Rotweine die wir an dieser Stelle nicht alle aufzählen möchten.
Woher kommen die besten Gewächse und welches sind die großen Rotweine derzeit? Eine Liste großer Rotweine wird immer unvollständig und auch subjektiv sein. Französische Gewächse werden in fast jeder Aufstellung an erster Stelle genannt, und zwar die roten Burgunder und die großen Bordeauxgewächse, zum Beispiel die Châteaux Latour, Margaux, Haut-Brion, nicht zu vergessen auch die Crus der Rhône, z.B. Côte-Rôtie oder Châteauneuf-du-Pape. Italien ist mit Barolo, Barbaresco, Brunello di Montalcino, Riservaqualitäten von Chianti Classico und Amarone vertreten. Spanien hat vor allem in den 1990er-Jahren mit Rotweinen von Priorat und Ribera del Duero und aus dem Rioja auf sich aufmerksam gemacht. Amerika steuert Cabernet Sauvignon aus dem Nappa Valley bei, Australien seine besten Shirazweine und auch aus Chile sowie Südafrika kommen inzwischen höchstwertige Rotweine.
Zu den einzelnen Rotweinsorten wollen wir im Rahmen der kommenden Weinproben sukzessive näher eingehen. Das würde an dieser Stelle ganz sicher den Rahmen sprengen.

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