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Dem charismatischen Cristiano van Zeller, Winzer im Douro und bekannt für seinen Charme, sein rhetorisches Geschick, seine Lust am Feiern und seine Freude am Genießen, bereitete Robert Parker, der amerikanische Wine Advocate, eine riesengroße Freude: Der Rotwein Quinta do Vale D. Maria 2009 wurde mit sagenhaften 96 Punkten bewertet. Damit zählt dieser Douro DOC Wein zu den höchstbewerteten portugiesischen Weinen
Der Quinta do Vale D. Maria 2009 ist aus traditionellen portugiesischen Rebsorten wie Touriga Nacional, Tinta Amarela, Rufete, Tinta Barroca, Tinta Roriz, Touriga Francesa und Sousão gemacht, die als Gemischter Satz in besonders alten Rebanlagen gemeinsam wachsen. Wie nahezu alle Weine von Cristiano van Zeller wurde der Vale D. Maria in traditionellen Lagares fußgestampft, bevor er in Barriquefässern heranreifte. Dieser Wein besticht durch eine tiefschwarze Farbe und verströmt wunderbare Aromen von Himbeeren und roten Kirschen mit feinen Schokoladentönen und Pflaumen.
Laut Robert Parkers Portugal-Verkoster Mark Squires verfügt Vale D. Maria 2009 nicht nur über eine außergewöhnliche Struktur und Balance, sondern auch über ein enormes Reifepotential. Und: „Der Wein ist in diesem Jahr faszinierend sexy! Aber das ist nicht alles. Die Tannine sind noch ein wenig dominant, das Holz noch zu präsent, doch das wird sich integrieren. Geben Sie dem Wein fünf bis sechs Jahre Zeit und er wird nicht nur einer der besten von Vale D. Maria sein, sondern vermutlich einer der besten des Jahrgangs überhaupt.“ Auch weitere Weine von Cristiano van Zeller haben hohe Bewertungen erhalten. Mark Squires: „Es ist die beste Serie, dich ich von Van Zeller jemals probiert habe.” 
Als Mitglied der Douro Boys, einer Gruppe von fünf hoch angesehenen portugiesischen Weinproduzenten aus dem Dourotal, hat Cristiano van Zeller mit dieser Bewertung dafür gesorgt, dass die portugiesische „Siegesserie“ anhält. Erst Ende November ließen die Douro Boys mit fantastischen Bewertungen aufhorchen: Gleich drei Weine schafften es unter die Top 100 des Wine Spectator. Seit ihrer Gründung im Jahr 2003 setzen sich die Douro Boys unermüdlich für die Qualität und die Bekanntmachung des portugiesischen Weins auf der ganzen Welt ein. Die fünf Familien (Roquette/Quinta do Crasto, Olazabal/Quinta do Vale Meao, van Zeller/Quinta do Vale D. Maria, Niepoort/Niepoort und Ferreira/Quinta do Vallado) waren die ersten, die mit vereinter Kraft als Botschafter des portugiesischen Weins in die Welt gezogen sind. Unermüdlich reisen sie in alle fünf Kontinente, um sowohl Weinexperten als auch Konsumenten von dem großartigen Potenzial der Douro Weine zu überzeugen und sie bekannt zu machen.
Big is beautiful! Das gilt in mancherlei Hinsicht auch für den Wein. Wein in überdimensional großen Flaschen hat nichts mit Größenwahn zu tun, sondern mit Qualität. Und deshalb bittet das Hotel Louis C. Jakob in Hamburg zur Big Bottle Party. Die Veranstaltung ist inzwischen Tradition und findet schon zum fünften Mal statt.
Die Flaschen bei der Big Bottle Party fassen sechs Liter. Waum aber soll Wein aus 6 Liter Flaschen besser oder zumindest anders sein als ein Wein aus der 0,75 Liter Flasche? Es liegt daran, dass die Weine durch die langsamere Reifung subtilere Aromen entwickeln und auch länger haltbar bzw. lagerfähig sind. Deshalb füllen die Winzer – wenn überhaupt – nur die besten Weine in die 6 Liter Flaschen ab.
Wie die Welt am Sonntag schreibt, erwartet das Louis C. Jakob zur Big Bottle Party mehr als 400 Gäste. Ein Großteil der zur Verfügung stehenden Karten ist also bereits vergriffen. Die Gäste erwarten Weine ausgesuchter Winzer aus der ganzen Welt. Etwa ein Drittel der Big Bottle-Weine stammt aus Deutschland. Außerdem werden Winzer aus Frankreich, Portugal, Ungarn sowie aus Kalifornien, Südafrika und Neuseeland ihre Weine präsentieren. Die Stände sind im ganzen Haus aufgebaut und laden zum Verkosten und Diskutieren mit den Winzern ein. Um das Big Bottle-Erlebnis abzurunden, hat das Jakob zusätzlich acht Spitzenköche eingeladen, die individuelle Köstlichkeiten zubereiten. Darunter finden sich so bekannte Namen wie Sven Elverfeld aus dem Ritz Carlton in Wolfsburg, Michael Hoffmann aus dem Margaux in Berlin, Nigma Scherpa aus dem East Hamburg oder Martin Göschel vom Hotel Paradies in der Schweiz.
Wer die Abwechslung vom Wein sucht, der hat auch die Möglichkeit bayerisches Unertl-Bier zu probieren – natürlich aus 6 Liter Flaschen. So ist das eben bei der Big Bottle Party.
Qualitativ hochwertige Weine von ausgewählten französischen Winzern gibt es bei Vigno, einer neuen Internetplattform, zu außergewöhnlich guten Preisen. Wir haben einen der dort angebotenen Weine verkostet – den Pernand-Vergelesses Clos Berthet Premier Cru aus dem Jahrgang 2007 vom Weingut Dubreuil-Fontaine.
Internernetschnäppchen, Deals und Auktionen sind in aller Munde. Erwähnt sei in diesem Zusammenhang beispielsweise Groupon, oder Daily Deal. Ein internationales Gründerteam aus Deutschland, Frankreich und England schickt sich nun an, sich dem Thema Wein zu widmen und hochwertige Weine über eine Dealplattform im Internet zu vermarkten. Seit der Vinexpo, der weltweit größten Messe für Wein in Bordeaux, können sich Online-Shopper über die neue (W)einkaufsmöglichkeit im Internet freuen. Bei Vigno haben auch Privatkunden die Möglichkeit, erstklassige Weine mit einer Ersparnis von teilweise mehr als 50%, direkt vom Erzeuger-Weingut zu kaufen. Bei den zeitlich limitierten Verkaufsaktionen kann Vigno die Verkaufspreise anderer Anbieter deutlich unterbieten. Vigno kooperiert dabei mit weltweit renommierten Weingütern und Winzern und setzt auf eine exklusive Auswahl, die sich vor allem an den hochrangigen Bewertungen der Weine durch Parker, Robinson und Gault Millau spiegelt.
Raphael Agasse, Einkaufsleiter und Sommelier von Vigno: „Wir suchen uns gezielt Weine und Champagner für unsere Verkaufsaktionen aus, für deren Qualität bekannte Sommeliers stehen und die auch wir bedingungslos empfehlen können. Viele Weine die wir anbieten, sind in Deutschland nur schwer zu bekommen, da sie nicht aus Frankreich exportiert werden. Deshalb sind die Weine nur in limitierten Stückzahlen bei Vigno erhältlich. Wer also bei unseren einzigartigen Aktionen zum Zuge kommen will, muss schnell sein.“
Wir von wein-lese.net haben einen der bei Vigno angebotenen Weine verkostet – den Pernand-Vergelesses Clos Berthet Premier Cru aus dem Jahrgang 2007 vom Weingut Dubreuil-Fontaine. Um es vorweg zu nehmen – das WeinLese-Urteil: Top!
Das Weingut Dubreuil-Fontaine, gelegen an der Cotes-dOr produziert auf 20 Hektar 20 Appellationen, von denen 8 Premier Cru und 4 Grand Cru sind. Das Weingut, das es bereits seit 1879 gibt und das Jahr für Jahr für die Qualität seiner Weine großes Lob erfährt, wird geleitet von Christine Gruère-Dubreuil
Der Pernand-Vergelesses Clos Berthet Premier Cru ist ein Weißwein höchster Qualität. Sehr trocken – wie man es von einem Pernand-Vergelesses aus der Bourgogne erwartet. Leicht mineralisch, dezente Kaffeenoten die vermutlich vom Holz kommen. Was die Frucht anbelangt: klar und in Richtung getrockneter Ananas. Dezente und schöne Säure, sehr ausgewogen und lang. Auch am zweiten Tag ist dieser Wein noch eine Wucht, vielleicht sogar noch ausgewogener als am ersten Tag. Insgesamt ist dieser Premier Cru eine klare Empfehlung und ein Geheimtipp, weil in Deutschland schwer erhältlich. Zur Zeit gibt es den Pernand-Vergeless nicht als Deal bei Vigno.de. Die Macher von Vigno haben uns aber versichert, dass er zeitnah bei Vigno wieder erhältlich sein wird. Wir freuen uns darauf.
Montepulciano, ein reizender Ort dessen prachtvolle Palazzi von einer mittelalterlichen Stadtmauer umschlossen werden, liegt ganz im Süden der Toskana an der A 1 Richtung Rom. Dieses pittoreske Örtchen thront auf einem 600 m hohen Hügel über dem Val di Chiana und dem Lago di Montepulciano. Das nur 50 km entfernte Siena hat seinen berühmten Palio (Stadtteil-Pferderennen), Montepulcianos acht Stadtteile immer im August ihren spektakulären „Bravio delle Botti“ (Weinfässer-Hügelrennen). Montepulciano machte schon im Mittelalter von sich reden. Grund, der hervorragende, edle Wein, der Vino Nobile di Montepulciano.
Bis ins 17. Jahrhundert ein Wein der „Königsklasse“, erlangte er 1966 wieder DOC-Status. 1981 erfolgte die Höherstufung in den DOCG-Status und nun ist er wieder in „aller Munde“. Der dunkelrote, vollmundige, komplexe, mit 12,5% vol. Alkohol sehr kräftige Wein, besticht mit einem langen, angenehmen Abgang dank samtiger Tannine. Geschmacklich dominieren dunkle Beeren, im Bouquet ist ein Hauch von Veilchen interpretierbar. Der Wein von den Hängen des Städtchens Montepulciano besteht mindestens zu 70%, manchmal auch 100%, aus der Sangiovese-Traube (Prugnolo-Gentile). Für den Verschnitt werden gern die Traubensorten Trebbiano, Canaiolo und maximal 10% einer weißen Traube beigemischt. Er reift zwei Jahre im Fass und verträgt in der Flasche eine lange Lagerzeit. Er hat keine Trauben-Verwandtschaft mit den Montepulciano-Weinen aus den Regionen Abruzzen und Marken, deren Grundstock die Montepulciano-Traube ist. Die Winzer von Montepulciano orientieren sich im Niveau an den großen Weinen, etwa dem Brunello, ihrer direkten toskanischen Nachbarn der Region Montalcino. Wobei sie in der Preisgestaltung deutlich moderater sind als diese. Nach einer dreijährigen Reifezeit, einem Alkoholwert von 13%, erhält er die Zusatzbezeichnung „Riserva“.
Neben den führenden Weingütern Avignonesi, Polizian und Boscarelli, gehört die “Fattoria del Cerro“ zu den Spitzenreiter. Mit dem „Vino Nobile di Montepulciano Riserva DOCG 2005 0,75 l hat del Cerro einen perfekten Vino Nobile aus 90% Prugnolo Gentile- und 10% Canaiolo-Trauben geschaffen. Die um 12 Tage verlängerte Maischestandzeit bewirkt einen sehr dichten, komplexen Körper von großer Tiefe. Statt des Veilchen-Bouquets kommt neben den dunklen Beeren eine deutliche Schwarzkirschen-Komponente zum Tragen. So eignet er sich hervorragend zu Wildgerichten, Braten aus dunklem Fleisch und kräftigem Käse. Seine optimale Trinkreife liegt zwischen 2007 und 2013.
Dieser Wein kann beispielsweise beim Online-Weinversand www.lakaaf.de erworben werden.
Und noch einmal geht es in die Toskana. NachTraiana. Das besondere an dieser Entdeckung der Toskana-Reihe ist, dass der Wein – wieder ein klassischer Chianti – aus biologischem Anbau stammt. Vom Weingut Fattoria La Traiana.
Dieser traditionsreiche Betrieb liegt im Vald’Arno Tal im gleichnamigen Ortsteil Terranuova Bracciolini zwischen Florenz und Arezzo.

Als in Italien die EU-Ökoverordnung eingeführt wurde, erhielt der Betrieb das Zertifikat für den biologischen Anbau. An der Bewirtschaftung der Weinberge änderte das allerdings wenig, da die Familie Gigante, die Besitzer der Fattoria, die sich schon seit Jahrhunderten mit Weinbau beschäftigen, auch schon immer auf den Einklang zwischen Tradition, Natur und Mensch Wert gelegt haben.
Die Rebberge umfassen rund 65 Hektar, wovon 35 Hektar dem Chianti DOCG-Anbaugebiet zugerechnet werden. Teilweise sind Rebberge und Rebstöcke schon 40 Jahre alt. Die meisten Anbauflächen, vor allem die für den Chianti La Traiana Superiore DOCG, sind klassische Hanglagen mit Südost-Ausrichtung.

Kommen wir zum Wein. Wie bereits erwähnt, geht es um den Chianti Superiore aus dem Jahr 2005. Das Klima war in diesem Jahr günstig und ausgeglichen. Die Gegend um das Vald’Arno Tal wurde von den verheerenden Sommerregen, die es in diesem Jahr in der Toskana gab, weitgehend verschont. Die Trauben wurden von Hand gelesen und noch im Weinberg sortiert. Ende September war die Weinlese beendet. Für den Chianti Superiore wurden ca 90% Sangiovese verwendet, dazu weitere typisch toskanische Rotweinrebsorten. Ein Teil des Weines ist für ca. ein halbes Jahr in zwei Jahre alten Barriques gereift. Anschließend wurde der im Barrique ausgebaute Teil mit dem restlichen Wein in Stahltanks verschnitten und abgefüllt. Der Flaschenausbau dauerte mindestens weitere 3 Monate.
Farbe: Intensives rubinrot das ins Violette läuft.
Bouquet: In die Nase steigt der Duft von Johannisbeeren, der für Sangiovese typische Duft von Sauerkirschen, Waldbeeren. Eine leicht bumige Note und Kräuteraromen sind zu erkennen.
Geschmack: Am Gaumen entfaltet sich der Chianti Superiore weich und ausgeglichen mit sanften Tanninen sowie einem aromatischen Abgang.
Speiseempfehlung: Zu Fleich oder Pasta mit dunklen Soßen. Als Trinktemperatur sind 18 Grad optimal.
Fazit: Ein super Chianti aus biologischem Anbau. Klare Empfehlung- allerdings schwer oder gar nicht erhältlich in Deutschland. Deshalb: bei der nächsten Toskana Reise einfach mal weniger Gepäck mitnehmen und den Kofferraum mit Wein beladen!
Wie bereits angekündigt, wollen wir noch die ein oder andere Entdeckung der letzten Toskanareise hier besprechen. In dieser Reihe darf natürlich nicht der Besuch des Weingutes Barone Ricasoli fehlen.
Die berühmte Adelsfamilie in der Toskana betreibt schon seit über 700 Jahren Weinbau und zählt damit zu den ältesten Weingütern der Welt.
Baron Bettino Ricasoli (1809-1180) erbte um 1830 das vernachlässigte Familiengut Castello di Brolio im Herzen des Chianti Classico und begann in großem Stil, den Weinbau zu reformieren. Er besuchte Frankreich und Deutschland, studierte dort intensiv den Weinbau und importierte zahlreiche Rebsorten in die Toskana. Baron Bettino Ricasoli – so erzählt man – war es auch, der 1872 das „Rezept“ für die Rebsortenzusammenstellung des klassischen Chianti entwickelt hat, das fast 100 Jahre später auch als Grundlage für die Definition der DOC- Bestimmungen diente. Das moderne Chianti-Rezept hat sich seitdem aber entscheidend geändert. In den 60er-Jahren war Ricasoli einige Jahre in Händen des internationalen Konzerns Seagram, was zwar zu einer exorbitanten Ausweitung der Produktion führte, sich aber kontraproduktiv auf Qualität und Image ausgewirkt hat. 1990 wurde Ricasoli vom australischen Unternehmen Hardy gekauft. Nach einigen bewegten Jahren hat Barone Francesco Ricasoli mit Beteiligung von Freunden den alten Familienbesitz zurückgekauft. Seit 1993 ist die berühmte Weinkellerei aus Gaiole also endlich wieder im Besitz der Familie Ricasoli selbst. In 32. Generation zeichnet Barone Francesco Ricasoli für die Geschicke des Hauses verantwortlich. Mit welchem Erfolg er dies tut, zeigen die Auszeichnungen, die Barone Ricasoli seither regelmäßig einfährt.

Von rund 1.200 Hektar Landbesitz der Ricasolis, die fast komplett in der Gemeinde Gaiole liegen, sind 230 Hektar Weinberge. Auf mehr als 150 Hektar wird Sangiovese angebaut. Der Rest ist mit Cabernet Sauvignon, Canaiolo Nero, Chardonnay, Malvasia del Chianti und Merlot kultiviert. Einer der Hauptweine ist der Barone Ricasoli Brolio Chianti Classico DOCG um den es gleich auch gehen soll.
Vorab noch ein Wort zum Castello selbst. Das Castello ist durchaus einen Besuch Wert, auch wenn es inzwischen kein Geheimtipp mehr ist. Das Castello Brolio und seine Mitarbeiter sind gut vorbereitet auf Gäste, ein großer Showroom lädt zum verkosten ein und natürlich können sämtliche Produkte vor Ort auch gekauft werden. Nicht nur Wein, auch Olivenöl wird in erstklassiger Qualität von Ricasoli hergestellt und kann hier verkostet werden. Genauso wie sämtliche Weine und Grappas die Ricasoli im Sortiment hat. Ein Ausflug zum Castello di Brolio lohnt sich schon wegen der schönen Umgebung und dem 250 Hektar großen Schlossgarten, der zu Spaziergängen einlädt. Wer also im Chianti unterwegs und mobil ist, dem sei der Besuch des Castellos durchaus empfohlen.
Nun also zum Wein, dem Brolio Chianti Classico 2008 DOCG von Barone Ricasoli. Dieser Wein wird gekeltert aus 90% Sangiovese, 10% Merlot & Canaiolo und reift 9 Monate im Holzfass.
Farbe:
Dunkle, rubinrote, funkelnde Farbe.
Bouquet:
Der 2008er Brolio Chianti Classico DOCG besticht durch Düfte von Veilchen und roten Früchten und Lakritz.
Geschmack:
Saftig, reichhaltig und sehr elegant, fruchtige Aromenfülle mit würzigen und Röstnoten des Holzes. Weiche Tannine. Grandioses Finale.
Speiseempfehlung
Rindfleisch – kurz gebraten, z.B. Rumpsteak, Filetsteak. Kalbfleisch – kurz gebraten, z.B. Kalbsrückensteak oder Kalbsfilet. Lamm – gebraten, z.B. Lammrücken, Lammcarree oder Lammfilet.
Fazit:
Ein Klassiker unter den Chiantis von einem der bekanntesten, besten und ältesten Chiantiproduzenten in Italien. Der Wein hat das Potenzial weitere 5-8 Jahre in der Flasche zu verbringen oder darf bereits in jungen Jahren ins Glas kommen.
Die Rhône zählt unumstritten zu den weltweit bedeutendsten Flüssen für den Weinbau. Die Appellation „Côtes du Rhone Village“ liegt im südlichen Abschnitt des großen Anbaugebietes, im Département Vaucluse. Nur 17 ausgewählte Dörfer dürfen ihre Weine als Côtes du Rhône Villages mit Angabe des Ortsnamens anbieten. Cairanne gehört dazu.
Die Domaine Camille Cayran – übrigens das drittgrößte Weinunternehmen der Region – führt deshalb neben einem Landwein und der Appellation Côtes du Rhône und Côtes du Rhône Villages auch verschiedene Côtes du Rhone Villages Cairanne-Weine im Programm. Nur 40 Kilometer nördlich von der Papststadt Avignon liegt die Kellerei des Maison Camille Cayran. Die Weinberge befinden sich im Norden des Vaucluse, zwischen den beiden Flüssen Aygue und Ouvèze. Ganz in der Nähe ragen die berühmten schroffen Felsspitzen des Gebirgszuges Dentelles de Montmirail und der Mont Ventoux in den Himmel. Die Nähe zum Mont Ventoux und zu Dentelles de Montmirail, kieselige Böden mit kalkhaltiger Tonerde sowie zur Sonne hin ausgerichtete Hänge schaffen fast perfekte Bedingungen für den Anbau von Weinen. Hinzu kommt ein Klima, welches gesundes und optimal ausgereiftes Lesegut begünstigt.
Die Philosophie des Maison Camille Cayran stützt sich auf drei Säulen:
Handarbeit: Die Parzellen sind kleinteilig – im Schnitt bearbeitet jeder Winzer nur neun Hektar. 80 Prozent der Parzellen werden von Hand gelesen.
Ein alter Rebstockbestand: Mehr als 70 Prozent der 1.200 Hektar umfassenden Rebfläche sind mit über 60 Jahre alten Reben bestockt; die Hälfte steht sogar unter 80-jährigen Rebstöcken!
„Agriculture Raisonnée“: Ein ähnliches Konzept wie das der integrierten Produktion, das einen umweltbewussten Umgang mit Ressourcen fordert.
Maison Camille Cayran ist ausgewiesener Rotwein-Spezialist: 84 Prozent der Produktion entfallen auf die Roten. Kellermeister Thierry Caymaris will die feminine Seite des Weins herausarbeiten, also weniger wuchtige Weine erzeugen, wie man sie sonst im Rhône-Tal häufig findet – eher elegante Tropfen. Da die Weinberge auf bis zu 276 Meter ü. NN liegen, ist stets eine gewisse Frische im Wein auszumachen.
Zum Wein: Beim La Réserve Cairanne 2009 handelt es sich um eine Cuvée die durch die Assemblage aus Grenache, Syrah, Mourvèdre und Vieux Carignan entstand. Die verwendeten Rebsorten tragen zum gesuchten Cairanne-Stil bei: Grenache Noir, Hauptbestandteil von bis zu zwei Drittel der Cuvée, bringt Frucht, Weichheit und Fülle. Syrah steuert fruchtige und florale Noten bei, aber auch Intensität und Konzentration. Struktur und Komplexität ist dem Mourvèdre zu verdanken. Die Cairanne-Rotweine sind mit ausgeprägten Kirschnoten sehr fruchtbetont, würzig und in der Regel sehr saftig.
Farbe: Sattes, tiefdunkles Rot mit violetten Reflexen.
Bouquet: Dunkle Kirschen, schwarze Johannisbeeren, etwas Pflaume, eine dezente Kräuternote, Pfeffer und Zimt.
Geschmack: Fruchtige Kirsche dominiert weiterhin, Kräuter und Tannine übernehmen. Langer Abgang. Am Gaumen zeigt sich dieser Rotwein wirklich gut strukturiert und konzentriert.
Speiseempfehlung: Zu kräftigen Gerichten, Schmorbraten, Entrecôte, zu Gegrilltem oder zu deftig würzigem Hartkäse.
Fazit: Würzig, kraftvoll aber nicht wuchtig wie viele Weine aus dem Rhône-Tal klassisch daherkommen. Es ist kein Wein der noch 20 Jahre im Keller liegen sollte – aber 5-6 Jahre hält er locker aus. Der 2009er Cairanne bietet sich für kalte Winterabende vor dem Kamin an, aber genauso gut im Sommer zum Grillen. Für Fans von kraftvollen, französischen Rhone-Weinen eine klare Empfehlung. Und bei einem Preis von 7-9 Euro erst recht.
Die Bodega Macia Batle findet sich am Ortsausgang von Santa Maria del Cami und gestaltet sich für mallorquinische Verhältnisse recht groß und auffällig. Es ist kein Schloss, eher ein zweckmäßiger aber moderner Neubau aus hellem Sandstein, der aber die Augen eines jeden Vorbeifahrenden auf sich zieht.
Das Weingut stellt bereits seit 1856 Weine her. 1998 hat Ramon Servals i Batle die Geschäfte übernommen, modernste Installationen vorgenommen und neue Maschinen und Technologien eingeführt. Macia Batle steht seitdem für eine Bodega, die auf traditioneller Basis modernste Weine entwickelt. 150 Hektar Rebfläche werden von der Bodega Macia Batle bewirtschaftet und damit 800.000 Liter Wein produziert. Der Fokus liegt auf autochthonen Rebsorten wie Manto Negro, Callet oder Prensal. Macia Batle ist ein Beispiel dafür, mit welcher Geschwindigkeit sich Mallorca zu einem inzwischen auch international geschätzten Weinland entwickelt hat.
Für den Macia Batle Tinto Anada wurde die inseltypische Sorte Manto Negro mit etwas Callet und den weltweit angebauten Sorten Cabernet Sauvignon und Syrah verbündet. Nach der Vergärung in Stahltanks reift der Wein zwei Monate in amerikanischen Eichenfässern. Das Ergebnis ist absolut spannend und interessant. Aber mehr dazu gleich. Vielleicht noch ein Wort zur Herkunftsbezeichnung: die Klassifizierung „Denominacion De Origin Binissalem“ steht für die Verwendung der für Mallorca traditionellen, autochthonen Trauben.
Nun also zum Wein.
Farbe: Kirschrot mit violetten Nuancen
Bouquet: Saftige Beeren und Zwetschgen bestimmen die Aromatik. Waldbeere, Kirsche, Gewürze, Tabak und dezente Eichenholznoten sind zu erkennen. Ein Hauch Vanille.
Geschmack: Elegant, frisch und sehr gut ausbalanciert. Guter Körper und sanfte Tannine. Beachtliche Länge.
Speiseempfehlung: Fleisch – Ente, Gans oder Wild. Auch passend zum Grillen.
Fazit: Mallorquinische Weine sind im Kommen. Die Qualität vieler Mallorca-Weine ist auf hohem Niveau. So auch sämtliche Weine der Bodega Macia Batle, die auf Mallorca inzwischen Kultstatus erlangt hat. Wer noch nie einen Rotwein Mallorcas im Glas hatte, dem sei der Macia Batle Tinto Anada Crianza von 2009 empfohlen. Ein spannender Wein der sofort getrunken werden kann oder durch weitere Lagerung noch mehr Geschmeidigkeit und Fülle erlangt.
„Kaiken“ ist eigentlich die Bezeichnung für die patagonische Wildgans. Kaiken ist aber auch der Name für einen argentinischen Wein des chilenischen Starwinzers Aurelio Monte. Als sich die Önologen von Montes auf die Suche nach geeigneten Rebflächen in Argentinien machten, landeten sie in Maipu in der Region Mendoza, einem Gebiet, das als gutes Cabernet Sauvignon Terroir bekannt ist. Auf 750 Höhenmetern gelegen, eignet sich der Boden aus Andengestein perfekt als Wärmespeicher der Feuchtigkeit schnell in unteren Schichten versickern lässt. Dadurch ist gewährleistet, dass die Reben kleine und aromaintensive Beeren entwickeln. Das Önologenteam um Aurelio Monte entschloss sich, dort einen Premium Wein zu produzieren – den Kaiken Ultra.
Für den Kaiken Ultra werden alle Trauben – übrigens ausschließlich Cabernet Sauvignon – von Hand gelesen, in die Kellerei gebracht und dort eingemaischt. Die Weine werden zu 80% für ein Jahr in Barriques aus französischer Eiche ausgebaut. Das Ergebnis ist ein hervorragender Wein.
Farbe: Der Kaiken Ultra kommt mit einer tief rubinroten Frabe ins Glas – für Cabernet Sauvignon typisch.
Bouquet: Das opulente Bouquet zeigt sich sehr von Frucht geprägt mit Aromen von Cassis, Kirschen, Brombeeren, Schokolade, Vanille, Tabak, Minze und Veilchen.
Geschmack: Am Gaumen konzentriert und samtig mit saftiger Frucht. Eine für einen neue Welt Wein typische „Marmeladigkeit“ ist nicht wegzudiskutieren. Schöne Würze und ein langer, beeindruckender Nachhall.
Speiseempfehlung: Ein Steak passt ganz hervorragend zu diesem Wein.
Fazit: Ein kräftiger Neue Welt Wein aus Argentinien, der durch die Reinheit seiner präsenten Aromen beeindruckt. Der Montes Kaiken Ultra ist ein großer Wein mit Eleganz, vollem Körper und angenehmen Tanninen. Wer sich mit einem tiefdunklen, schweren Wein anfreunden kann und bereit ist, knapp über 10 Euro für die Flasche Wein zu investieren, dem sei der Kaiken Ultra aus Argentinien ans Herz gelegt.
Zusammenfassend: eine klare Empfehlung!

Der Weinblog BACcantus hat die Weinrallye #37 ausgerufen – mit dem Thema „Tout Blanc“. An dieser Rallye wollen wir als Newcomer uns auch beteiligen. Das Thema finde ich klasse. Und warum? Weil ich hier endlich einmal eine Weinnotiz zum Besten geben kann, die ich auf einer Reise durch Südfrankreich gemacht habe. Und wie es der Zufall so will handelt es sich bei dem seinerzeit verkosteten Wein um einen Weißwein aus dem Languedoc.
Da ich bekanntlich ein großer Fan des Weißweines an heißen Tagen bin, habe ich mich auch an diesem Tag, bei traumhaftem Wetter, im Restaurant Le Tilleul in Saint Paul de Vence, für einen Weißwein entschieden. Und da wir schon mal in Südfrankreich unterwegs sind, kann es ja auch ein Wein aus Südfrankreich sein. Und zwar handelte es sich um einen Ares Blanc, Jahrgang 2006 von der Domaine le Conte des Floris im Languedoc.
Aber zuerst einmal ein paar Worte zum malerischen Städtchen Saint Paul. Saint Paul ist ein kleines Künstlerörtchen nicht weit der Cote d’Azure. Schon immer beliebt bei Künstlern, haben sich viele von diesen dort niedergelassen, so kann man sich erzählen lassen. Marc Chagall dürfe einer der bekanntesten sein, der lange in Saint Paul gelebt hat. Saint Paul lädt ein zum Bummeln und Schlendern durch die schmalen Gassen, zum Verweilen auf dem gemütlichen Kirchplatz und zur Einkehr in eines der netten Restaurants rund um den Kirchplatz. Außerdem hat man durch die exponierte Lage des Städtchens einen traumhaften Blick auf das Umland.
Nun also ab ins Le Tilleul und eine Flasche Weißwein bestellt – Ares Blanc, Jahrgang 2006 von der Domaine le Conte des Floris / Coteaux du Languedoc. Dazu einen leichten Sommersalat mit gegrilltem Loup de Mer. Ein Traum!
Aber erst einmal zum Weingut, das von Daniel Conte des Floris, einem ehemaligen Weinjournalisten, geführt wird. Die Weinberge der Domaine erstrecken sich mit ca. 7 Hektar über die Gemeinden Pezenaz, Caux und Gabian. Die Trauben werden von Hand geerntet und Conte des Floris verwendet keinerlei Pestizide. Ziel von Conte des Floris ist es, unter möglichst geringem Einsatz von Technik, Weine zu produzieren, in denen das jeweilige Terroir maximal zum Ausdruck kommt. So auch beim Ares Blanc. Die Trauben die im Ares Blanc Verwendung finden sind die eher wenig bekannten Sorten Carignan Blanc, Marsanne und Terret Bourret. Und was dabei herausgekommen ist, ist ein ausdrucksvoller, sehr mineralischer Wein mit durchaus würzigem Duft. Gelbe Früchte und Honig kann man da riechen. Und Akazie. Auch am Gaumen dominiert gelbe und exotische Frucht – mit Anklängen provencalischer Kräuter. Sehr würzig und mineralisch mit einem langen Abgang.
Zusammenfassend möchte ich sagen, es handelt sich nach meinem Geschmacksempfinden um einen fast perfekten Weißwein, der ganz prima harmoniert mit sommerlich leichten Gerichten wie gegrilltem Fisch oder auch einem schönen Sommersalat. Und das Ganze direkt in Frankreich auf dem Kirchplatz im malerischen Städtchen Saint Paul an der Cote d’Azur genießen zu dürfen… mehr geht nicht! Ich schwelge in Erinnerungen.


