Ab sofort gibts Wein statt Bier beim Fußball!

Bier beim Fußball – das war gestern. Der FC St.Pauli kooperiert mit dem Trend-Weinportal TVino aus Hamburg. TVino wagt einen weiteren innovativen Schriff im Internet.


Nicht nur dass TVino eines der ersten Portale war, das das Weinerlebnis online mit Bewegtbild zu transportieren versucht, TVino geht auch insofern neue Wege, als dass es über Kooperationen wie beispielsweise mit dem Kult-Fußballverein FC St. Pauli, ganz neue Zielgruppen zu erreichen versucht. Unter dem Motto “Zwei Teams, eine Leidenschaft” sorgen die Kooperationspartner dafür, dass die Fans den richtigen Wein im Glas haben.

TVino empfiehlt aber nicht nur den richtigen Wein sondern geht noch einen Schritt weiter und kreiert den perfekten Wein für den FC St. Pauli. Zusammen mit dem Präsidium des Fußballvereins organisierte das TVINO-Team eine Weinverkostung, an deren Ende zwei Gewinner kekürt wurden: die offiziellen Club-Weine des FC St. Pauli namens Jolly Blanc und Jolly Tinto. Beide Neuzugänge haben das, was einen »Fußballwein« ausmachen soll: sie sind süffig, leicht und gut bekömmlich. Ab sofort muss sich der Fußbalfan also nicht mehr ausschließlich auf Bier konzentrieren, sondern kann sich auch ein gutes Glas Fußball-Wein zum Spiel schmecken lassen.

vinx – ein kleines Piktogramm soll zeigen wie ein Wein schmeckt

Es ist immer die gleiche Frage, die sich der Weinkäufer am Weinregal oder beim Betrachten eines Katalogs stellt: Wie schmeckt dieser Wein? Joachim Zischke, Autor und Berater aus Deidesheim, nahm sich jetzt dieser Frage an und entwickelte vinx. Ein kleines Piktogramm auf der Weinflasche zeigt die Aromen und den Stil eines Weins auf einen Blick. Das macht die Auswahl für den Käufer transparent. Für den Winzer und Weinhändler transportiert das Bild den Charakter eines Weins direkt und ohne schriftlich formulierte Umwege zum Kunden.

Die Vielfalt der Aromen zählt zu den spannendsten und sinnlichsten Merkmalen eines Weins. Die komplexen Sinneseindrücke, die wir bei einem Schluck Wein erfahren, können wir jedoch nur schwer in Worten ausdrücken. Im Ergebnis liest sich eine Weinbeschreibung deshalb eher wie eine Reise durch die Phantasie des Verkosters. Nicht ohne Grund sprechen wir davon, dass ein Bild mehr sagt als tausend Worte. Das, was wir in der Gestalt eines Bildes sehen, erkennen wir leichter, verstehen wir schneller, prägt sich uns besser ein.

Die Grundlage des vinx Systems bildet der Aromen-Index, neun Aromengruppen, welche die geschmacklichen Eigenschaften eines Weins ausmachen. Jeder Aromengruppe ist eine Farbe zugewiesen. So wird beispielsweise Süße mit Rot verknüpft. Säure sehen viele Menschen in einem Bereich von Grün bis Gelb. Dunkle Farben erinnern an Holz und Würze. Diese farblichen Aussagen stimmen mit wissenschaftlich erforschten neurobiologischen und farbpsychologischen Vorstellungen überein. Das vinx Weinprofil zeigt dem Weinfreund sowohl die Art als auch die Ausdrucksstärke der Aromen. Zusätzlich erfasst vinx auf der Zeitachse die drei bekannten Phasen des sensorischen Wahrnehmens: Nase, Mund und Nachhall.

Tests ergaben, dass das nur 25 x 25 mm große vinx Bild, wie ein unbekanntes Verkehrsschild, bereits nach einer Kennenlernzeit von wenigen Sekunden verstanden wird. Das Auswählen von Weinen verläuft durch die bildliche Darstellung nahezu spielerisch. Schnell kann der Weinfreund sein persönliches Genussprofil mit dem vinx Weinprofil abgleichen und so seinen Wein entdecken.

Für den Handel bietet das vinx System ein optionales Software-Modul, womit der Weinkunde via Smartphone oder Webbrowser sein Genussprofil speichern, Weine auswählen und sogleich bestellen kann.

HolyMoly – oder: was macht eigentlich Markus Schneider?

Er macht weiterhin Wein. Guten Wein. Der Shiraz liegt Markus Schneider ja schon länger am Herzen. 2009 gab es den ersten Shiraz, geerntet von Markus Schneiders Resbstöcken. 2013 gab es den Nachfolger. Kräftig, dicht mit viel Substanz. Der Jahrgang war außerordentlich günstig für Rotwein und so hat Markus Schneider auch einen großen Shiraz vinifiziert, den HolyMoly.

HolyMoly -der Name ist treffend gewählt, denn sichtbares Erstaunen erfasst die Gesichter derjenigen, die erfahren, dass dieser Wein ein Pfälzer Shiraz ist. Ein guter Wein von Markus Schneider mit internationalem Charakter. Dicht, kraftvoll, aromatisch mit Barriqueeinfluss und in so dichtem und tiefdunklem Rot, dass es unmöglich ist, durch den Wein hindurch zu blicken. Es bedraf schon ein paar Sekunden, um Markus Schneiders Holy Moly zu verstehen. Die Rebsorte Syrah, die auch Shiraz genannt wird, stammt eigentlich aus dem Rhonetal in Frankreich. Mittlerweile hat sie sich besonders in warmen Ländern weltweit etabliert. In Deutschland ist der Anbau selten. Auf der offiziellen Website von Markus Schneider sagt er selbst über den Syrah: „In vielen Teilen der Welt hat der Syrah mittlerweile Kultstatus erreicht und nun ist der große Klassiker der Rhone bei uns zu Hause. Mit ganz eigenen Charakterzügen ausgestattet, ist es uns damit quasi gelungen, einer der extravagantesten Rebsorten der Welt, den Stempel MADE IN GERMANY aufzudrücken. In den heißen, skelettreichen Parzellen der nordwestlichen Feldmark, gedeihen die weitgereisten Reben hervorragend und bieten uns einzigartige Perspektiven.“

In der Nase duften Aromen von schwarzer Johannisbeere, Heidelbeere, würzigem Muskat und Walnuss. Auf der Zunge spielen weitere Aromen nach Brombeere und Pflaume mit ein. Die rauchigen Aromen des Holzfasses aus der 5-wöchigen Maischestandzeit geben dem Wein Struktur und Kraft. Druckvoll, komplex, dichte Frucht, viel samtenes Tannin, vielschichtig, voller Energie und jugendlichem Charme, saftig, würzig und sehr lange nachhallend.

Barack Obama trinkt Markus Schneider- und Dreissigacker-Wein

Die Weingüter Dreissigacker und Markus Schneider haben in diesen Tagen allen Grund zur Freude, denn kein Geringerer als Barack Obama genoss während seines Berlin-Besuchs die Weine der beiden renommierten Familienbetriebe.

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika war anlässlich eines Arbeitsbesuches in der deutschen Hauptstadt und nahm am Abend des 19. Juni 2013 gemeinsam mit seiner Frau Michelle an einem offiziellen Dinner im Schloss Charlottenburg teil. Bekocht wurden sie dort vom Berliner Sternekoch Tim Raue, der auch für die Weinauswahl verantwortlich zeichnete. “Ich habe mich bei der Zusammenstellung des Menüs von meiner Heimatstadt Berlin inspirieren lassen und deshalb unter anderem Kabeljau mit Schmorgurken, Königsberger Klopse und Bienenstich serviert. Die Weine von Jochen Dreissigacker und Markus Schneider begleiten unsere Gerichte schon seit vielen Jahren. Ihr moderner deutscher Stil, der sich in aromatischen, saftigen und doch eleganten Weinen zeigt, passt einfach wunderbar zu meiner Küche und zu diesem Anlass. Für mich präsentieren die beiden Winzer, ebenso wie ich, das moderne Deutschland: global gebildet und in ihrer Region zuhause”, so Tim Raue.

Jochen Dreissigacker und Markus Schneider sind stolz darauf, dass ihre Weine als Begleitung für diesen besondere Anlass ausgesucht wurden: “Unsere Weine werden auf der ganzen Welt ausgeschenkt – in Dubai, Norwegen, Südafrika und natürlich in den USA. Bis in das Weiße Haus haben wir es zwar bisher noch nicht geschafft, mit dem Abendessen im Schloss Charlottenburg sind wir unserem Ziel jedoch zumindest ein Stückchen näher gekommen. Wir hoffen sehr, dass dem Präsidenten unsere Weine geschmeckt haben und er spätestens jetzt weiß, dass sich die deutschen Weine im internationalen Vergleich vor niemandem verstecken müssen.”

Beim Empfang wurde Barack Obama, seiner Frau Michelle, Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie den rund 250 Gästen ein 2011 Dreissigacker Riesling Sekt trocken sowie ein 2012 Markus Schneider Weissburgunder trocken serviert. Zum Vier-Gänge-Menü von Tim Raue – weißer Spargel und Zitronenschaum mit Saiblingskaviar und Sauerampfer, Kabeljau mit Schmorgurken, Creme von Staudensellerie und Estragon, Königsberger Klopse vom Kalb, Muskatblütenbrösel, Rote Bete-Apfel-Salat und Stampfkartoffeln sowie Bienenstich mit Aprikosensorbet – genossen die Gäste anschließend den 2012 Kaitui Sauvignon Blanc vom Weingut Markus Schneider, den 2009 WUNDERWERK Spätburgunder trocken sowie die 2011 Rieslaner Beerenauslese Bechtheimer Heilig-Kreuz vom Weingut Dreissigacker.

Das in dritter Generation geführte Weingut Dreissigacker befindet sich mitten in Bechtheim, einem knapp 2000-Seelen Dorf im Landkreis Alzey-Worms. Geführt wird das Weingut von Jochen Dreissigacker, der mit seinen Weinen deutliche Akzente in der deutschen Rieslingkultur setzt. Seit 2007 ist sein Weingut Öko-zertifiziert, denn der 30-jährige Winzer arbeitet besonders schonend und naturnah. Nachhaltigkeit und der Schutz der Natur stehen im Vordergrund seiner Arbeit – aus diesem Grund wachsen in den Weinbergen wilde Beikräuter, auf Enzyme oder Pestizide wird dafür gänzlich verzichtet. Dank dieser durchdachten Philosophie entstehen natürliche und unverfälschte Weine von hoher Qualität. Weine, die die Typizität des einzigartigen Bechtheimer Kleinklimas widerspiegeln und mit viel Geduld und Sorgfalt produziert werden. Mehr als 60 Prozent der produzierten Weine sind Rieslinge, fast 95 Prozent sind trockene Weine, nur fünf Prozent sind fruchtig und edelsüß. Auffällig ist der Stil der Weine, denn insbesondere die Rieslinge von Jochen Dreissigacker sind besonders kraftvoll, cremig und konzentriert.

Als ideale Essensbegleiter sind in den vergangenen Jahren auch Sterneköche wie Tim Raue, Alfons Schuhbeck, Frank Buchholz und Gordon Ramsey auf die hervorragenden Tropfen aufmerksam geworden. Aber auch die Lorenz Adlon Weinhandlung in Berlin, das Burj al Arab in Dubai, das Louis C. Jakob in Hamburg, die Sansibar auf Sylt oder das Hotel Überfahrt am Tegernsee zählen zu den Kunden des Bechtheimer Weinguts. Jochen Dreissigacker gilt nicht ohne Grund als Shootingstar der Branche, oder wie es der Journalist Manfred Lüer im vergangenen Jahr ausdrückte: “Es gibt sicher gute Gründe für die tolle Qualität der 2011er von Jochen Dreissigacker, aber der Hauptgrund ist und bleibt: die natürliche vinologische Intelligenz des Machers, der irgendwie auch an den gutaussehenden englischen Schauspieler Hugh Grant erinnert. Cool sein, ohne cool sein zu wollen!”.

Biowein auf dem Vormarsch

Die ökologisch bewirtschaftete Rebfläche entwickelt sich hierzulande und auch international mit beeindruckender Dynamik. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) auf der Datenbasis des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) bekannt gab, wuchs die weltweite Ökorebfläche von 2004 bis 2011 um 172.000 Hektar auf 256.000 Hektar an.

Dies entspricht einem Anstieg von 197 Prozent innerhalb von nur sieben Jahren, beziehungsweise einer mittleren Steigerung von 28 Prozent pro Jahr. In diesen Zahlen sind auch die Flächen beinhaltet, die sich noch in der dreijährigen Umstellungsphase vom konventionellen zum ökologischen Weinbau befinden.

In Deutschland weist der Ökoweinbau für diesen Zeitraum ebenfalls ein deutliches Plus von 176 Prozent auf. Mit 6.900 Hektar wurden 2011 bereits rund sieben Prozent der hiesigen Rebfläche ökologisch bewirtschaftet. Damit liegt Deutschland deutlich über dem Anteil von 3,4 Prozent, den der ökologische Weinbau an der weltweiten Gesamtrebfläche von rund 7,5 Millionen Hektar ausmacht. Für die kommenden Jahre geht DWI-Geschäftsführerin Monika Reule von einem weiteren Wachstum des deutschen Ökoweinbaus aus.

Nach den aktuellen FiBL-Angaben liegt Spanien mit 79.000 Hektar und einem Anteil von 30 Prozent an der globalen Ökorebfläche weltweit gesehen auf Platz 1, gefolgt von Frankreich und Italien. Deutschland nimmt hinter den USA und der Türkei den sechsten Rang ein, wobei die türkischen Reben nahezu ausschließlich für die Tafeltrauben- und Rosinenproduktion genutzt werden.

Kroatische Spitzenweine auf der Weinmesse München

Zum zweiten Mal präsentierten sich Winzer aus Kroatien auf der Weinmesse München. Acht Winzer stellten Weine aus den Regionen Slawonien, Istrien und Dalmatien vor. Darunter viele Deutschlandpremieren.

Die Vinarija Svirce ist spezialisiert auf Plavac mali. Die Trauben wachsen auf der Insel Hvar, zumeist an der steilen Südwest-Seite mit optimalen Bedingungen für den Plavac mali. Am dalmatinischen Festland, etwa 30 km östlich von Zadar produziert Badel in Korlat Syrah, Merlot und Cabernet Sauvignon, die reinsortig im Barrique ausgebaut werden. Von der Vinarija Daruvar kommen internationale Sorten wie Chardonnay oder Riesling und natürlich der für die Region typische Graševina (Welschriesling).

Die Insel Pag ist für seinen hervorragenden Käse und Spitze bekannt. Dass sich hier auch vortrefflich Wein anbauen und keltern lässt, dafür ist die Vinarija Boskinac ein Beleg. Die Kellerei befindet sich in Stara Novalja, untergebracht im selben Gebäude wie das Hotel und Restaurant Boškinac, eine der besten Adressen für einen geruhsamen und kulinarischen hochwertigen Aufenthalt. Winzer Boris Suljic produziert auf wenigen Hektar, Cabernet Sauvignon, Merlot, Sauvignon, Chardonnay und die autochtone Gegic-Traube. Im Keller entstehen reinsortige Weine und Cuvees, die zum Teil im Barrique ausgebaut werden.

Auf der dalmatinischen Urlaubsinsel revitalisiert Jako Vino den Weinanbau. Das 2009 gegründete Unternehmen übernahm die Kellerei der Winzergenossenschaft Brac und investiert sein dem eine hohe Summe in die Weingärten und die Technik. Insgesamt 100 ha stehen heute zur Verfügung und werden für den Anbau von Plavac mali und Pošip genutzt. Und der Aufwand lohnt sich. Ergebnis der Arbeit sind gut strukturierte, authentische Weine von höchster Qualität.

Der leidenschaftliche Weinfreund Mladen Rozanic widmet sich seit dem Jahr 2000 dem professionellen Weinbau. Der entscheidende Moment aber war ein Treffen mit dem istrischen Weinbauern Antun Banko aus Nova Vas. Banko und Rozanic setzten sich gemeinsam zum Ziel, auf der istrischen roten Erde unvergessliche und authentische Weine zu schaffen. Innerhalb von vier Jahren wurden 23 ha Rebfläche in der Nähe von Visnjan aufgebaut. Außerdem entstand im Weiler Kosinozici bei Nova vas ein neuer Keller mit einer Fläche von 900 qm.
Roxanich arbeitet ausschließlich mit großen Holzfässern und Bottichen von 55 bis 70 hl. In den Fässern geschieht auch die Alkoholfermentierung. Auch in der Folge mit nur mit großem Holz gearbeitet.

Ganz aus dem Süden Istriens kommt Bruno Trapan, einer der jungen, aufstrebenden Winzer der Region. In Sisan, nahe Pula baut er auf etwas mehr als 5ha den typischen Malvazija aber auch Chardonnay, Cabernet Sauvignon und Franc an. Trapan arbeitet auch mit dem Ausbau in Fässern aus Akazienholz. Seit 2009 werden die Anbauflächen nach biologischen Grundsätzen bebaut und behandelt, mit dem Ziel regionaltypische und unverfälschte Weine zu produzieren.

Colombelle, eine Weinlegende feiert ihren 25. Geburtstag

Colombelle ist der bekannteste Wein von Plaimont Producteurs, den Wegbereitern der Herkunftsbezeichnung Côtes de Gascogne. Er feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag.

Colombelle ist ein sehr frischer, fruchtiger und gefälliger Wein aus den Rebsorten Colombard, Ugni Blanc und Sauvignon.
Er ist geprägt von intensiven floralen und exotischen Aromen und einer guten Struktur. Im Geschmack zeigen sich Aromen von reifen Früchten. Noten von Ananas und weißem Pfirsich machen den Wein lecker und süffig. Die für die regionaltypischen Rebsorten bekannte Lebhaftigkeit ist besonders im zitronigen Finale präsent.

Als Aperitif oder als Begleiter zu Meeresfrüchten, gegrilltem Fisch, Nudelgerichten, asiatischen Gerichten passt Colombelle ebenso wunderbar wie zu Nachspeisen. Ein Wein, der wirklich Freude macht und auch einfach nur so genossen werden kann! Er sollte gut gekühlt, zwischen 8° und 9°C, serviert werden.

Die 70-er Jahre waren im Weinbau in der Gascogne durch viele Schwierigkeiten gekennzeichnet. Die Winzer von Plaimont Producteurs gaben jedoch nicht auf, sondern haben sich auf die Suche nach einer Lösung gemacht, um ihre Weinberge und die Geschichte ihrer Region zu retten. Sie wollten Vins de Pays (Landweine) herstellen und nutzten dafür Weinberge, die damals ausschließlich für die Produktion von Armagnac genutzt wurden. Die ersten Versuche der Weinbereitung und die Assemblage der Rebsorten Colombard und Ugni blanc waren so überzeugend, dass die Winzer schnell in weitere Technik investierten. Der eigentliche Auslöser für die Veränderungen in der Region war jedoch eine Reise nach Kalifornien von zwei „Kindern der Region“, André Dubosc, damals ein junger Winzer von Plaimont, und der berühmte Sternekoch André Daguin. Die beiden Gascognen probierten in Westamerika einen sehr aromatischen Weißwein mit einer sehr angenehmen Säure. Sie stellten fest, dass der Wein aus einer aus dem Gers stammenden Rebsorte gemacht wurde. Sie wurde dort „French Colombard“ genannt.

Damit war ein neuer Weinstil in der Gascogne geboren: fruchtig, kräftig, mit einer angenehmen Säure und einem Hauch von Süße. Die talentierten Winzer, die sich sowohl damals als auch heute sehr für ihre Region engagieren, haben den Rest erledigt und Colombelle zu einem weltbekannten Wein gemacht.

Erhältlich ist der wein unter anderem bei Rindchens Weinkontor oder bei 20 Wines.

David Baverstock zum zweiten Mal Önologe des Jahres

David Baverstock, Chef-Weinmacher von Herdade do Esporão und Quinta dos Murças wurde vom renommierten portugiesischen Weinmagzin WINE zum besten Önologen 2012 in Portugal gewählt.

Den Titel „Önologe des Jahres“ erhält David Baverstock bereits zum zweiten Mal. Schon 1999 durfte er sich über diese Auszeichnung freuen. Es ist eine beachtliche Leistung, jahrzehntelang in der Riege der modernen, portugiesischen Weinerzeuger mitzumischen und stringent einen Weg fernab ausgetretener Pfade zu gehen. Seine wegweisenden Entwicklungen machen ihn seit mehr als einem Jahrzehnt zu einer Schlüsselfigur der portugiesischen Avantgarde im Weinbau.
Geboren in Adelaide in Süd-Australien, zog es Baverstock bereits vor mehr als fünfundzwanzig Jahren nach Portugal, wo er Erfahrungen bei mehreren Quintas im Douro sammelte: Quinta de la Rosa (1991 – 2002), Quinta do Crasto (1994 – 1999), Quinta do Fojo (1996 – 2000).

Bereits 1992 war Baverstock bei Herdade do Esporão tätig. 2009 kehrte er wieder zu dem führenden Weingut im Alentejo zurück. Die hohe Qualität seiner Weine beruht auf der jahrzehntelangen Erfahrung, technischen Skills und vor allem auf Kreativität, die meist als Attribut der Önologen unterschätzt wird. Sie äußert sich besonders im Verlangen nach Innovation, die ein ständiger Begleiter Baverstocks Arbeit ist. Trotz seiner Wurzeln auf der anderen Seite der Welt, steckt in seiner Arbeit portugiesisches Herzblut.
Die Arbeit von David Baverstock bei Herdade do Esporão und Quinta dos Murças bewegt sich holistisch in Richtung gelebte Nachhaltigkeit und begeistert mit wissenschaftlicher und empirischer Forschung. Er arbeitet mit ampelographischen Weingärten, Vergleichsweinen aus biologischem und integriertem Anbau, Fermentation mit selektierter und natürlicher Hefe.

Wer mehr über David Baverstock erfahren möchte, kann diesen auf der ProWein vom 24.–26. März 2013 in Düsseldorf besuchen. Er wird dort die Weine von Herdade do Esporão und Quinta dos Murças präsentieren.

Chef Sommelier im La Vie in Osnabrück: Sven Oetzel

Ein Spitzenrestaurant, wie das mit drei Michelin Sternen und 19 Gault Millau Punkten ausgezeichnete Restaurant la vie im niedersächsischen Osnabrück, funktioniert wie ein Schweizer Uhrwerk: Jeder Mitarbeiter hat seinen festen Platz und trägt mit seiner Kreativität und seinem Einsatz maßgeblich zum Gesamterfolg bei. Ganz besonders gilt das für den Posten des Chef Sommeliers, der sich unter anderem für eine perfekte Weinbegleitung verantwortlich zeichnet. Im Restaurant la vie bekleidet diese Position der gebürtige Frankfurter Sven Oetzel.

In Osnabrück ist er angekommen, sagt der 35-jährige Sven Oetzel. Nicht als Koch, wie es ursprünglich sein Wunsch war, sondern als Chef Sommelier eines der zehn besten Restaurants in Deutschland.
Der in Frankfurt geborene Sohn zweier Bänker ging nach dem Abschluss der mittleren Reife für ein Jahr auf die Berufsfachschule für Ernährung und Hauswirtschaft. Anschließend sollte eine Lehre als Koch folgen. Doch nach einem Küchenpraktikum entschied sich der damals 18-jährige dagegen und begann stattdessen eine Ausbildung zum Restaurantfachmann im Sheraton Hotel in Frankfurt. Dort entdeckte er schnell seine Leidenschaft für Weine und auch sein Talent blieb nicht lange unbemerkt, so dass er bereits während seiner Ausbildung die Möglichkeit erhielt, ein ganzes Jahr mit dem dortigen Sommelier zusammen zu arbeiten und erste Erfahrungen zu sammeln. Aus Leidenschaft wurde schnell Liebe und dann schließlich ein ganz großes Ziel: Sven Oetzel wollte Chef Sommelier werden.

Es folgten Stationen in der Traube Tonbach und im Restaurant Papillon in Frankfurt, bevor er seinen Wehrdienst in der Fernmelde-Einheit in Koblenz absolvieren musste. Vielleicht war es Schicksal, dass ihn die Zeit bei der Bundeswehr ausgerechnet in die Weinstadt Koblenz geführt hat. Dort, wo Mosel und Rhein zusammenfließen und sich ein Weinberg neben dem anderen erhebt, verbrachte Oetzel während seiner Wehrdienstzeit seine gesamte Freizeit in den Weinbergen und auf Weingütern, um sein Wissen rund um den Weinbau zu erweitern. Nach dieser Zeit war der Wunsch nach einer beruflichen Zukunft rund um das Thema Wein noch größer und so führte ihn sein Weg 2001 nach Bergisch Gladbach, wo er als Commis Sommelier im drei Sterne Restaurant Vendôme anheuerte. Dort fand er dann schließlich seinen Mentor – den Sommelier Stefan Weise. Unter dessen Leitung startete Sven Oetzel 2003 die berufsbegleitende Ausbildung zum IHK-geprüften Sommelier und übernahm 2004 seinen ersten Posten als Sommelier. Der nächste Schritt auf der Karriereleiter führte Sven Oetzel im Herbst 2005 in das Restaurant Falco nach Leipzig. Mit den Erfahrungen und dem Wissensschatz, die er in den letzten Jahren im Restaurant Vendôme sammelte, schrieb Oetzel in Leipzig seine erste eigene Weinkarte. Zwei Jahre später zog es ihn dann weiter nach Osnabrück in das Restaurant la vie. Als Chef Sommelier des damals noch mit zwei Sternen ausgezeichneten Restaurants fand er dort eine neue und spannende Herausforderung, aber vor allem auch ein neues Zuhause.

Dass dies nicht bloß eine Floskel ist, ist schnell bewiesen: Sven Oetzel ist mit einer gebürtigen Osnabrückerin liiert und Vater einer kleinen Tochter, die ebenfalls in Osnabrück geboren wurde. Im la vie schätzt er besonders die Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen und gemeinsam mit Thomas Bühner und Thayarni Kanagaratnam an der perfekten Kombination von Speisen und Wein zu arbeiten. Die beiden Gastgeber vertrauen dem sympathischen Hessen dabei voll und ganz und lassen ihm eine entsprechend freie Hand. Ein Blick auf die Weinkarte verrät dann auch, wo die Leidenschaft des 35-jährigen Chef Sommeliers liegt: Denn obwohl ihm die gesamte Weinwelt rund um den Globus begeistert, liegt Sven Oetzels Fokus ganz klar auf Europa, genauer gesagt auf Deutschland. Das liegt insbesondere daran, dass er die Entwicklung der deutschen Winzer in den letzten Jahren mit großer Freude und Neugierde beobachtet und dabei mitverfolgt hat, dass die deutschen Weine immer ausgefallener, feiner und vor allem qualitativ hochwertiger wurden.

Als selbst ernannter “Botschafter des deutschen Weines” macht es ihm besonders viel Freude, seine internationalen Gäste mit einem deutschen Wein zu überraschen und zu begeistern. Da ein Großteil der Gäste natürlich ebenfalls weit gereist und entsprechend kundig ist, sind die Erwartungen an den sympathischen Sommelier groß. Ganz klar also, dass Sven Oetzel immer auch auf der Suche nach etwas Neuem ist und daher so viel Zeit wie möglich an der Mosel, am Kaiserstuhl, im Rheingau oder in einer anderen deutschen Weinregion verbringt, um sich vor Ort über die neusten Weine zu informieren und sich mit den Winzern auszutauschen. Sven Oetzel hat als Sommelier seine Berufung gefunden. Und genau das spüren seine Gäste bei jedem Glas Wein im Restaurant la vie.

Amerikaner schätzen Österreich als Weinreiseland

Für Österreichs Skidamen und -Herren läuft es bei der WM nicht unbedingt so wie erwartet, dafür dürfen sich speziell die Niederösterreicher in anderen, typisch österreichischen Disziplinen, dem Weinbau und dem Genuss, über einen sensationellen Erfolg freuen: Journalisten des renommierten US-amerikanischen „wine enthusiast magazine“ wählten für 2013 die Weinregionen an der niederösterreichischen Donau auf den zweiten Platz unter den Top Ten der Weinreisedestinationen in aller Welt.

Die Weinbaugebiete von der Wachau bis Carnuntum rangieren damit vor so berühmten Zielen wie dem Dourotal in Portugal oder dem italienischen Apulien. Den ersten Rang belegt die spanische Weinregion Rioja. Die Top-Platzierung ist auch das Resultat konsequenter Maßnahmen, die Weinregionen an der niederösterreichischen Donau als Wein- und Genussdestination zu etablieren – zusätzlich zu ihrer landschaftlichen und kulturellen Einzigartigkeit, die sich zum Beispiel in der Auszeichnung der Wachau als UNESCO-Weltkulturerbelandschaft dokumentiert.

Gastronomen und Winzer der Spitzenklasse sprechen mit ihrem hochwertigen Kulinarik- und Weinangebot Genuss- und Weinreisende an. Mit den Wachau GOURMETfestivals und dem Festival-Schwerpunkt Wein wurden in den letzten Jahren zusätzliche Anreize für Weinkenner und Gourmets geschaffen. Das „wine enthusiast magazine“ wurde 1988 gegründet, heute ist die Publikation das größte, ausschließlich dem Thema Wein und Spirituosen gewidmete Fachmagazin.