Archiv für die Kategorie „Lifestyle“

PostHeaderIcon Sangiovese Rosso di Rossi Romignano – 2007 IGT

Der im Folgenden besprochene Wein ist eine Entdeckung der letzten Toskana-Reise. Das Weingut von Riccardo Rossi liegt in der Nähe von Arezzo und ist gar nicht so leicht zu finden. Auf der Straße in Richtung San Giustino Terranuova weist noch ein Schild den Weg in Richtung „Agriturismo Villa Romignano“. Dann endet die Beschilderung aber und es geht über Feld- und Schotterwege ins Gelände. Irgendwann erscheint, prächtig auf einem Hügel gelegen, auf einer Höhe von 280 m, tatsächlich ein Haus – die Villa Romignano. Das Weingut um die Villa Romignano beläuft sich auf ca. 30 Hektar. Auf tonhaltigen, mit Sand durchsetzten Weinbergböden in Südlage wachsen hier die Trauben für die Weine von Riccardo Rossi.
Das prachtvolle Herrenhaus und eine ehemalige Scheune wurden im Jahr 2003 sorgfältig restauriert und zu zwei Ferienhäusern umgestaltet. Auf dem Areal gibt es zwei weitere Häuser: im einen wohnt die Besitzerfamilie Rossi, im anderen wohnen Angestellte des Landguts. In einem weiteren, eigens hergerichteten Gebäude werden auf Wunsch Weinproben und Abendessen mit traditioneller toskanischer Küche angeboten.


Als wir die die 500m lange Schotterauffahrt zu Fuß gemeistert hatten, läuft uns zufällig der Besitzer des Weingutes – Riccardo Rossi – über den Weg. Es ist Mittwoch-Nachmittag und Herr Rossi befindet sich gerade mitten bei der Arbeit und ist auf dem Weg in seinen Weinkeller. Trotzdem lässt er sich nicht lange bitten, und bietet uns auf Nachfrage an, dass wir einige Weine verkosten können. Authentischer kann ich mir eine Weinverkostung direkt beim Erzeuger in der Toskana nicht vorstellen: der Weingutsbesitzer steht in Gummistiefeln und voller Arbeitsmontur mit uns im dafür hergerichteten Verkostungsraum und stellt uns seine Weine vor. Außerdem ist Riccardo Rossi die Freundlichkeit in Person. Die Leidenschaft mit der er von seinen Weinen und seinem Weingut erzählt ist beeindruckend. Man spürt, dass unser Gesprächspartner mit Herz und Seele Weinerzeuger ist!
Zum Wein. Der Romignano Rosso di Rossi IGT ist ein Chianti IGT der rein ökologisch hauptsächlich aus Sangiovese gekeltert wird. Es handelt sich also um einen Biowein. IGT steht für Indicazione Geografica Tipica. Unter dieser Bezeichnung findet sich in Italien ein breites Spektrum von belanglosen Weinen bis hin zu höchstwertigen Weinen, denen eine DOC oder DOCG-Klassifizierung zum Beispiel deshalb verwehrt bleibt, weil sie aus anderen als den hierfür vorgeschriebenen Trauben gekeltert sind. Im Fall des Romignano Rosso di Rossi ist es so, dass der Weinberg aus dem die Trauben stammen schlicht und ergreifend nicht einem DOC-Gebiet zugeordnet ist obwohl er vielleicht bessere Trauben liefert, als der nebenan liegende Weinberg, der als DOC-Gebiet deklariert ist. Und genau das ist der Fall. In einer angrenzenden Fläche erntet Riccardo Rossi die Trauben für einen Chianti geringerer Qualität aber mit der Deklarierung DOCG.
Beim Rosso di Rossi sieht man schon im Glas, dass es sich um einen tollen Wein handelt. Die Farbe: Tiefes rubinrot. Schöne Schlieren zieht dieser Rotwein beim Schwenken im Glas. Der Duft: Aromen wie Kirschlikör, dunkle Beeren, Blaubeeren und ein Hauch Vanille. Der Geschmack: Angenehme und zurückhaltende Tannine. Ausgewogen. 13,5% Alkohol machen sich bemerkbar. Man kann die kerngesunden Trauben aus Weinbergen mit geringem Ertrag förmlich schmecken. Ein dichter körperreicher Wein. Die 12 Monate, die der Romignano Rosso di Rossi im Barrique ausgebaut wurde, nimmt man durch dezenten Holzgeschmack wahr.
Fazit: Ein sehr schöner Wein und eine absolute Empfehlung für Freunde des anspruchsvollen Chiantis. Schade nur, dass dieser Wein in Deutschland nicht erhältlich ist. Herr Rossi hat uns erzählt, bisher interessieren sich die deutschen Weingroßhändler nur für seinen Einstiegs-Chianti. Der ist eben günstiger – trotz DOCG-Auszeichnung – kommt aber an den Romignano Rosso di Rossi nicht heran. Kein Problem für mich: ich habe ein paar Flaschen aus der Toskana mitgebracht. Die schlummern im Keller und warten darauf, geöffnet zu werden. Bleibt nur zu hoffen, dass der Vorrat bis zum nächsten Toskana-Ausflug ausreicht.

PostHeaderIcon Restaurant uma

Das Restaurant uma wurde im Juni 2008 auf der Südseite des Hotel Adlon eröffnet und ist Teil eines Restaurantkomplexes, in dem sich auch das mit einem Michelin Stern ausgezeichnete MA Tim Raue und die Shōchū Bar befinden.


Geleitet wird das japanisch-inspirierte Restaurant uma von Küchenchef Stephan Zuber und Gastgeber Petros Panagiotidis. Petros Panagiotidis war zuvor in den Restaurants Grill Royal und Borchardt tätig. Dank seiner Erfahrungen in den angesagtesten Szenerestaurants der Hauptstadt verfügt er über ein ganz besonderes Netzwerk in Berlin. Seine prominenten Gäste schätzen dies sehr und rufen „ihren Petros“ daher auch gerne noch zu später Stunde an, um einen Platz bei ihm zu ergattern.


Das uma wurde vom Gault Millau im November 2008 bereits mit 17 Punkten ausgezeichnet und konnte diese Bewertung auch im Jahr 2009 halten.


Der Küchenchef Stephan Zuber war vor seiner Position als Chef de Cuisine im Restaurant uma als Sous Chef im MÄ Tim Raue tätig. Von 2006 bis Ende 2009 hat der 34-jährige ausschließlich in Paris gearbeitet, wo er „am meisten über den richtigen Umgang mit dem Produkt“ gelernt hat. Und obwohl er in seiner ersten Anstellung in Paris noch einmal ganz unten auf der Karriereleiter angefangen hat – er wurde als Praktikant im Atelier Joël Robuchon eingestellt – schaut er heute noch mit viel Freude auf seine Zeit in Frankreich zurück.  Dank seines Einsatzes, viel Fleiß und Disziplin ergatterte er dann auch schnell eine Position als Chef de Partie im Restaurant Hélène Darozze, ausgezeichnet mit zwei Michelin Sternen. Anschließend arbeitete er als Commis de Cuisine im Restaurant Ducasse im Hôtel Plaza Athénée, ausgezeichnet mit drei Michelin Sternen. Seine letzte Station in Paris übte er dann als Sous Chef in dem mit einem Michelin Stern ausgezeichneten Restaurant Sensing aus. Doch auch in den Jahren vor Paris sammelte Zuber Erfahrungen in den besten Häusern der Branche: Nach der Ausbildung im Posthotel Achenkirch in Österreich suchte Zuber sein berufliches Glück zunächst in Wien. Dort verbrachte er insgesamt zehn Jahre und arbeitete im Restaurant Koros, dem Restaurant Schwarzenberg und auch im renommierten Restaurant Meinl. Anschließend ging er als Chef de Partie zu Hans Haas in das Münchener Restaurant Tantris, wo er von März 2001 bis September 2002 tätig war. Bevor er dann seine kulinarische Reise nach Frankreich antrat, arbeitete Zuber im Restaurant Jaglhof in Gamlitz und im Restaurant Palais Coburg in Wien. Nach Berlin ist Zuber übrigens ausgerechnet wegen der Liebe gekommen. Denn seine in Berlin lebende Freundin hat er in Paris kennen gelernt.


Stephan Zuber war so freundlich und hat uns die Fragen zum Konzept des Restaurants uma beantwortet:


Seit wann gibt es das uma?    Seit Juni 2008.


Beschreiben Sie doch bitte mal das Restaurantkonzept des uma.    Im Restaurant uma wird eine moderne japanische Küche serviert, bei der Sushi und Sashimi aber auch Teryaki (mariniertes Fleisch) und Ishiyaki (Steingrillgerichte) sowie Salate und Suppen im Vordergrund stehen. Die Gerichte sind vielfältig und so portioniert, dass man am besten eine Auswahl davon in die Mitte des Tisches stellt und dadurch jeder am Tisch in den Genuss mehrerer Speisen kommt. Auf diese Weise entsteht eine familiäre Atmosphäre, in der Gäste ein entspanntes Miteinander erleben. Das uma ist daher insbesondere für Gruppen ein perfekter Ort, um vor einer langen Partynacht Energie zu tanken, den Abend nach einem Theaterbesuch ausklingen zu lassen oder sich einfach mit Freunden zu treffen und in einer ungezwungenen Atmosphäre gut zu essen.


Worauf wurde bei der Gestaltung des Restaurants uma Wert gelegt?    Für das außergewöhnliche Design des uma zeichnet die renommierte Unternehmerin und Interior-Designerin Anne Maria Jagdfeld verantwortlich, die auch das Interieur des benachbarten MÄ Tim Raue und der Shōchū Bar gestaltet hat. Im uma hat Anne Maria Jagdfeld ein luxuriöses, aber unprätentiöses Ambiente kreiert. Das uma ist unkompliziert, aber nicht simpel.  Lounges, dunkle Steinböden und Wände aus geschnitzter Jade schaffen eine elegante Atmosphäre, die durch die einsehbare Küche und puristisch eingedeckte Tische aufgelockert wird.


In der Mitte des Restaurants befindet sich ein tönernes Pferd aus der Han-Dynastie als Blickfang. Die mit Seide bespannten Schiebetüren im Stil eines alten japanischen Tee-Pavillons ermöglichen sowohl Dinner im privaten Ambiente als auch in einem einzigen großen und offenen Raum. Flankiert wird das Restaurant durch raumhohe Elemente vor den Fenstern entlang der gesamten Fassade, die in China nach alten Mustern handgeschnitzt wurden. Nach innen schützen diese Elemente die private Atmosphäre des Restaurants, von außen ziehen sie die Blicke auf sich und wecken Neugier.


Was macht das uma einzigartig?    Die wunderschöne, unkomplizierte Atmosphäre, in der man sich einfach nur wohlfühlen kann. Und was das Essen anbelangt, sind es die qualitativ sehr hochwertigen, aber nicht komplizierten Gerichte. Denn wir wollen unsere Gäste nicht überfordern oder erziehen. Wir wünschen uns lediglich, dass sie die Zeit bei uns im UMA genießen.


Welche Rolle spielt Wein bzw. die Weinkarte in ihrem Gastrokonzept?    Der Wein bzw. die Weinkarte spielt natürlich eine große Rolle. So sollte der Wein immer auf die jeweiligen Speisen abgestimmt sein. Aber da sich unser Restaurant am japanischen Stil orientiert, ist auch Sake für uns von großer Bedeutung.


Wie haben Sie die Weinkarte konzipiert und wo liegt der Schwerpunkt?    Bei unserer Weinkarte liegt das Hauptaugenmerk auf deutschem Wein, aber wir verzichten nicht auf ausgewählte Weine aus Frankreich und den Rest der Welt.


Die WeinLese ist bekanntlich ein Weinblog. Deshalb würden uns Ihre ganz persönlichen Wein-Präferenzen interessieren: haben Sie zurzeit einen Lieblingswein?    Ich bin ein großer Fan des Grünen Veltliners. Ganz besonders hat es mir der Wein vom österreichischen Winzer Herr Ott, Fass 4 angetan.


Das Thema dieses Weinblogs lautet “Wein, Pop & Lifestyle”. Können Sie dieser Verbindung etwas abgewinnen?    Dieses Motto bedeutet das, was auch wir im UMA unseren Gästen schenken wollen: einen unbeschwerten Abend mit Stil.


Zurück ins uma. Wie lautet Ihre Empfehlung für den perfekten Abend?    Mit Freunden oder einem besonderen Menschen bei gutem Essen und Wein den Moment genießen.  


Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!


Das Restaurant uma ist von Montag bis Samstag zwischen 18:30 und 23:00 Uhr geöffnet. Das Restaurant befindet sich in der Behrenstraße 72 in 10117 Berlin. Reservierungen werden telefonisch unter +49-30- 301117324 oder über die Homepage http://www.uma-restaurant.de angenommen.

PostHeaderIcon Restaurant Eisenstein

Mit der Eröffnung des Restaurant Eisenstein wurde der Ruine einer damals weltberühmten Schiffschraubenfabrik neues Leben eingehaucht und gleichzeitig ein über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannte Gastrolocation geschaffen. Im Interview stellt Michael Schlie, Geschäftsführer und Inhaber des Restaurants Eisenstein in Hamburg, sein Gastronomiekonzept vor und erklärt, welche Rolle Wein dabei spielt.


Seit wann gibt es das Restaurant Eisenstein?     Eröffnung im Mai 1988


Ein paar Worte zum Gastrokonzept bitte.    Altona, Ottensen und die Zeisehallen – Orte mit einer bewegten, lebendigen Geschichte. Das Restaurant Eisenstein ist inzwischen ein Teil davon. Seit der Eröffnung des Restaurant Eisenstein, im Jahre 1988, wurde der Ruine der damals weltberühmten Schiffschraubenfabrik Zeise neues Leben eingehaucht. Die alte Architektur, gepaart mit Industriedesign, die inzwischen legendäre Pizza aus dem Holzbackofen und eine modern geprägte internationale Küche, machten das Restaurant Eisenstein vom ersten Tag an zu einem Magneten für Menschen aus der Musik-Film- und Kulturszene und aus Politik und Wirtschaft.


Die Location und Kulisse des Eisenstein ist definitiv außergewöhnlich und unglaublich schön. Worauf wurde Wert gelegt bei der Gestaltung der Räumlichkeiten?    Behutsame Renovierung, Erhaltung der alten Substanz und vieler Stilelemente. Der Umbau wurde vom Architekturbüro medium ausgeführt, das dafür den Architekturpreis der Stadt Hamburg bekommen hat.


Was macht ihres Erachtens das Eisenstein Restaurant einzigartig?    Die Architektur, das Ambiente, ein mit Holz befeuerter Pizzaofen mitten im Raum,9 m hohe Decken, usw.


Was kommt aus Ihrer Küche und welche Einflüsse sind in der Küche erkennbar?     Internationale Küche auf hohem Niveau, darüber hinaus „die beste Pizza Hamburgs“ ( laut diverser Gastroführer )


Ein paar Worte zu Ihrem Chefkoch?     Michael Köhn, Ausbildung bei Josef Viehhauser im damaligen „Le Canard“, danach einige andere Stationen (Memory Hamburg, Allegria Hamburg), seit 3 Jahren bei uns.


Welche Rolle spielt Wein bzw. die Weinkarte in ihrem Gastrokonzept?    Wein ist das wichtigste Getränk in unserem Haus.


Wie haben Sie die Weinkarte konzipiert und wo liegt der Schwerpunkt?     Eine Mischung aus bekannten und unbekannten Gewächsen. Schwerpunkt Deutschland.


Uns interessieren natürlich Ihre ganz persönlichen Wein-Präferenzen: haben Sie einen Lieblingswein?     2006 Schlossböckelsheimer Felsenberg, Dönnhoff, Nahe


Das Thema dieses Weinblogs lautet „Wein, Pop & Lifestyle“. Können Sie der Verbindung etwas abgewinnen?     Ja, bis auf die Bezeichnung Pop!


Wie lautet die Empfehlung für den perfekten Abend im Eisenstein in Hamburg?   Einen Tisch zu viert reservieren. Start mit einer Pizza mit Ziegenkäse und Speck, zum teilen. Danach ein 3-Gang Menü mit einem Vitello Tonnato auf unsere Art, geschmortem Bürgermeisterstück vom Freesisch Ochs und einem Dom von Valrhona Schokolade gekrönt. Dazu einen Weißburgunder Spätlese von Peter Siener aus der Pfalz und einen Spätburgunder von August Kesseler- traumhafter Abend!


Herzlichen Dank für die Beantwortung der Fragen!


Restaurant Eisenstein, Friedensallee 9,  22765 Hamburg; Öffnungszeiten des Restaurant Eisenstein: Mo.- Sa. 11.00- 0.00 Uhr, Küche bis 23.00 Uhr, So. ab 10 00 Uhr Frühstücksbüffet, Abendkarte ab 17.30 Uhr.

PostHeaderIcon Cube – Restaurant & Vinobar

Das Cube – Restaurant & Vinolounge ist eines der Paradebeispiele für gelungene Lifestylegastronomie und hat sich in München innerhalb kürzester Zeit als eines der chicsten In-Lokale etabliert. Markus Mensch, der sich bereits als Macher der Max Private Vinobar im Vier Jahreszeiten Kempinski in der Münchener Gastronomie einen Namen gemacht hat, steht für das beeindruckende Konzept und ist Geschäftsführer des Restaurants Cube und hat uns einige Fragen zu seinem Lifestyle-Restaurantkonzept beantwortet.


Herr Mensch, seit wann gibt es das Restaurant Cube in München nun?     Seit Mai 2007.


Beschreiben Sie doch mal das Restaurant bzw. das Restaurantkonzept in wenigen Sätzen.     Modern, trendy und gehoben. Man muß es einfach erleben.


Worauf haben Sie bei der Gestaltung der Location geachtet?     Vor allem, dass dem Motto „Cube“ alles gerecht wird. Gerade – klar und modern – dennoch gemütlich.


Was macht das Restaurant Cube einzigartig?     Der Name, das Konzebt, der Gründer Markus Mensch und die moderne Küche.


Küche ist ein gutes Stichwort. Welche Einflüsse sind in der Küche erkennbar?     Die Einflüsse sind international und modern.
 
Lassen Sie uns über die Rolle von Wein in ihrem Gastrokonzept sprechen.     Ich bin nicht nur Sommelier und Redakteur sonder liebe auch privat die Weinwelt. Das macht einen Großteil des Cube aus.


Wie haben Sie die Weinkarte konzipiert und wo liegt der Schwerpunkt?     Es gibt keine Schwerpunkte – außer, dass wir versuchen, möglichst viele deutsche Weine zu führen


Die WeinLese ist ja bekanntlich ein Weinblog.  Das Thema Wein soll also eine Hauptrolle in diesem Interview spielen. Deshalb würde uns interessieren was zur Zeit Ihre Lieblingsweine sind.     Leider sind es so viele, dass ich mich gar nicht entscheiden kann!


Das Thema dieses Weinblogs lautet „Wein, Pop & Lifestyle“. Können Sie dieser Verbindung etwas abgewinnen?     Wein trinken, Pop tanzen, Lifestyle erleben. Und das alles im Cube Restaurant & Lounge!


Zu guter Letzt zurück zu Ihnen ins Restaurant. Wie lautet Ihre Empfehlung für den perfekten Abend?
Die richtige Begleitung!


Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen.


Das Restaurant: CUBE – Restaurant & Vinobar by Lifestyle, Bruderstr. 6, 80538 München; Öffnungszeiten: Di-Sa ab 18 Uhr / sowie für Veranstaltungen.


www.cube-muenchen.com

PostHeaderIcon ClubRestaurant FELIX Berlin

Das ClubRestaurant Felix in Berlin ist seit Jahren eine Institution: moderne und anspruchsvolle Küche, ein einzigartiges Restaurantkonzept kombiniert mit Musik und Cluberlebnis. Was hätte sich besser angeboten, als die WeinLese-Serie “Lifestyle-Restaurants & Wein – Interviews mit den Machern” mit einem spannenden Interview mit dem Küchenchef des Felix, Marcus Liebing, zu beginnen?  


Der gebürtige Berliner Michael Liebing hat nach seiner Ausbildung zum Koch im Hotel Palace in Berlin seinen Grundwehrdienst absolviert und anschließend als Commis de Cuisine im Restaurant 44 bei Tim Raue angeheuert.2005 wechselte er als Demi Chef de Cuisine in das The Ritz-Carlton, Grand Caman, das er für eine 6-monatige Reise durch Australien im August 2007 verlies. Nach seinem Australienaufenthalt, während dessen er in unterschiedlichen Restaurants Erfahrungen gesammelt hat, übernahm er die Position des Sous Chefs in dem mit einem Michelin ausgezeichneten Restaurant Gabriele in Berlin. Seit Juni 2009 ist Michael Liebing Chef de Cuisine im FELIX ClubRestaurant.


Herr Liebing, vielen Dank, dass Sie für die Beantwortung der Fragen zur Verfügung stehen. Seit wann gibt es das Restaurant Felix in Berlin?  Seit dem Jahr 2003.


Beschreiben Sie doch mal das Restaurantkonzept in wenigen Sätzen.    Das FELIX ClubRestaurant ist der internationale Szeneclub Deutschlands auf der Südseite des Hotel Adlon im Herzen von Berlin. Neben einem breit gefächerten Clubangebot steht das FELIX insbesondere für ein einzigartiges Restaurantkonzept. Die daraus resultierende Kombination aus Essen und Trinken mit Musik, Spaß und Party kreiert im FELIX eine erstklassige Supper Club Atmosphäre, die in der internationalen Clubszene ihresgleichen sucht. Die Speisekarte von Küchenchef Michael Liebing präsentiert „Metropolitan Food“ – eine sehr zeitgemäße Küche, die sich Anleihen aus der ganzen Welt bedient, Stilistiken verbindet und dabei Trends und Entwicklungen aufnimmt. Es ist eine leichte, Energie spendende Küche bei der auf schwere Kohlenhydrate, Sahne und übermäßiges Fett verzichtet wird. Die Aromatik greift die Würzung Asiens auf und arbeitet mit den Techniken der klassischen Küchen. Die Ausrichtung ist ganz klar darauf fokussiert, dem Gast über den Gaumen Spaß und Lebensfreude zu vermitteln und ihm dadurch Energie für eine lange Club Nacht zu geben.


Beim Felix haben wir es mit einem außergewöhnlichen Restaurant zu tun. Auch die Atmosphäre ist außergewöhnlich. Worauf wurde bei der Gestaltung der Location geachtet?    Es wurde besonders darauf geachtet, eine elegante und dennoch legere Supper Club Atmosphäre zu schaffen. Die Eleganz des FELIX ClubRestaurant ergibt sich aus dem von Anne Maria Jagdfeld gestalteten, puristischen Design – eine Hommage an die New Yorker 40er Jahre. Wie eine Empore verläuft die stilvolle Barebene rund um den großen, hohen Raum und besticht durch den 20 Meter langen Design-Tresen. Loungige Sitzecken und ein umfangreiches Getränke-Sortiment laden zum entspannten Aperitif oder zum Clubbing nach dem Essen ein. Von jedem Platz der Bar eröffnet sich der Blick hinunter in das Herzstück des FELIX: das Restaurant. Die Bar auf der oberen Ebene und das Restaurant im Herzen des Clubs sind durch eine große Freitreppe miteinander verbunden. Beim Hinabschreiten eröffnet sich dem Gast eine gemütliche und warme Raumatmosphäre. Die ästhetische, helle Farbgestaltung des Interieurs und das faszinierende Lichtdesign machen diesen Raum zu etwas ganz Besonderem. Die strahlenden Lichtsäulen, die in nahezu 16 Millionen unterschiedlichen Farbkombinationen beleuchtbar sind, enden in den 7 Meter hohen Decken. Musik, Lichtstimmung und Thema des Abends werden sensibel aufeinander abgestimmt. Untermalt die Musik am frühen Abend noch dezent das Bar- und Restaurantgeschehen, entwickelt sich durch das Fingerspitzengefühl der DJs im Verlauf der Nacht eine prickelnde Clubatmosphäre. Das FELIX ClubRestaurant ist ein Ort, an dem man sehen und gesehen werden möchte, elegant und ausgelassen in pulsierender Clubatmosphäre feiert und vor einer langen Nacht energiegeladene Speisen genießt.


Was macht das Restaurant Felix einzigartig?    Die Kombination aus Essen und Trinken mit Musik, Spaß und Party.


Lassen Sie uns noch etwas über die Küche und den Wein sprechen. Welche Einflüsse sind in der Küche erkennbar?  Die Speisekarte präsentiert „Metropolitan Food“ – eine sehr zeitgemäße Küche, die sich Anleihen aus der ganzen Welt bedient, Stilistiken verbindet und dabei Trends und Entwicklungen aufnimmt. Es ist eine leichte, Energie spendende Küche bei der auf schwere Kohlenhydrate, Sahne und übermäßiges Fett verzichtet wird. Die Aromatik greift die Würzung Asiens auf und arbeitet mit den Techniken der klassischen Küchen. Die Ausrichtung ist ganz klar darauf fokussiert, dem Gast über den Gaumen Spaß und Lebensfreude zu vermitteln und ihm dadurch Energie für eine lange Club Nacht zu geben. So finden Gäste beispielsweise Thunfischtatar mit Wasabi-Garnelen und Koriander, Saibling mit Estragonöl im Pergament oder Mango-Kokos-Suppe mit Litchis und Chili-Eis auf der Karte.


Welche Rolle spielt Wein bzw. die Weinkarte im Clubrestaurant Felix?    Das FELIX ClubRestaurant gehört zur Familie der Adlon Holding, zu der auch die Lorenz Adlon Weinhandlung zählt. Wein ist daher aus gutem Grund ein fester Bestandteil in den Konzepten aller Lifestyle-Betriebe der Adlon Holding.


Lassen Sie uns noch etwas beim Wein bleiben. Was finden wir auf der Weinkarte im Felix und wie wurden die Schwerpunkte gesetzt?    Die Weinkarte hat drei Schwerpunkte:  Erstens: Deutschland – aus Patriotismus; zweitens: Frankreich – aus Liebe zum Wein und drittens: Italien – denn alle guten Dinge sind drei!


Natürlich soll das Thema Wein eine Hauptrolle in diesem Interview spielen. Deshalb würden uns Ihre ganz persönlichen Präferenzen interessieren: haben Sie zurzeit einen Lieblingswein?    Rieslinge vom Weingut Dreissigacker aus Rheinhessen – für uns DER Winzer Deutschlands


Das Thema dieses Weinblogs lautet “Wein, Pop & Lifestyle”. Können Sie dieser Verbindung etwas abgewinnen?    Wein ist Lifestyle = Lebensgefühl und gehört einfach zusammen. Ob er bei leisem oder lautem Pop hörend getrunken wird, ist Geschmackssache und jedem selbst zu überlassen. Alternativ sorgt unsere Küche für den Pop auf den Tellern…


Zu guter letzt zurück zu Ihnen ins ClubRestaurant. Wie lautet Ihre Empfehlung für den perfekten Abend?    Der perfekte Abend beginnt mit einem Dinner im FELIX ClubRestaurant, am besten in einer größeren Gruppe mit Freunden. Während das Restaurant langsam in einen Club verwandelt wird, wird nach dem Essen in der Dom Pérignon Lounge weiter gefeiert. Diese ist erhöht und gleich neben der Tanzfläche zu finden. Bequeme Loungemöbel aus hellem Leder und eine eigene Bar laden dort zu prickelndem Genuss und zum Feiern auf höchstem Niveau ein – die Lounge ist daher insbesondere bei internationalen Stars und Persönlichkeiten aus Film, Fernsehen, Kunst und Kultur beliebt.


Vielen Dank für das aufschlussreiche Interview. Die Ausführungen machen Lust auf den nächsten Besuch im FELIX in Berlin. Wir freuen uns darauf!


Das FELIX ClubRestaurant ist donnerstags, freitags und samstags ab 19 Uhr geöffnet. Es befindet sich in der Behrenstraße 72 in 10117 Berlin. Weitere Informationen sind unter http://www.felix-clubrestaurant.de oder telefonisch unter 030-301 117 152 erhältlich.


 

 

PostHeaderIcon Neue WeinLese-Serie: Lifestyle-Restaurants & Wein – Interviews mit den Machern

Es ist soweit. Die neue WeinLese-Serie „Lifestyle-Restaurants & Wein – Interviews mit den Machern“ steht kurz vor dem Start.

Die Annäherung von Wein, Lifestyle und Popkultur schreitet stetig voran. Gastrokonzepte die Erlebnishungrige vor dem Feiern erst einmal an den Tisch bitten haben Hochkonjunktur. Wein, Esskultur, Lifestyle – Begriffe die häufig in einem Atemzug genannt werden. Doch welche Gastrokonzepte werden diesem Anspruch gerecht? Diese Frage war der Anstoß für die Serie und hat uns dazu bewogen, auf die Suche nach den attraktivsten Lifestyle-Restaurants zu gehen und den Betreibern bzw. den Küchenchefs einige Fragen zu stellen. Unter Lifestyle-Gastronomie verstehen wir Restaurantkonzepte, die anspruchsvollste Küchenkunst in extravaganten Locations servieren oder ein ganz besonderes Restauranterlebnis bieten. Wo finden wir diese Restaurants und wer bzw. welche Idee steckt dahinter? Welche Rolle spielt Wein in diesen Gastronomiekonzepten? Welche Einflüsse sind in der Küche erkennbar und wer ist dafür verantwortlich? Genau diese und noch weitere Fragen haben wir den Machern dieser Restaurants gestellt und wirklich interessante Antworten erhalten.

Folgende Interviews und Restaurantvorstellungen erscheinen auf der WeinLese in den kommenden Wochen:

12.05. Clubrestaurant FELIX / Berlin

29.05. Restaurant & Vinolounge CUBE / München

06.06. Restaurant Eisenstein / Hamburg

11.06. Restaurant uma / Berlin

So viel nur als Vorgeschmack – weitere Interviews und Restaurantvorstellungen werden selbstverständlich folgen!

PostHeaderIcon Die jungen Wilden – deutscher Wein im Kommen

Dass der deutsche Wein im Aufwind ist, ist kein Geheimnis. In Deutschland gibt es immer mehr Winzer die qualitativ tolle Weine produzieren. Im Ausland, beispielsweise in England und Amerika, wurde dies schon vor Jahren erkannt. Vor allem die Deutschen selbst wussten den eigenen Wein lange Zeit nicht zu würdigen, aber der Trend, den deutschen Wein als international ebenbürtigen und qualitativ gleichwertigen Wein anzusehen setzt sich zunehmend durch.
Und nun kommen auch noch die jungen Wilden. Der Generationswechsel im Weinbau vollzieht sich in den letzten Jahren zunehmend und hält die Weinszene in Bewegung. Für besondere Aufmerksamkeit sorgen immer mehr Jungwinzer, die sich zu Gruppen und Initiativen zusammenschließen – denn Einigkeit macht stark. Recht so! Eigentlich müssten sie Konkurrenten sein und doch ziehen sie es vor, gemeinsam von ihren Erfahrungen zu profitieren. Kooperieren statt Konkurrieren heißt die Devise der jungen Generation, denn heute liegt die Konkurrenz nicht mehr so sehr im Nachbarbetrieb, sondern vielmehr im international bestückten Weinregal des Lebensmittelhandels an jeder Ecke.
Die jungen Winzer haben internationale Erfahrungen gesammelt, sind motiviert und hochqualifiziert – das beweist nicht zuletzt die Qualität ihrer Weine. Die Winzer aus Leidenschaft sprechen die jungen Lifestyle- und Genießer-Zielgruppen an und repräsentieren die Bedürfnisse unserer Gesellschaft nach Authentizität und Zuverlässigkeit. Sie setzen konsequent auf Qualität und der Erfolg gibt ihnen Recht. Auch das Thema Marketing wird nicht vernachlässigt. Eines der auffälligsten und aufmerksamkeitsstarken Beispiele – das Weingut Markus Schneider – hatte ich in einem anderen Post bereits beschrieben. Markus Schneider und seine innovativen Weine mit so einprägsamen Namen wie Markus Schneider Black Print oder Markus Schneider Tohuwabohu haben gezeigt, wie es geht, deutsche Weine erfolgreich zu vermarkten.
Eine interessante Gruppierung „junger Wilder“, die dem deutschen Wein neuen Schwung verleihen werden, ist die „Generation Riesling“. Die Generation Riesling will das Image des modernen, hochwertigen und dynamischen deutschen Weinbaus in die Welt tragen. Auf Anregung des Deutschen Weininstituts (DWI) haben sich rund 165 junge Winzer, Kellermeister und Weinfachleute zu der Generation Riesling zusammengeschlossen, mit dem Ziel, als Botschafter des deutschen Weines den einheimischen Weinbaugebieten frischen Wind einzuhauchen. Das DWI hofft, mit der Website der Generation Riesling eine Plattform für die junge, nachwachsende Weingeneration geschaffen zu haben. Es soll eine Bewegung entstehen „bei der möglichst viele mitmachen“, so die Geschäftsführerin des DWI, Monika Reule.
Die Bezeichnung Generation Riesling resultiert aus der derzeit erfolgreichsten deutschen Weinsorte Riesling – wer hätte es gedacht! Aber auch junge wilde Vertreter anderer Weinsorten – vom Cabernet Sauvignon bis Sauvignon Blanc – sind in der Generation Riesling vertreten.

Einige Jungwinzergruppen nutzen Partys und Veranstaltungen, um Ihre Weine publik zu machen. Von Weinpartys mit hunderten Gästen bis hin zu exklusiven Abenden in außergewöhnlichen Locations. So stellte bereits vor Jahren beispielsweise die rheinhessische Gruppe „Wine on the rock“ vor dem romantischen Ambiente des Empire-Schlosses in Worms-Herrnsheim gemeinsam mit jungen Köchen sowie jungen Sommeliers ihr Können unter Beweis. Ähnliche Lifesytle-Veranstaltungen organisierten auch die „Nahetalente“ unter den Brückenhäusern von Bad Kreuznach. Oder die Veranstaltung Beats & Öxle von Rainer Trüby. Für die jungen Wilden von heute ist es wichtig, einerseits ihre Individualität zu wahren, aber andererseits auch Erfahrungen austzuauschen und gemeinsame Marketingstrategien zu entwickeln und Marktaktivitäten umzusetzen. Mit attraktiven Events und Partys schaffen Sie es eine junge, moderne, lifestyleorientierte Zielgruppe anzusprechen. Das ist die Zukunft der Weintrinker.
Eine gute Entwicklung finde ich. Warten wir ab und hoffen, dass die jungen Wilden weiterhin Rückenwind haben und der deutsche Wein weiter im Aufwind bleibt. Ich freue mich darauf.

PostHeaderIcon Champagner und Currywurst

Mythos Champagner. Da fällt mir doch noch ein Mythos ein. Fängt auch mit C an: Currywurst. Und was haben Champagner und Currywurst miteinander zu tun? Berechtigte Frage. Die Anwort lautet: Champagner und Currywurst sind ziemlich hip zur Zeit – und das nicht nur in Berlin, der Hauptstadt der Currywurst. German Junk Food erlebt ein Revival und und ist gefragt wie noch nie. Extravagante Luxusversionen von Currywurst & Co erobern Deutschland. Immer mehr Edel-Currybuden peppen ihre Speisekarten auf: mit Biowürsten in unzähligen Variationen, angerichtet mit exotischen Saucen und hausgemachten Mayonnaisen. Im schicken Interieur werden Gourmetwürste mit Blattgold und Bio-Pommes mit Wasabi-Mayonnaise auf Porzellantellern serviert, begleitet von Champagner oder Wein. Selbst Sterneköche lassen sich von dem Hype anstecken und eröffnen eigene Pommesbuden oder setzen die Currywurst auf ihre Speisekarten zwischen Jakobsmuscheln und Coq au Vin. Sogar im Luxushotel Adlon steht sie manchmal auf der Speisekarte – mit Champagner! Bei Berlinale-Partys gilt sie genauso als hippes Fingerfood, und beim Bundespresseball ist sie bereits Kult. Auf dem politischen Parkett outete sich Alt-Kanzler Gerhard Schröder als Currywurst-Liebhaber.

Um die Erfindung der Currywurst ranken sich unzählige Mythen. Mancher scheint sich sicher zu sein, dass die erste Currywurst in Berlin zubereitet wurde. Und zwar von Herta Heuwer. Sie verkaufte die Wurst mit einer Sauce aus Tomatenmark, Currypulver und Worcestershiresauce im Nachkriegsdeutschland an ihrem Imbissstand in Berlin-Charlottenburg. Eine andere Legende besagt, dass die Currywurst von einer Prostituierten von Hamburg nach Berlin gebracht wurde. Auch das Ruhrgebiet beansprucht die Erfindung der Currywurst für sich. Niemand hat diese heiß-fettige Liebe so schön im passenden Jargon festgehalten wie Herbert Grönemeyer 1982 auf seinem Album “Total egal”: “Kommse vonne Schicht, wat schönret gibt et nich als wie Currywurst.” An Imbissbuden im ganzen Ruhrgebiet gilt bis heute die Ansage: Curry mit Pommes Schranke, Mantaplatte oder  Schimanski-Teller. Denn multimedial inszenierte sich die Currywurst zuerst im Ruhrpott-Tatort samt Horst Schimanski.

Sicher ist: heute ist die Currywurst deutschlandweit eines der beliebtesten Fastfood-Gerichte. Ob man dazu nun Champagner trinken muss oder gar Wein? Darüber lässt sich streiten. Klar ist: angesagt ist die Kombi aus Champagner und Currywurst auf jeden Fall. Immer mehr Buden spriesen aus dem Boden. Man trifft sich um 5 Uhr morgens nach dem Clubbesuch noch auf ne Curry mit Champagner.

Selbst Stuart Pigott hat sich schon 1997 in einem Artikel in der BZ mit der Currywurst auseinander gesetzt und sich als echten Currywurstfan geoutet. Auch was Champagner mit Currywurst anbelangt hat sich Stuart Pigott ein Urteil gebildet. Er ist der Meinung, dass ein Dom Perignon-Champagner nicht mit der süßen Tomatensauce der Currywurst harmoniert. Wenn schon Champagner, ist er der Meinung, dann ein Veuve Cliquot. Der perfekte flüssige Partner zur Currywurst ist aber süß. Wer es also unbedingt dekadent mag, sich aber nicht superdekadent für den Champagner entscheidet, dem sei ein edelsüßer deutscher Wein zur Currywurst empfohlen. Und schon sind wir wieder bei einer der Grundregeln zur Frage „welcher Wein zu welchem Essen?“: Regional passt immer!