Dass der deutsche Wein im Aufwind ist, ist kein Geheimnis. In Deutschland gibt es immer mehr Winzer die qualitativ tolle Weine produzieren. Im Ausland, beispielsweise in England und Amerika, wurde dies schon vor Jahren erkannt. Vor allem die Deutschen selbst wussten den eigenen Wein lange Zeit nicht zu würdigen, aber der Trend, den deutschen Wein als international ebenbürtigen und qualitativ gleichwertigen Wein anzusehen setzt sich zunehmend durch.
Und nun kommen auch noch die jungen Wilden. Der Generationswechsel im Weinbau vollzieht sich in den letzten Jahren zunehmend und hält die Weinszene in Bewegung. Für besondere Aufmerksamkeit sorgen immer mehr Jungwinzer, die sich zu Gruppen und Initiativen zusammenschließen – denn Einigkeit macht stark. Recht so! Eigentlich müssten sie Konkurrenten sein und doch ziehen sie es vor, gemeinsam von ihren Erfahrungen zu profitieren. Kooperieren statt Konkurrieren heißt die Devise der jungen Generation, denn heute liegt die Konkurrenz nicht mehr so sehr im Nachbarbetrieb, sondern vielmehr im international bestückten Weinregal des Lebensmittelhandels an jeder Ecke.
Die jungen Winzer haben internationale Erfahrungen gesammelt, sind motiviert und hochqualifiziert – das beweist nicht zuletzt die Qualität ihrer Weine. Die Winzer aus Leidenschaft sprechen die jungen Lifestyle- und Genießer-Zielgruppen an und repräsentieren die Bedürfnisse unserer Gesellschaft nach Authentizität und Zuverlässigkeit. Sie setzen konsequent auf Qualität und der Erfolg gibt ihnen Recht. Auch das Thema Marketing wird nicht vernachlässigt. Eines der auffälligsten und aufmerksamkeitsstarken Beispiele – das Weingut Markus Schneider – hatte ich in einem anderen Post bereits beschrieben. Markus Schneider und seine innovativen Weine mit so einprägsamen Namen wie Markus Schneider Black Print oder Markus Schneider Tohuwabohu haben gezeigt, wie es geht, deutsche Weine erfolgreich zu vermarkten.
Eine interessante Gruppierung „junger Wilder“, die dem deutschen Wein neuen Schwung verleihen werden, ist die „Generation Riesling“. Die Generation Riesling will das Image des modernen, hochwertigen und dynamischen deutschen Weinbaus in die Welt tragen. Auf Anregung des Deutschen Weininstituts (DWI) haben sich rund 165 junge Winzer, Kellermeister und Weinfachleute zu der Generation Riesling zusammengeschlossen, mit dem Ziel, als Botschafter des deutschen Weines den einheimischen Weinbaugebieten frischen Wind einzuhauchen. Das DWI hofft, mit der Website der Generation Riesling eine Plattform für die junge, nachwachsende Weingeneration geschaffen zu haben. Es soll eine Bewegung entstehen „bei der möglichst viele mitmachen“, so die Geschäftsführerin des DWI, Monika Reule.
Die Bezeichnung Generation Riesling resultiert aus der derzeit erfolgreichsten deutschen Weinsorte Riesling – wer hätte es gedacht! Aber auch junge wilde Vertreter anderer Weinsorten – vom Cabernet Sauvignon bis Sauvignon Blanc – sind in der Generation Riesling vertreten.
Einige Jungwinzergruppen nutzen Partys und Veranstaltungen, um Ihre Weine publik zu machen. Von Weinpartys mit hunderten Gästen bis hin zu exklusiven Abenden in außergewöhnlichen Locations. So stellte bereits vor Jahren beispielsweise die rheinhessische Gruppe „Wine on the rock“ vor dem romantischen Ambiente des Empire-Schlosses in Worms-Herrnsheim gemeinsam mit jungen Köchen sowie jungen Sommeliers ihr Können unter Beweis. Ähnliche Lifesytle-Veranstaltungen organisierten auch die „Nahetalente“ unter den Brückenhäusern von Bad Kreuznach. Oder die Veranstaltung Beats & Öxle von Rainer Trüby. Außerdem bieten einige der Winzer auch Wein Probiersortimente aus Deutschland an. Für die jungen Wilden von heute ist es wichtig, einerseits ihre Individualität zu wahren, aber andererseits auch Erfahrungen austzuauschen und gemeinsame Marketingstrategien zu entwickeln und Marktaktivitäten umzusetzen. Mit attraktiven Events und Partys schaffen Sie es eine junge, moderne, lifestyleorientierte Zielgruppe anzusprechen. Das ist die Zukunft der Weintrinker.
Eine gute Entwicklung finde ich. Warten wir ab und hoffen, dass die jungen Wilden weiterhin Rückenwind haben und der deutsche Wein weiter im Aufwind bleibt. Ich freue mich darauf.


Guten Tag,
stimmt, die junge Generation der Winzer, oder “die jungen Wilden” wie sie hier genannt werden ist sehr engagiert. Da habe ich schon ein oder zwei interessante Verkostungen erleben dürfen. Nichts gegen meinen Stammlieferanten http://www.etvini.de, aber diese Winzer haben nocheinmal eine andere Art, Weine zu verkaufen.
Freundliche Grüße,
Maria