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Sangiovese Rosso di Rossi Romignano – 2007 IGT
Der im Folgenden besprochene Wein ist eine Entdeckung der letzten Toskana-Reise. Das Weingut von Riccardo Rossi liegt in der Nähe von Arezzo und ist gar nicht so leicht zu finden. Auf der Straße in Richtung San Giustino Terranuova weist noch ein Schild den Weg in Richtung „Agriturismo Villa Romignano“. Dann endet die Beschilderung aber und es geht über Feld- und Schotterwege ins Gelände. Irgendwann erscheint, prächtig auf einem Hügel gelegen, auf einer Höhe von 280 m, tatsächlich ein Haus – die Villa Romignano. Das Weingut um die Villa Romignano beläuft sich auf ca. 30 Hektar. Auf tonhaltigen, mit Sand durchsetzten Weinbergböden in Südlage wachsen hier die Trauben für die Weine von Riccardo Rossi.
Das prachtvolle Herrenhaus und eine ehemalige Scheune wurden im Jahr 2003 sorgfältig restauriert und zu zwei Ferienhäusern umgestaltet. Auf dem Areal gibt es zwei weitere Häuser: im einen wohnt die Besitzerfamilie Rossi, im anderen wohnen Angestellte des Landguts. In einem weiteren, eigens hergerichteten Gebäude werden auf Wunsch Weinproben und Abendessen mit traditioneller toskanischer Küche angeboten.
Als wir die die 500m lange Schotterauffahrt zu Fuß gemeistert hatten, läuft uns zufällig der Besitzer des Weingutes – Riccardo Rossi – über den Weg. Es ist Mittwoch-Nachmittag und Herr Rossi befindet sich gerade mitten bei der Arbeit und ist auf dem Weg in seinen Weinkeller. Trotzdem lässt er sich nicht lange bitten, und bietet uns auf Nachfrage an, dass wir einige Weine verkosten können. Authentischer kann ich mir eine Weinverkostung direkt beim Erzeuger in der Toskana nicht vorstellen: der Weingutsbesitzer steht in Gummistiefeln und voller Arbeitsmontur mit uns im dafür hergerichteten Verkostungsraum und stellt uns seine Weine vor. Außerdem ist Riccardo Rossi die Freundlichkeit in Person. Die Leidenschaft mit der er von seinen Weinen und seinem Weingut erzählt ist beeindruckend. Man spürt, dass unser Gesprächspartner mit Herz und Seele Weinerzeuger ist!
Zum Wein. Der Romignano Rosso di Rossi IGT ist ein Chianti IGT der rein ökologisch hauptsächlich aus Sangiovese gekeltert wird. Es handelt sich also um einen Biowein. IGT steht für Indicazione Geografica Tipica. Unter dieser Bezeichnung findet sich in Italien ein breites Spektrum von belanglosen Weinen bis hin zu höchstwertigen Weinen, denen eine DOC oder DOCG-Klassifizierung zum Beispiel deshalb verwehrt bleibt, weil sie aus anderen als den hierfür vorgeschriebenen Trauben gekeltert sind. Im Fall des Romignano Rosso di Rossi ist es so, dass der Weinberg aus dem die Trauben stammen schlicht und ergreifend nicht einem DOC-Gebiet zugeordnet ist obwohl er vielleicht bessere Trauben liefert, als der nebenan liegende Weinberg, der als DOC-Gebiet deklariert ist. Und genau das ist der Fall. In einer angrenzenden Fläche erntet Riccardo Rossi die Trauben für einen Chianti geringerer Qualität aber mit der Deklarierung DOCG.
Beim Rosso di Rossi sieht man schon im Glas, dass es sich um einen tollen Wein handelt. Die Farbe: Tiefes rubinrot. Schöne Schlieren zieht dieser Rotwein beim Schwenken im Glas. Der Duft: Aromen wie Kirschlikör, dunkle Beeren, Blaubeeren und ein Hauch Vanille. Der Geschmack: Angenehme und zurückhaltende Tannine. Ausgewogen. 13,5% Alkohol machen sich bemerkbar. Man kann die kerngesunden Trauben aus Weinbergen mit geringem Ertrag förmlich schmecken. Ein dichter körperreicher Wein. Die 12 Monate, die der Romignano Rosso di Rossi im Barrique ausgebaut wurde, nimmt man durch dezenten Holzgeschmack wahr.
Fazit: Ein sehr schöner Wein und eine absolute Empfehlung für Freunde des anspruchsvollen Chiantis. Schade nur, dass dieser Wein in Deutschland nicht erhältlich ist. Herr Rossi hat uns erzählt, bisher interessieren sich die deutschen Weingroßhändler nur für seinen Einstiegs-Chianti. Der ist eben günstiger – trotz DOCG-Auszeichnung – kommt aber an den Romignano Rosso di Rossi nicht heran. Kein Problem für mich: ich habe ein paar Flaschen aus der Toskana mitgebracht. Die schlummern im Keller und warten darauf, geöffnet zu werden. Bleibt nur zu hoffen, dass der Vorrat bis zum nächsten Toskana-Ausflug ausreicht.
Wein zur Grillparty: Le Tapie
Sommerzeit ist Grillpartyzeit. Zwanzig Gäste sind geladen, ganz rustikal die Biertische aufgebaut, den Grill platziert, das Fleisch und die Grillwürste eingekauft. Da fehlt nur noch der passende Wein. Bei der Anzahl an Gästen muss es ja nicht unbedingt ein Bordeaux für 30 Euro sein. Passt auch nicht zur Grillparty finde ich. Also ab ins Weindepot meines Vertrauens und die Frage gestellt: „Welchen einfachen Weißwein würden Sie mir zur Grillparty empfehlen?“. Die Antwort kam ziemlich spontan und überzeugend: den Le Tapie Blanc! Na gut, denke ich mir, eine Verkostung schadet nicht, Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Das Ergebnis der Verkostung: ein klares „Ja, den nehme ich!“. Wirklich überzeugend. Vor allem auch der Preis. Genau das richtige für das große Grillen!
Der Le Tapie Blanc kommt aus dem Südwesten Frankreichs vom Winzerverein Plaimont. Es handelt sich um einen einfachen Landwein der aus den Rebsorten Colombard und Ugni Blanc gekeltert wird. Für Weißweine wurde Colombard vor allem im Bordelais genutzt, zum Beispiel an den Côtes de Blaye und im Entre-deux-Mers, wo man diese Rebsorte aber immer nur als zweitrangig einstufte. Auch in anderen Ländern wurde Colombard als minderwertige Traube betrachtet – zum Beispiel in Kalifornien wurde Colombard deshalb geschätzt, weil die Erträge an säuerlichen Trauben umfangreich waren und gut mit anderen Sorten, zu in der Regel günstigen Weißweinen, verschnitten werden konnten. Umso erstaunlicher was Plaimont mit dem Le Tapie geschafft hat. Durch die Reduktion der Erträge wurden Trauben mit hohem Aromenpotenzial geschaffen. Aber auch bei der Vinifikation hat Plaimont neue Wege beschritten und damit einen frischen und fruchtbetonten Weißwein erzeugt.
Zum Wein: Die Farbe: Helles Strohgelb. Der Duft: Sofort steigen einem Zitrusnoten in die Nase. Frisch und fruchtig. Der Geschmack: Auch hier klare und erfrischende Zitrone. Exotische Früchte sind noch erkennbar. Die Frucht ist sehr intensiv. Bereits der erste Schluck begeistert . Eine deutliche Säure ist erkennbar – noch angenehm aber grenzwertig dominant. Speiseempfehlung: Eine klare Empfehlung zu leichtem Essen oder alternativ als Begleiter zur Grillparty an warmen Sommerabenden.
Fazit: Der optimale Wein zur Grillparty. Kein edler Tropfen aber ein frischer und sehr fruchtiger Weißwein der kalt getrunken werden sollte. Der Le Tapie wird nicht unbedingt besser wenn er warm wird – aber wer möchte bei warmer Lufttemperatur auch warmen Weißwein zur Grillparty trinken? Und: zum Preis von ca. 5 Euro eine absolute Empfehlung! Zusammenfassend: ein einfacher, günstiger, erfrischender und sehr fruchtiger Weißwein für den Sommer – einfach ideal als Begleiter zur Grillparty. Ich sage: Daumen hoch!
Mein Sommelier
Der Geheimtipp für Weinliebhaber – Experten stellen monatlich exklusive Weine vor: Top Preise und beste Beratung
Guter Wein hat Charakter. Er erzählt eine Geschichte von Natur und Umwelt, von Menschen und von Leidenschaft. Das Keltern ist die Kunst, die persönliche Note eines jeden Weines das unverwechselbare Erlebnis. Diese Vielfalt hat die Menschen seit jeher fasziniert.
Wein ist eines der ältesten Kulturgüter der Menschheitsgeschichte. Die Kunst der Herstellung ist über Jahrtausende fortentwickelt worden, öffentliche Weinproben und private Verkostungen sind Orte der Begegnung und Anlass für Kommunikation. Nicht umsonst ist das Interesse an Weinseminaren in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Menschen wollen mehr erfahren über das, was sie trinken, entwickeln ein Bewusstsein für das Besondere und entdecken den Spaß am gemeinsamen Genießen.
Mein-Sommelier hat eine Plattform des Erlebens geschaffen, die Weininteressierten und Kennern ganz neue Möglichkeiten bietet. Jeden Monat stellt ein erfahrener Sommelier ein ganz besonderes Weingut vor – stets einen Geheimtipp, dessen Erzeugnisse bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Deutschland gehandelt wurden. Er besucht die Winzer und schnürt gemeinsam mit ihnen exklusive Weinpakete, die es in dieser Form nirgendwo sonst zu kaufen gibt.

Neben dem günstigen Ab-Hof-Preis profitieren die Genießer vor allem von dem Wissen und der individuellen Geschichte, die der Sommelier zu seiner Empfehlung serviert. Der Experte kennt das Weingut, den Winzer und die Historie der Betriebe, die oft seit Generationen höchsten Genuss garantieren. Dieses Weinwissen gibt er weiter – mit jeder Flasche.
Damit verbindet Mein-Sommelier die erstklassige Beratung des Fachhandels mit den günstigen Preisen eines Online-Shops.
Auf www.mein-sommelier.de treffen sich Weinliebhaber aus der ganzen Welt, um Neues zu entdecken. Sie entscheiden sich für den Wein des Monats und gehen auf eine Reise zu ihrem ganz persönlichen Geschmack. Dazu finden sie Wissenswertes zu den jeweiligen Produkten und erfahren, wie sie den Wein zu einem kulinarischen Erlebnis kombinieren können – Essen und Trinken vereint.
Die Geselligkeit und das Miteinander sind seit jeher mit Wein verbunden. Deshalb treffen sich die Freunde von Mein Sommelier, um sich über die neuesten Geschmackserlebnisse auszutauschen – in der Mein-Sommelier Facebook-Gruppe und im echten Leben.
IndoChine
Arne Suckfüll, der Managing Director des Indochine, hat uns Rede und Antwort gestanden und interessante Einblicke in das von ihm geführte Restaurant geboten.
Seit wann gibt es das Restaurant IndoChine in Hamburg? März 2002.
Beschreiben Sie bitte einmal das Restaurantkonzept in wenigen Sätzen. IndoChine ist eine einzigartige Reflektion zeitgenössischen asiatischen Lebensgefühls, gleichbedeutend mit leichten und gesunden authentischen Speisen aus Laos, Kambodia und Vietnam gepaart mit kolonial-französischen Einflüssen und prämiertem Design.
Die Location und Einrichtung des Indochine stechen sofort ins Auge. Worauf wurde bei der Gestaltung Wert gelegt? Bei der Gestaltung des IndoChine waterfront + restaurant am Hamburger Hafen stand der Blick auf den Hafen und die Elbe natürlich im Vordergrund. Auf drei Ebenen, die allesamt durch Transparenz und großzügige Offenheit verknüpft sind, wurde durch eine Mischung von Antiquitäten, asiatischen Artefakten und modernen Materialien wie Glas, Leder und Edelstahl eine “perfekte Symmetrie” zwischen Tradition und Moderne, alt und neu, Asien und Europa geschaffen. IndoChine verkörpert das moderne Asien.
Federführend bei der Gestaltung des IndoChine waterfront + restaurant in Hamburg ist mein Partner Michael Ma, der sich auch für die Gestaltung der 25 weiteren Objekte der IndoChine Gruppe verantwortlich zeigt.
Worin besteht die Einzigartigkeit des IndoChine Waterfront und Restaurant? Das IndoChine bietet Raum für hervorragende Cocktails und Gespräche, während man in den großzügigen Leder Lounges in unserer Bar SaVanh entspannt, die sich am Wochenende ab 22 Uhr zum urbanen Club verwandelt. Im waterfront + restaurant genießt man unsere authentischen Köstlichkeiten bei bestem Blick auf den Hamburger Hafen und die vorbeifahrenden Ozeanriesen. Bei schönem Wetter verführen die großzügigen Sonnenterassen des waterfront + restaurant und der Bar SaVanh zum Verweilen am Elbufer. Diejenigen unter unseren Gästen, die gerne Sand unter den Füssen fühlen oder am Pool entspannen möchten sind im PianoBeach-Club hervorragend aufgehoben, der von April bis September geöffnet ist.
Und wer nicht nur eine wirkliche Abkühlung möchte, der ist herzlich willkommen in unserer Alpha Noble IceBar, der einzigen ganzjährigen Eisbar in Deutschland, die mit regelmäßig wechselnden Inszenierungen bei –10° C vergängliche Kunst zum anfassen bietet.

Ein paar Worte zu Ihren Küchenchefs? In unserer Küche teilen sich die Herren Johann Tang und Sven Langanke die Verantwortung. Herr Tang führt die Regie der asiatischen Seite, während Herr Langanke sich für die Kreationen der kolonial-französischen Seite verantwortlich zeigt.
Kommen wir zum Thema Wein. Welche Rolle spielt die Wein in ihrem Gastrokonzept? Wasser und Wein sind im waterfront + restaurant die bevorzugte Wahl unserer Gäste, aber auch in unserer Bar SaVanh wird ein guter Tropfen geschätzt.
Und was finden Ihre Gäste auf der Weinkarte? Deutsche Weine und hierbei vorrangig Rieslinge, sowie internationale Sauvignon Blancs bilden bei uns einen Schwerpunkt, denn sie harmonieren einfach hervorragend mit unseren asiatischen Speisen. Bei den Rotweinen bilden Frankreich, Italien, Spanien, sowie Australien die Schwerpunkte und hierbei die gehaltvolleren Weine.
Als dritte Fraktion spielen die Champagner eine Rolle, die sich ebenso hervorragend als Aperitif, wie auch als Speisenbegleiter auszeichnen.
Lassen Sie uns noch beim Wein bleiben. Wenn Sie einen Lieblingswein nennen müssten, welcher wäre das? Mein Lieblingswein ist immer der Wein, der am besten zum Zeitpunkt, Stimmung und Anlass passt. Welchen Wein ich aber immer wieder gerne trinke, ist der Sauvignon Blanc “Coastal”, Buitenverwachting, Constancia, Südafrika, der neben der hervorragenden Komplexität und seinem köstlichen Geschmack von Stachelbeere und zarter Limette frisch wirkt, aber dennoch weich und harmonisch bleibt.
Was halten Sie vom Motto unseres Weinblogs „Wein & Lifestyle“. Können Sie dieser Kombination etwas abgewinnen? Wein ist populär und Lebensgefühl zugleich. Man kann immer einen Wein finden, der genau zu diesem oder jenem Anlass gerade passt. Und genau wie bei der Musik kann ein bestimmter Tropfen einen Moment erst perfekt machen.
Zurück zu Ihnen ins Restaurant. Wie lautet die Empfehlung für den perfekten Abend? Ein perfekter Abend ist der Abend, an dem man köstliche Speisen und Getränke, sowie gute Gespräche in netter Gesellschaft teilt.
Herr Suckfüll, ganz herzlichen Dank für die interessanten Antworten auf unsere Fragen. Wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch im IndoChine!
IndoChine waterfront + restaurant
Neumühlen 11
22763 Hamburg
T: 040 3980 7880
F: 040 3980 7882
E: info@indochine.de
www.indochine.de
So – Fr 12.00 – 0.00 Uhr durchgängig warme Küche
Sa 17.00 – 00.00
Brunch jeden Sonntag ab 11 Uhr
Restaurant “la vie”
„Kochen ist eine Kunst und gar eine edle“ – das ist das Motto des Restaurants la vie in Osnabrück. Und diese Kunst scheint man zu beherrschen im la vie. Kommentare wie „einfach göttlich“, „absolute Klasse“, „empfehlenswert“ oder „etwas ganz besonderes“ sind die Attribute die man hört wenn man sich mit Gästen unterhält die das la vie schon besucht haben. Das Restaurant präsentiert sich stilsicher und mit anspruchsvollem Charakter in der Altstadt von Osnabrück. Architektonisch gelungen und modern wirkt die Kombination aus historischem Gemäuer und klassizistischer Villa. Restaurant und Salon befinden sich im Erdgeschoss und dort befindet sich auch der begehbare Weinschrank. Lifestyle vom Feinsten, eine tolle Weinauswahl und noch viele Gründe mehr haben uns dazu bewogen, Thomas Bühner, dem Küchenchef und Patron des Restaurants la vie einige Fragen zu stellen.
Sehr geehrter Herr Bühner, seit wann gibt es das Relais & Châteaux Restaurant la vie nun schon? Unter Leitung von Thayarni Kanagaratnam und mir seit April 2006.
Wie würden Sie das Konzept mit wenigen Sätzen beschreiben? Die Gäste sollen das Gefühl haben, als seien sie bei uns zu Hause eingeladen!
Das moderne und behagliche Einrichtungsdesign fällt auf. Wer war für die Gestaltung des Restaurants verantwortlich? N3 Architektur, Hagen – Architektin Cornelia Neumann, gemeinsam mit mir und Thayarni Kanagaratnam haben das Restaurant gestaltet.
Was macht ihr Relais & Châteaux Restaurant einzigartig? Der Dreiklang aus harmonischer Aromenküche, herzlichem Service und behaglicher Atmosphäre.
Was kommt aus der Küche des la vie und wodurch sind die Gerichte inspiriert? Aus unserer Küche können Sie eine Überraschende Vielfalt erwarten – mit kleinen Ouvertüren auf den jeweils nächsten Gang, feine Aromenküche, und Qualität steht ganz oben!
Ein paar Worte zu Ihnen als Küchenchef? Ich bin der „Trainer“ einer Mannschaft von hervorragenden Einzelspielern!
Welche Rolle spielt Wein bzw. die Weinkarte in ihrem Gastrokonzept? Allein die 1000 Positionen sprechen für sich!
Wie haben Sie die Weinkarte konzipiert und wo liegt der Schwerpunkt? Wir sind ein Restaurant mit internationalem Publikum, so haben wir auch internationale Weine. Die Karte bietet für jedes Portemonnaie gut trinkbare, zum Menü passende und bezahlbare Weine.
Das Motto der WeinLese lautet „Wein & Lifestyle“. Können Sie der Verbindung etwas abgewinnen? Wein und gutes Essen ist Lifestyle! Wein und Lifestyle lassen sich kaum zu trennen, wenn es um einen gelungenen Abend in einem Restaurant geht, oder?
Was genau assoziieren Sie mit Lifestyle? Die Kunst, genießen zu können.
Ist Wein Lifestyle? Es kommt darauf an, wo und mit wem man ihn trinkt.
Zurück zu Ihnen ins Restaurant. Was empfehlen Sie für den perfekten Abend? Gut gelaunt, entspannt, offen und bereit für Neues ins la vie kommen!
Ganz herzlichen Dank für dieses Interview!
Relais & Châteaux Restaurant la vie, Krahnstraße 1-2, 9074 Osnabrück, Tel; 0541/331150, Fax: 0541/3311525, info@restaurant-lavie.de
Bordeaux Subskription
Bordeaux Subskription: zur Zeit in aller Munde – was verbirgt sich eigentlich dahinter? Die Subskription von Bordeauxweinen bedeutet vereinfacht „Vorbestellung bereits vinfizierter Weine eines Jahrgangs, der sich noch nicht im Verkauf befindet“. Im Prinzip ist die Subskription also ein Termingeschäft. Man kann Weine reservieren die noch gar nicht im regulären Verkauf sind. Die Subskription hat unter Kennern dieser legendären Gewächse eine lange Tradition. Nur durch Nutzung dieser Vorkaufsmöglichkeit kann man sicher gehen, so rare Gewächse wie Mouton Rothschild oder Lafite Rothschild oder auch andere unbekanntere Bordeaux Weine überhaupt zu erhalten oder sich einen bestimmten Preis des jeweiligen Weines sichern. Wenn man sich ganz sicher sein kann, dass ein bestimmter Jahrgang oder die Weine eines bestimmten Chateaux schnell überdurchschnittlich teurer werden werden, oder das Kontingent schnell erschöpft sein wird, und der jeweilige Wein über den Fachhandel nur noch schwer zu bekommen sein wird, sollte man ihn subskribieren.
Beim Jahrgang 2009 ist das ganz sicher der Fall. Fachleute feiern diesen Bordeaux-Jahrgang bereits als einen der besten der letzten Jahrzehnte. 2009 bot in Bordeaux ideale Bedingungen für einen hervorragenden Jahrgang. Es war warm, aber nicht heiß. Es war ausreichend feucht, aber nicht nass. Und vor allem: Im Herbst war es sonnig und wunderbar warm, so dass die Trauben gelesen werden konnten, nachdem sie ihren gewünschten Reifegrad erreicht hatten.
Beim Jahrgang 2009 scheint man also nichts falsch machen zu können mit der Subskription. Ein klassisches Prinzip lautet: In großen Jahren kleine Chateaux kaufen. Denn im unteren Segment gibt es 2009 legendäre Qualitäten zu vernünftigen Preisen. Hawesko als einer der großen Online-Weinhändler beispielsweise bietet eine breite Palette – von Einstiegsweinen bis hin zu den ganz großen Gewächsen. Bordeaux Subskription für jedermann also. Wir wünschen viel Spaß beim subskribieren. Und noch mehr Spaß und Genuss beim Verkosten der Weine in ein paar Jahren!
Chardonnay Grange Philippe
Sommerzeit ist Weißweinzeit. Endlich scheint die Sonne, die Abende laden ein, um im Garten zu sitzen und ein Glas Weißwein zu trinken. Zeit also mal wieder einen Chardonnay zu verkosten. Und zwar aus Frankreich. Heute soll es der Chardonnay Grange Philippe – Jahrgang 2008 – aus Südfrankreich sein. Es handelt sich dabei um einen Vin de Pays D’Oc. Vin de Pays dürfen nur aus zugelassenen Rebsorten produziert und nicht mit Weinen aus anderen Gebieten verschnitten werden. Es handelt sich bei Vin de Pays D’Oc um französische Land- oder Tafelweine an die sich eine geschützte Herkunftsregion anschließt. Das bedeutet, dass sich unterschiedliche Arten von Vin de Pays nach der geographischen Lage unterscheiden. Vin de Pays D’Oc bezieht sich auf das an das Mittelmeer angrenzende Südfrankreich und das Gebiet westlich der Rhone im südlichsten Abschnitt.
Zum Wein: Der Grange Philippe Chardonnay erfährt eine kurze Maischegärung mit anschließender Stabilisierung über 24 Stunden bei 8 Grad. Anschließend folgt die langsame Gärung bei niedriger Temperatur über einen Zeitraum von ca. 3 Wochen. Der Wein wird danach im Stahltank auf der Feinhefe ausgebaut. Holz ist nicht im Spiel. Es handelt sich bei diesem Chardonnay schließlich um einen eher einfachen Landwein.
Die Farbe: Helles strohgelb. Der Duft: Pure und reine Chardonnayfrucht. Der Geschmack: Eine feine Butternote ist erkennbar, mit Anklängen von frischer Ananas, Birnen und Feigen. Am Gaumen zeigt er sich frisch und mit leichter anregender Säure.
Fazit: Der Chardonnay Grange Philippe ist ein einfacher Wein. Als Aperitiv oder als gepflegtes Glas Sommerwein durchaus möglich. Kein wirklich großer Weißwein – eher ein sehr einfacher Chardonnay Vin de Pays D’Oc. Ich habe schon Chardonnays der gleichen Preisklasse (ca 8 Euro) verkostet, die ich ganz klar vorziehen würde.
Wein und Grillen
Sommer, Sonne, Sonnenschein – Zeit zum Grillen! Und es muss nicht immer Bier sein zum Grillen. Denn auch Wein passt ganz hervorragend zu gegrilltem Fleisch, Fisch oder auch zu gegrilltem Gemüse. Die große Frage aber lautet: welcher Wein passt am Besten zu Gegrilltem? Einerseits ist es heiß und man tendiert eher zu einem leichten Weißwein. Andererseits verbindet man mit Grillen intensive Aromen durch die Marinade und Röstaromen durch das Grillen des Fleisches. Selbst die Frage nach der passenden Farbe des Weines ist nicht ganz einfach. Die Lufttemperaturen sprechen klar für einen kühlen Weißwein. Die kräftigen Aromen des Grillgutes schreien nach einem kräftigen Rotwein.
Um euch die Weinauswahl zu vereinfachen und unangenehme Überraschungen zu vermeiden, zeigen wir welcher Wein beim Grillen passt.
Aperitif
Grundsätzlich empfehlen wir als Aperitiv zum Grillen: ein Bier! Wer aber schon vor dem Essen nicht auf den Wein verzichten möchte, dem empfehlen wir als Aperitif einen leichten Wein mit 10-12% Alkohol.
Grillwürste
Der Grillklassiker! Dazu passt ein mittelkräftiger Weiss- oder Roséwein. Mit einem Rivaner oder auch einem trockenen Roséwein liegt man hier richtig.
Steaks
Wir bevorzugen deshalb einen Weißwein zum Grillen, weil der gekühlt getrunken werden kann, spritzig ist und bei warmer Lufttemperatur im Sommer schön erfrischt.
Aber: eigentlich ist ein kräftiger Rotwein gegrilltem Fleisch deutlich besser gewachsen. Hier bieten sich z.B. Neue-Welt-Weine an, z.B. ein Shiraz oder Cabernet Sauvignon aus Chile, Argentinien oder Südafrika. Und zwar idealerweise ganz leicht gekühlt.
Geflügel
Da auch Geflügel in der Regel pikant mariniert ist, könnt ihr euch an der Empfehlung für Steaks orientieren.
Ansonsten passen hier leichtere Weine besser: Es empfehlen sich ein dezenter Riesling oder ein leichter Sauvignon Blanc. Sauvignon Blanc passt ganz hervorragend bei exotischen Saucen und Marinaden.
Fisch
Zu in Folie gegartem Fisch empfiehlt sich ein Grauburgunder oder Sauvignon Blanc
Restaurant Seven Seas
Wer in Hamburg auf der Suche nach einem Restaurant mit perfektem Elbblick ist, anspruchsvolle Küche liebt und eine exklusive Weinauswahl erwartet, der liegt mit dem Gourmetrestaurant Seven Seas auf dem Süllberg goldrichtig. Der Süllberg befindet sich in Hamburg im Stadtteil Blankenese, es handelt sich dabei um einen 75 m hohen Berg direkt an der Elbe. Dort wurde bereits im Jahre 1060 die erste Burg errichtet. Das jetzige Gebäude wurde 1887 bis 1903 auf dem Süllberg errichtet und zählt schon lange zu den beliebten Ausflugszielen rund um Hamburg. Karlheinz Hauser bietet dort heute Spitzengastronomie vom Feinsten – kombiniert mit einem traumhaften Blick auf die Elbe.
Wir haben Sebastian Kesting, dem Restaurantleiter des Gourmetrestaurants Seven Seas Fragen gestellt.
Herr Kesting, seit wann gibt es das Restaurant Seven Seas auf dem Süllberg? 2002
Gourmetrestaurant Seven Seas – das lässt schon viel vermuten. Wie würden Sie ihr Restaurant beschreiben? Das Gourmetrestaurant „Seven Seas“ ist das Herzstück des Süllberg-Ensembles. In elegantem Ambiente, ausgestattet mit den edelsten Details der Tisch- und Tafelkultur, wird den Gästen hier die Kochkunst der ganz besonderen Art präsentiert. Das „Seven Seas“ bietet eine exzellente klassisch-französisch geprägte und mit Einflüssen der sieben Weltmeere akzentuierte Küche, die seit 2003 mit einem der begehrten Michelin-Sterne ausgezeichnet ist. Karlheinz Hauser schafft es hier mit seinem hochklassigen Küchen- und Serviceteam, auch den höchsten Ansprüchen zu genügen und den Besuch eines jeden Gastes zu einer Gourmetreise der Extraklasse werden zu lassen. Der Blick über die Elbe rundet das Genusserlebnis ab, wobei im Sommer dieses auch auf der ourmet-Terrasse unter freiem Sternenhimmel erlebt werden kann. In der dem „Seven Seas“ angrenzenden Bar haben die Gäste Gelegenheit, sich bei einem Aperitif auf das kulinarische Erlebnis entsprechend einzustimmen.
Welche Rolle spielt Wein bzw. die Weinkarte in ihrem Gastrokonzept? Die Weinkarte spielt eine ganz wesentliche Rolle in unserem Konzept. Sie ist mit der Speisekarte die “Visitenkarte” unseres Restaurants- und greift in ihrer Zusammenstellung die Hochwertigkeit unserer Küche auf.
Wie haben Sie die Weinkarte konzipiert und wo liegt der Schwerpunkt? Die Weinkarte ist so konzipiert, dass sie höchsten Ansprüchen in puncto Angebot und Jahrgangstiefe entsprechen kann (viele gereifte Bordeaux-Weine finden sich auf unserer Karte) Der Schwerpunkt liegt bei den Weißweinen in Deutschland, bei den Rotweinen in Frankreich – vor allem im Bordeaux und in Italien.
Das Motto der WeinLese lautet „Wein, Pop & Lifestyle“. Können Sie der Verbindung etwas abgewinnen? Hochwertige Weine und eine herausragende Küche haben für viele Gäste mit ihrem persönlichen Lifestyle zu tun…ein Thema das in den letzten Jahren an Bedeutung zugenommen hat…auch in den Medien…das Thema Pop kann ich in dieser Form in unserem Restaurantkonzept nicht wiederfinden..mag aber auf andere Gastronomiekonzepte zutreffen.
Nochmal zurück zu Ihnen ins Restaurant Seven Seas. Haben Sie eine Empfehlung für den perfekten Abend parat? Die Empfehlung für einen perfekten Abend – mit guten Freunden ein herausragendes Menü, begleitet von den passenden Weinen und einem herzlichen und perfekten Service in dem wunderschönen Ambiente unseres Restaurants zu genießen.
Herr Kesting – vielen Dank für dieses interessante Interview!
Gourmetrestaurant „Seven Seas“, Süllbergsterrasse 12, 22587 Hamburg, Montag, Dienstag geschlossen, Mittwoch-Samstag abends ab 18:30 Uhr geöffnet und Sonntagmittag von 12:30 Uhr bis 15:00 Uhr und ab 18:30 Uhr .
Für alle Freunde der WeinLese-Interviews: das nächste Gespräch erscheint schon am 9. Juli auf diesem Weinblog. Und zwar ist unser Interviewpartner Arne Suckfüll, der Managing Director des Restaurants Indochine in Hamburg. Man darf gespannt sein!
Champagnerlaune im Restaurant Cube
Das Restaurant Cube hat Champagnerlaune und feiert die “Champagne in the City Party”. Der Event steigt am 03. Juli 2010 im Restaurant Cube in München. Dazu gibt es Fingerfood von der mehrfach asgezeichneten Küchencrew. Außerdem kündigt der Macher des Restaurants Cube, Markus Mensch, Lounge & Club Sound von den Cube DJs und jede Menge feinsten Champagner zum “best price” an.
Jeder Gast hat auch die Möglichkeit, seine Flasche Champagner selbst mit dem Säbel unter Anleitung von Markus Mensch, der von der Conferie du Sabre d’Or zum Maitre-Sabreur ernannt wurde, zu öffnen. Na dann viel Spaß!



