Sommerzeit ist Weißweinzeit. Endlich scheint die Sonne, die Abende laden ein, um im Garten zu sitzen und ein Glas Weißwein zu trinken. Zeit also mal wieder einen Chardonnay zu verkosten. Und zwar aus Frankreich. Heute soll es der Chardonnay Grange Philippe – Jahrgang 2008 – aus Südfrankreich sein. Es handelt sich dabei um einen Vin de Pays D’Oc. Vin de Pays dürfen nur aus zugelassenen Rebsorten produziert und nicht mit Weinen aus anderen Gebieten verschnitten werden. Es handelt sich bei Vin de Pays D’Oc um französische Land- oder Tafelweine an die sich eine geschützte Herkunftsregion anschließt. Das bedeutet, dass sich unterschiedliche Arten von Vin de Pays nach der geographischen Lage unterscheiden. Vin de Pays D’Oc bezieht sich auf das an das Mittelmeer angrenzende Südfrankreich und das Gebiet westlich der Rhone im südlichsten Abschnitt.
Zum Wein: Der Grange Philippe Chardonnay erfährt eine kurze Maischegärung mit anschließender Stabilisierung über 24 Stunden bei 8 Grad. Anschließend folgt die langsame Gärung bei niedriger Temperatur über einen Zeitraum von ca. 3 Wochen. Der Wein wird danach im Stahltank auf der Feinhefe ausgebaut. Holz ist nicht im Spiel. Es handelt sich bei diesem Chardonnay schließlich um einen eher einfachen Landwein.
Die Farbe: Helles strohgelb. Der Duft: Pure und reine Chardonnayfrucht. Der Geschmack: Eine feine Butternote ist erkennbar, mit Anklängen von frischer Ananas, Birnen und Feigen. Am Gaumen zeigt er sich frisch und mit leichter anregender Säure.
Fazit: Der Chardonnay Grange Philippe ist ein einfacher Wein. Als Aperitiv oder als gepflegtes Glas Sommerwein durchaus möglich. Kein wirklich großer Weißwein – eher ein sehr einfacher Chardonnay Vin de Pays D’Oc. Ich habe schon Chardonnays der gleichen Preisklasse (ca 8 Euro) verkostet, die ich ganz klar vorziehen würde.


