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Die Rhône zählt unumstritten zu den weltweit bedeutendsten Flüssen für den Weinbau. Die Appellation „Côtes du Rhone Village“ liegt im südlichen Abschnitt des großen Anbaugebietes, im Département Vaucluse. Nur 17 ausgewählte Dörfer dürfen ihre Weine als Côtes du Rhône Villages mit Angabe des Ortsnamens anbieten. Cairanne gehört dazu.
Die Domaine Camille Cayran – übrigens das drittgrößte Weinunternehmen der Region – führt deshalb neben einem Landwein und der Appellation Côtes du Rhône und Côtes du Rhône Villages auch verschiedene Côtes du Rhone Villages Cairanne-Weine im Programm. Nur 40 Kilometer nördlich von der Papststadt Avignon liegt die Kellerei des Maison Camille Cayran. Die Weinberge befinden sich im Norden des Vaucluse, zwischen den beiden Flüssen Aygue und Ouvèze. Ganz in der Nähe ragen die berühmten schroffen Felsspitzen des Gebirgszuges Dentelles de Montmirail und der Mont Ventoux in den Himmel. Die Nähe zum Mont Ventoux und zu Dentelles de Montmirail, kieselige Böden mit kalkhaltiger Tonerde sowie zur Sonne hin ausgerichtete Hänge schaffen fast perfekte Bedingungen für den Anbau von Weinen. Hinzu kommt ein Klima, welches gesundes und optimal ausgereiftes Lesegut begünstigt.
Die Philosophie des Maison Camille Cayran stützt sich auf drei Säulen:
Handarbeit: Die Parzellen sind kleinteilig – im Schnitt bearbeitet jeder Winzer nur neun Hektar. 80 Prozent der Parzellen werden von Hand gelesen.
Ein alter Rebstockbestand: Mehr als 70 Prozent der 1.200 Hektar umfassenden Rebfläche sind mit über 60 Jahre alten Reben bestockt; die Hälfte steht sogar unter 80-jährigen Rebstöcken!
„Agriculture Raisonnée“: Ein ähnliches Konzept wie das der integrierten Produktion, das einen umweltbewussten Umgang mit Ressourcen fordert.
Maison Camille Cayran ist ausgewiesener Rotwein-Spezialist: 84 Prozent der Produktion entfallen auf die Roten. Kellermeister Thierry Caymaris will die feminine Seite des Weins herausarbeiten, also weniger wuchtige Weine erzeugen, wie man sie sonst im Rhône-Tal häufig findet – eher elegante Tropfen. Da die Weinberge auf bis zu 276 Meter ü. NN liegen, ist stets eine gewisse Frische im Wein auszumachen.
Zum Wein: Beim La Réserve Cairanne 2009 handelt es sich um eine Cuvée die durch die Assemblage aus Grenache, Syrah, Mourvèdre und Vieux Carignan entstand. Die verwendeten Rebsorten tragen zum gesuchten Cairanne-Stil bei: Grenache Noir, Hauptbestandteil von bis zu zwei Drittel der Cuvée, bringt Frucht, Weichheit und Fülle. Syrah steuert fruchtige und florale Noten bei, aber auch Intensität und Konzentration. Struktur und Komplexität ist dem Mourvèdre zu verdanken. Die Cairanne-Rotweine sind mit ausgeprägten Kirschnoten sehr fruchtbetont, würzig und in der Regel sehr saftig.
Farbe: Sattes, tiefdunkles Rot mit violetten Reflexen.
Bouquet: Dunkle Kirschen, schwarze Johannisbeeren, etwas Pflaume, eine dezente Kräuternote, Pfeffer und Zimt.
Geschmack: Fruchtige Kirsche dominiert weiterhin, Kräuter und Tannine übernehmen. Langer Abgang. Am Gaumen zeigt sich dieser Rotwein wirklich gut strukturiert und konzentriert.
Speiseempfehlung: Zu kräftigen Gerichten, Schmorbraten, Entrecôte, zu Gegrilltem oder zu deftig würzigem Hartkäse.
Fazit: Würzig, kraftvoll aber nicht wuchtig wie viele Weine aus dem Rhône-Tal klassisch daherkommen. Es ist kein Wein der noch 20 Jahre im Keller liegen sollte – aber 5-6 Jahre hält er locker aus. Der 2009er Cairanne bietet sich für kalte Winterabende vor dem Kamin an, aber genauso gut im Sommer zum Grillen. Für Fans von kraftvollen, französischen Rhone-Weinen eine klare Empfehlung. Und bei einem Preis von 7-9 Euro erst recht.
Es ist wieder einmal so weit. Der Winter ist überstanden, der Frühling ist da und damit auch die Spargelzeit. Die richtige Gelegenheit für viele Weintrinker, auch die Weißweinzeit einzuläuten – denn die hellen Tropfen passen, leicht gekühlt, sehr gut in die warme Jahreszeit.
Spargel mit Butter und Parmesan, Spargel mit Sauce Hollandaise, mit Schinken, mit Pfannkuchen und Kochschinken, mit panierten Schnitzeln oder Spargel überbacken. Spargel kann auf vielfältige Weise zubereitet werden. Nun stellt sich also nur noch die Frage nach dem passenden Spargelwein. Warum eigentlich Spargelwein? Ist das ein Wein, den es nur in der Spargelsaison gibt? Oder der gar nur zum Spargelgericht getrunken werden darf? Nein – Spargelweine gibt es das ganze Jahr über.
Wer Spargelwein sagt, denkt an duftige, leichte und spritzige Frühlingsweine des neuen Jahrgangs – und kann schon falsch liegen. Warum? Weil in vielen Fällen körperreiche und auch gereifte Weine ein besserer Partner für das junge Gemüse sind. Eine gelungene Kombination aus Spargel und dem passenden Wein zu finden, ist eine echte Herausforderung auch für Weinprofis. Nicht die zarten Spargelaromen sind das Problem für viele Weine, sondern die latenten Bitterstoffe im Spargel. Da braucht es schon einen selbstbewussten, ausdrucksstarken Partner, der dieser Herausforderung standhält. Und ganz entscheidend sind natürlich die Zubereitungsart des Spargels und die Beilagen. Das ideale Zusammenspiel von Weinen mit verschiedenen Spargelrezepten ist komplex. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema lohnt sich aber, weil die passende Kombination aus Spargel und Wein ein perfektes Genusserlebnis bescheren kann.
Grundsätzlich gilt, durch die versteckten Bitternoten im Spargel passen milde Weißweine mit moderatem Alkoholgehalt und wenig Säure. Die Allroundempfehlung, passend zu vielen Spargelgerichten, ist der Silvaner. Eine Rebsorte, die vor allem in Rheinhessen und in Franken vinifiziert wird. Frische, blumige Aromen in Verbindung mit einer angenehmen Säure machen den Silvaner zu einem passenden Begleiter der meisten Spargelgerichte. Zu Spargel mit zerlassener Butter oder einer feinen Sauce Hollandaise passt auch ein buttriger Chardonnay aus Frankreich oder eine feine Riesling Spätlese trocken – zum Beispiel aus dem Rheingau. Auch ein Sauvignon Blanc mit Aromen, die an Holunderblüte, Salbei oder exotische Früchte erinnern oder ein Grüner Veltiner aus Österreich passen hervorragend. Da kann man sogar noch ein paar Scheiben Rauchlachs dazulegen. Außerdem hat sich in den letzten Jahren eine andere Rebsorte als Favorit passend zum Spargel herausgestellt: Der Weißburgunder – beispielsweise aus der Pfalz oder aus Baden. Der unaufdringliche Duft harmoniert fast perfekt mit dem typischen Geschmack des weißen Spargels. Auch ein Grauburgunder wäre vorstellbar. Beide können sich unterordnen ohne dabei unterzugehen – eine schöne Ergänzung zum Spargel bilden. In den meisten Fällen sind klassisch ausgebaute Varianten besser geeignet als Weine aus dem Barrique, sofern sie nicht zu jugendlich sind. Gut strukturierte Sauvignon Blancs aus warmen Lagen brillieren bei Spargel mit Vinaigrette oder pikanten Saucen. Auch ein anspruchsvoller Riesling von der Mosel oder aus dem Rheingau brauchen zum Spargel Körper, sollten aber nicht zu mineralisch sein. Wer den Spargel kombiniert mit Meeresfrüchten zubereitet, liegt richtig, wenn er als Wein dazu einen feinfruchtigen Viognier von der Rhône oder einen Picpoul Blanc aus dem Languedoc reicht. Auch ein Frühburgunder kann passend sein, wenn beispielsweise der Spargel zusammen mit gebratenem Fleisch auf den Tisch kommt. Schillerwein aus Württemberg, also ein aus Rot- und Weißweintrauben gekelterter Wein, passt ebenfalls dazu. Wenn es etwas Salzig-Pikantes wie Schinken dazu gibt, können fruchtige Weine wie ein halbtrockener Riesling oder Kerner gut damit harmonieren. Auch bei fettreichen Zutaten wie einer buttrigen Sauce kann ein Riesling, z.B. ein Plissee Riesling vom Schloss Saarstein, punkten.
Die Bodega Macia Batle findet sich am Ortsausgang von Santa Maria del Cami und gestaltet sich für mallorquinische Verhältnisse recht groß und auffällig. Es ist kein Schloss, eher ein zweckmäßiger aber moderner Neubau aus hellem Sandstein, der aber die Augen eines jeden Vorbeifahrenden auf sich zieht.
Das Weingut stellt bereits seit 1856 Weine her. 1998 hat Ramon Servals i Batle die Geschäfte übernommen, modernste Installationen vorgenommen und neue Maschinen und Technologien eingeführt. Macia Batle steht seitdem für eine Bodega, die auf traditioneller Basis modernste Weine entwickelt. 150 Hektar Rebfläche werden von der Bodega Macia Batle bewirtschaftet und damit 800.000 Liter Wein produziert. Der Fokus liegt auf autochthonen Rebsorten wie Manto Negro, Callet oder Prensal. Macia Batle ist ein Beispiel dafür, mit welcher Geschwindigkeit sich Mallorca zu einem inzwischen auch international geschätzten Weinland entwickelt hat.
Für den Macia Batle Tinto Anada wurde die inseltypische Sorte Manto Negro mit etwas Callet und den weltweit angebauten Sorten Cabernet Sauvignon und Syrah verbündet. Nach der Vergärung in Stahltanks reift der Wein zwei Monate in amerikanischen Eichenfässern. Das Ergebnis ist absolut spannend und interessant. Aber mehr dazu gleich. Vielleicht noch ein Wort zur Herkunftsbezeichnung: die Klassifizierung „Denominacion De Origin Binissalem“ steht für die Verwendung der für Mallorca traditionellen, autochthonen Trauben.
Nun also zum Wein.
Farbe: Kirschrot mit violetten Nuancen
Bouquet: Saftige Beeren und Zwetschgen bestimmen die Aromatik. Waldbeere, Kirsche, Gewürze, Tabak und dezente Eichenholznoten sind zu erkennen. Ein Hauch Vanille.
Geschmack: Elegant, frisch und sehr gut ausbalanciert. Guter Körper und sanfte Tannine. Beachtliche Länge.
Speiseempfehlung: Fleisch – Ente, Gans oder Wild. Auch passend zum Grillen.
Fazit: Mallorquinische Weine sind im Kommen. Die Qualität vieler Mallorca-Weine ist auf hohem Niveau. So auch sämtliche Weine der Bodega Macia Batle, die auf Mallorca inzwischen Kultstatus erlangt hat. Wer noch nie einen Rotwein Mallorcas im Glas hatte, dem sei der Macia Batle Tinto Anada Crianza von 2009 empfohlen. Ein spannender Wein der sofort getrunken werden kann oder durch weitere Lagerung noch mehr Geschmeidigkeit und Fülle erlangt.
„Kaiken“ ist eigentlich die Bezeichnung für die patagonische Wildgans. Kaiken ist aber auch der Name für einen argentinischen Wein des chilenischen Starwinzers Aurelio Monte. Als sich die Önologen von Montes auf die Suche nach geeigneten Rebflächen in Argentinien machten, landeten sie in Maipu in der Region Mendoza, einem Gebiet, das als gutes Cabernet Sauvignon Terroir bekannt ist. Auf 750 Höhenmetern gelegen, eignet sich der Boden aus Andengestein perfekt als Wärmespeicher der Feuchtigkeit schnell in unteren Schichten versickern lässt. Dadurch ist gewährleistet, dass die Reben kleine und aromaintensive Beeren entwickeln. Das Önologenteam um Aurelio Monte entschloss sich, dort einen Premium Wein zu produzieren – den Kaiken Ultra.
Für den Kaiken Ultra werden alle Trauben – übrigens ausschließlich Cabernet Sauvignon – von Hand gelesen, in die Kellerei gebracht und dort eingemaischt. Die Weine werden zu 80% für ein Jahr in Barriques aus französischer Eiche ausgebaut. Das Ergebnis ist ein hervorragender Wein.
Farbe: Der Kaiken Ultra kommt mit einer tief rubinroten Frabe ins Glas – für Cabernet Sauvignon typisch.
Bouquet: Das opulente Bouquet zeigt sich sehr von Frucht geprägt mit Aromen von Cassis, Kirschen, Brombeeren, Schokolade, Vanille, Tabak, Minze und Veilchen.
Geschmack: Am Gaumen konzentriert und samtig mit saftiger Frucht. Eine für einen neue Welt Wein typische „Marmeladigkeit“ ist nicht wegzudiskutieren. Schöne Würze und ein langer, beeindruckender Nachhall.
Speiseempfehlung: Ein Steak passt ganz hervorragend zu diesem Wein.
Fazit: Ein kräftiger Neue Welt Wein aus Argentinien, der durch die Reinheit seiner präsenten Aromen beeindruckt. Der Montes Kaiken Ultra ist ein großer Wein mit Eleganz, vollem Körper und angenehmen Tanninen. Wer sich mit einem tiefdunklen, schweren Wein anfreunden kann und bereit ist, knapp über 10 Euro für die Flasche Wein zu investieren, dem sei der Kaiken Ultra aus Argentinien ans Herz gelegt.
Zusammenfassend: eine klare Empfehlung!
Gute Nachrichten: unser Weinblog wein-lese.net ist für die Wahl des Superblogs 2011 nominiert! Zehn verschiedene Kategorien treten bei der Superblogswahl an und die drei bestplatzierten Blogs werden mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet! Vom 01. – 07. April 2011 ist die Abstimmungsphase in der alle fleißig für den Wein- und Lifestyleblog wein-lese.net voten könnt! Wir hoffen auf viel Unterstützung von allen Lesern und freuen auf einen tolle Platzierung! Votet für wein-lese.net ab dem 1. April!
13. Mai 2011: Juliusspital/ Franken
28. Mai 2011: Weingut Bercher/ Baden
8. Juli 2011: Weingut Horst Sauer/ Franken
22. Juli 2011: Weingut Beurer/ Württemberg
30. September 2011: Wagner-Stempel/ Rheinhessen
14. Oktober 2011: Battenfeld-Spanier/ Rheinhessen
28. Oktober 2011: Gerhard Aldinger / Württemberg
11. November 2011: Schloss Wackerbarth/ Sachsen
25. November 2011: Jochen Dreissigacker / Rheinhessen
9. Dezember 2011: Markus Schneider/ Pfalz
Wie kaum ein anderes Nahrungs- oder Genussmittel steht Champagner für Qualität und Exklusivität und dies nicht ohne Grund.
Was ist Champagner?
Champagner ist ein im französischen Weinbaugebiet Champagne – im Norden Frankreichs – hergestellter Schaumwein. Der Begriff ist dabei markenrechtlich streng geschützt. Nur Winzer, die im festgelegten Gebiet in der Champagne ihre Weine anbauen und strengen Herstellungsregeln und Qualitätskontrollen entsprechen, dürfen ihre Erzeugnisse als Champagner vertreiben. Darüber hinaus ist auch der bis 1994 erlaubte Herstellerverweis méthode champenoise – Champagnermethode – heute für die Hersteller anderer Schaumweine untersagt.
Das Weinbaugebiet Champagne
Das Weinbaugebiet weist mit der Verwaltungsregion Champagne-Ardenne zwar starke Überlappungen auf, ist ihr aber nicht völlig gleichzusetzen. Es ist gut 33000 Hektar groß und umfasst die vier Anbauzonen Montagne de Reims, Vallée de la Marne, Côte des blancs und Côte des Bars.
Für das Jahr 2015 ist eine Erweiterung geplant und somit steht für den Champagner ab diesem Zeitpunkt eine größere Anbaufläche zur Verfügung. Die drei Rebsorten, die man zur Herstellung des Champagners verwendet, sind Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay, die entsprechend der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit in der Champagne angebaut werden.
Die Herstellung des Champagners
Die Weintrauben werden handverlesen und mehrfach gepresst, doch nur der Most aus der ersten Pressung, die so genannte Cuvée, wird für hochwertigen Champagner verwendet. Die zweite und dritte Pressung enthält mehr Bitterstoffe, die als störend angesehen werden. In Holzfässern kommt es unter Zugabe von Hefe dann zur ersten Gärung, die einige Monate dauert. Es folgt die Assemblage, die Zusammenstellung mehrerer Cuvées, die den speziellen Charakter der einzelnen Champagnermarke ausmachen. Dann kommt es zur méthode champenoise, der Flaschengärung.
Diese wird durch Zusetzen von Liqueur de tirage ermöglicht, einer Mischung aus Zucker, Hefe und Wein. Da sich hierbei durch die Hefe Trübstoffe bilden werden die Flaschen danach gerüttelt und dann degorgiert. Beim Rütteln, befinden sich die Flaschen zunächst in waagerechter und später senkrechter Position, wobei sich die Trübstoffe im Flaschenhals sammeln. Dieser wird beim Degorgieren in ein Eisbad getaucht, der provisorische Kronkorken wird entfernt und der Überdruck in der Flasche sorgt dafür, dass der Eispfropfen aus der Flasche gedrückt wird. Die fehlende Flüssigkeit wird ersetzt, bevor die Flaschen abschließend verkorkt werden. Dann geht es in den Champagner Shop.
Im Hawesko Online Weinshop können Sie edlen Champagner online bestellen.
Das Weinland Südafrika wird mit rund 60 Ausstellern auf der diesjährigen ProWein in Düsseldorf vom 27. – 29. März vertreten sein. Themenschwerpunkt der Exportorganisation Wines of South Africa ist das neue Siegel „Sustainable Wine South Africa“ und die Vorstellung der ersten zertifizierten Weine aus nachhaltigem Anbau.

Südafrikas Weinwirtschaft präsentiert sich auf der diesjährigen ProWein farbenfroh und dynamisch. Namhafte Markenanbieter wie z. B. die KWV sind neben zahlreichen individuellen Weinerzeugern und Vermarktungsorganisationen, z. B. die Cape Legends, die mehrere Winzer repräsentieren, auf dem Messestand zu finden. Ergänzt werden die Klassiker der südafrikanischen Weinszene durch neue klangvolle Namen wie Sesfikile, Thandi, Thokozani, Thembi, Mhudi, Farmvalley.
Mit dem Slogan „Vielfältig wie unsere Natur“ begründete Südafrikas Weinwirtschaft bereits 2004 ihre umweltorientierte Kampagne zum Schutz der einzigartigen Biodiversität in der Kapregion. In enger Kooperation mit Naturschützern und der Weinwirtschaft wurden weitreichende Maßnahmen zum Erhalt der natürlichen Ressourcen in das Weinbauprogramm Integrated Production of Wine (IPW) aufgenommen. Das IPW erfüllt darüber hinaus die internationalen Anforderungen der OIV (International Organisation of Vine and Wine) für nachhaltige Weinerzeugung und wird in Südafrika auf 95 Prozent der Rebflächen praktiziert.

Um ihre Ernsthaftigkeit zu dokumentieren, forcierten Südafrikas Winzer die lückenlose Rückverfolgbarkeit ihrer Arbeitsweise vom Weinstock bis zur Flasche. Zudem kennzeichnen sie als erstes Weinland ihre nachhaltig erzeugten Weine mit einem eigens geschaffenen Siegel Sustainable Wine South Africa. Als neutrale Kontrollinstanz fungiert das Wine and Spirit Board im Auftrag des südafrikanischen Landwirtschaftsministeriums. Das neue Siegel „Integrity & Sustainabiltiy“ (Rechtschaffenheit und Nachhaltigkeit) wurde als Alternative zum bestehenden „Wine of Origin“-Siegel entwickelt. Mit dem Weinjahrgang 2010 können die Winzer diese Zertifizierung beantragen. Su Birch, CEO Wines of South Africa, sieht in der Bereitschaft der Winzer, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen, einen wesentlichen Beitrag zur Zukunftssicherung der Weinwirtschaft. Sie ist optimistisch: „Es ist unsere gemeinsame Vision, dass mit dem Jahrgang 2011 rund 80 Prozent unserer Weine dieses Siegel tragen.“ Quelle: Südafrika Weininformation
Im Bohnenviertel im Herzen Stuttgarts liegt eines der ungewöhnlichsten aber auch charmantesten und angesagtesten Hotels und Restaurants der Stadt – das Hotel und Restaurant Zauberlehrling. Wer nicht gezielt hier herkommt, wird das schlichte Gebäude in einer stillen Seitenstraße am Olgaeck kaum finden. Aber so schlicht es von außen vielleicht wirken mag, so schick und fantasievoll ist das Hotel und Restaurant von innen.
Die Gäste haben die Möglichkeit, sich entweder in eines der designschicken Zimmer des Hotels einzuquartieren oder einfach nur zum Essen in den Zauberlehrling zu gehen, um die ausgefallenen Köstlichkeiten im Restaurant zu genießen. Axel Heldmann, der das Haus mit viel Liebe zum Detail führt, und sein Küchenchef Marcel Mente zeigen jeden Tag aufs Neue, weshalb der Zauberlehrling zu den angesagten Restaurants in Stuttgart gehört: weil dort Küche vom Feinsten zelebriert wird. Damit nicht genug – wer sich das Handwerk der Kochkunst selbst aneignen möchte oder nur einige „Zaubertricks“ lernen will, hat als „Zauberkochlehrling“ in den eintägigen Kochkursen des Hauses dazu Gelegenheit.
Wir haben uns mit Axel Heldmann unterhalten.
wein-lese.net: Herr Heldmann, beschreiben Sie doch mal in wenigen Worten ihr Hotel- und Restaurantkonzept.
Axel Heldmann: Individuelle Wohlfühloase im Herzen Stuttgarts mit professioneller regionaler Kreativküche und vielen liebevollen Details für bewusst Genießende
wein-lese.net: Seit wann gibt es ihr Hotel bzw. Restaurant schon?
Axel Heldmann: seit 1993
wein-lese.net: Und die Idee? Wer hatte die?
Axel Heldmann: Das waren meine Frau und ich. Entstanden aus der Not der Namensfindung entwickelte sich aus Goethes Gedicht” Der Zauberlehrling ”, in dem die Strophen “Besen Besen seids gewesen” vorkommen, unser Zauberlehrling-Konzept (das Hotel hieß bei Übernahme in 1993 “Der Besen”).
wein-lese.net: Hat sich das Konzept während der Planungen so entwicklet oder hatten Sie das von Beginn an konkret vor Augen?
Axel Heldmann: Wir sind sehr aktiv, auch heute. Und stets in Wandlung – auch was das Konzept angeht.
wein-lese.net: Lassen Sie uns mal ins Restaurant wechseln. Was kommt aus der Küche des Zauberlehrlings?
Axel Heldmann: Da gibt es moderne Interpretationen regionaler Küche , ebenso wie irisches Lamm, US Beef und bretonischen Hummer.
wein-lese.net: Vielleicht ein paar Worte zum Küchenchef?
Axel Heldmann: Marcel Mente ist ein hoch motivierter, akribischer und kreativer Küchenchef, der pointiert die richtigen Geschmackskombinationen aufruft.
wein-lese.net: Spielt Wein eine Rolle in Ihrem Gastrokonzept?
Axel Heldmann: Eine sehr große! 380 Positionen auf der Karte, ein begehbarer, klimatisierter Weinschrank sowie zu jedem Menü auch passende Weinvorschläge. Glasweise, mit Schwerpunkt auf heimischen Anbaugebieten.
wein-lese.net: Wie haben Sie die Weinkarte konzipiert?
Axel Heldmann: Die deutschen Weine sind fast ausnahmslos von mittlerweile befreundeten Winzern. Am Hof verkostet und gekauft – schon wegen der Anfahrtszeit ergibt sich als Schwerpunkt Deutschland und da hauptsächlich Baden-Württemberg. Aber auf allen Urlaubsfahrten werde ich nicht müde, mich für die Sache zu opfern und “durchzutrinken”.
wein-lese.net: Was ist denn ihr Lieblingswein zur Zeit?
Axel Heldmann: Im Winter: Quinta Casa Amarela , Douro ,Portugal. Und im Sommer: Weingut Aufricht, Bodensee.
wein-lese.net: Wie lautet Ihre Empfehlung für den perfekten Abend im Zauberlehrling?
Axel Heldmann: Zaubermenü mit Weinreise, anschließend übernachten im Zimmer “Mondschau”. Morgens “Honeymoon”Frühstück” ans Bett mit anschließend einem Gläschen Champagner auf der Dachterrasse.
Restaurant Zauberlehrling, Rosenstr. 38, 70182 Stuttgart
Und weiter geht es mit den Beiträgen im Rahmen der Serie “Weinwissen” – und zwar wollen wir die Frage beantworten “was ist die optimale Trinktemperatur für Wein”?
Die ideale Trinktemperatur
Nicht zu warm und nicht zu kalt – wer Wein genießen will, der weiß: auf die richtige Temperatur kommt es an, damit der gute Tropfen sein Bouquet voll entfalten kann. Übrigens: die Regel, Rotwein bei Zimmertemperatur zu servieren, stammt aus Zeiten vor Einführung Zentralheizung. Auch die Empfehlung, Weißwein aus dem Kühlschrank zu servieren, ist nicht in allen Fällen angebracht. Ein spritziger Soave wirkt bei 8 °C angenehm erfrischend, ein gehaltvoller im Barrique ausgebauter Chardonnay gibt sich bei dieser Temperatur eher verschlossen, hart und abweisend.
Generell gilt: Bei niedrigen Temperaturen tritt die Säure hervor, die Bitterkeit ist weniger spürbar und die Süße wirkt angenehm. Bei zu hohen Temperaturen hingegen schmecken die Weine bitter und der Alkohol wird dominierend. Deshalb empfehlen sich die folgenden Trinktemperaturen:
Weisswein
6-9 °C
Der natürliche, unvergorene Zucker der Süß- und Likörweine (Sauternes, Trockenbeerenauslesen) wirkt bei dieser Temperatur nicht klebrig.
9-10 °C
Schaumweine, Champagner und leichte, junge Weine (Soave), leichte Roséweine.
10-11 °C
Ideale Temperatur für alle trockenen, fruchtigen und säurebetonten Weißweine (Riesling, Sauvignon Blanc).
11-13 °C
Würzige und reife Weine, Champagner, Weißweine aus dem Barrique (Chardonnay), kräftige Roséweine.
13-15 °C
Halbtrockene und körperreiche Weine. Weißweine mit mehr als 13% Alkohol.
Rotwein
Temperaturen unter 10°C sind nicht zu empfehlen, da die sortentypische Ausprägungen und die Feinheiten des Weines verschwinden
11-14 °C
Junge, fruchtige Weine, Landweine, Beaujolais, können bei dieser Trinktemperatur ihr bestes Aroma ausbilden.
14-15 °C
Kräftige, gehaltvolle Weine entfalten zwischen 14 und 15 Grad temperiert, ihre aromatischen Stoffe voll (Merlot, Chianti, Tempranillo).
15-19 °C
Das Weinbouquet kommt bei dieser Temperatur voll zur Geltung bei Syrah, Cabernet, Barolo oder einem Amarone
über 19 °C
Diese Temperatur ist eher nicht zu empfehlen weil die Geruchsentwicklung dann sehr intensiv und die Verdampfung von Alkohol hoch ist, was man dann eher als unangenehm empfindet.
Wein optimal temperieren
Es liegt in der Natur der Dinge, dass sich Temperaturunterschiede ausgleichen. Wie schnell dieser Vorgang vor sich geht, hängt sehr von der Umgebungstemperatur ab. Gerade im Sommer kann dies Probleme bereiten, denn ein sommerlich warmes Glas ist der größte Feind eines jeden perfekt temperierten Weines. Da empfiehlt es sich, den Wein einige Grade kälter zu servieren.
Weiß- und Roséweine können problemlos einige Tage im Kühlschrank gelagert werden. Gehaltvolle Weine eine halbe oder ganze Stunde vor dem Genuss aus dem Kühlschrank nehmen.
Leichte, fruchtige Rotweine können wie Weißweine im Kühlschrank gelagert werden. Diese schmecken an einem warmen Sommertag leicht gekühlt sehr erfrischend. Gehaltvolle, kräftige Rotweine eine bis zwei Stunden vor dem Genuss in den Kühlschrank stellen.
Und wenn es einmal schnell gehen soll: Eine zu warme Flasche für kurze Zeit ins Tiefkühlfach legen. Eine zu kalte Flasche in angewärmtes – maximal handwarmes – Wasser stellen.



